Trade Review von Dienstag:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD setzte den seitwärts gerichteten Handel am Dienstag mit nur minimaler Volatilität fort. Im Verlauf des Tages gab es keinen Kursimpuls, und auch der fundamentale sowie makroökonomische Hintergrund fehlten praktisch vollständig. Der Markt hatte (einmal mehr) nichts, worauf er reagieren konnte. Seit etwa einem Monat richten Trader ihre Aufmerksamkeit nur noch auf die wichtigsten Datenveröffentlichungen und Ereignisse, und selbst diese sorgen nicht immer für Volatilität. Daher werden wir in dieser Woche voraussichtlich erneut vor allem auf Donnerstag und Freitag warten – auf die Sitzung der European Central Bank und die Pressekonferenz von Christine Lagarde im Euroraum sowie auf den US-Inflationsbericht. Insgesamt hat der Euro weiterhin gute Chancen, zumindest kurzfristig zu steigen. Die fallende Trendlinie wurde durchbrochen, sodass sich der Trend nach oben gedreht hat. Allerdings könnte der Markt selbst bis zum Ende der Woche die dafür notwendigen Bewegungen weiterhin schuldig bleiben. Die Volatilität ist seit rund sechs Wochen sehr gering.
5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart am Dienstag wurden keine Handelssignale generiert. Der Kurs näherte sich im Laufe des Tages weder wichtigen Niveaus noch Zonen, sodass Einsteiger keine Grundlage für das Eröffnen von Positionen hatten.
Handel am Mittwoch:
Im Stundenchart setzt EUR/USD nach einem einmonatigen Anstieg seine Korrektur fort. Angesichts der Ereignisse der letzten Monate gehen wir davon aus, dass der Euro seinen stetigen Anstieg auch ohne lokale Unterstützung fortsetzen sollte. Der US-Dollar verfügt derzeit über keine Wachstumstreiber, abgesehen vom nahezu religiösen Vertrauen des Marktes in eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve – und dieses Vertrauen lässt sichtbar nach.
Am Mittwoch können Einsteiger Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,1584–1,1594 in Betracht ziehen, sofern der Kurs von 1,1655–1,1665 nach unten abprallt. Long-Positionen können mit Zielen bei 1,1655–1,1665 gehalten werden, falls der Kurs von 1,1584–1,1594 nach oben abprallt, wie es am Freitag begonnen hat.
Im 5-Minuten-Chart sind die Niveaus 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1665, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 zu beachten. Lagarde wird am Mittwoch in der Eurozone sprechen, doch einen Tag vor der EZB-Sitzung ist es unwahrscheinlich, dass sie wesentliche neue Informationen preisgibt. Sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeiden, die Geldpolitik im Detail zu erörtern.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Range/Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale produzieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinanderliegen (innerhalb von 5–20 Pips), sind sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone zu behandeln.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf Sie in den Charts achten sollten:
Preisniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades oder als Ursprung von Handelssignalen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegungen eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollten Trader zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht agieren oder den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst machen, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.