Analyse GBP/USD 5 Min

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Mittwoch eine träge, schwache Aufwärtsbewegung fort. Eine neue aufsteigende Trendlinie hat sich herausgebildet, doch sie wäre bei Bedarf leicht zu durchbrechen. Die Marktaktivität ist gering, die Volatilität minimal, und der Anstieg des Pfunds ist klar korrigierender Natur. Die Marktteilnehmer haben es bislang nicht einmal geschafft, die Senkou Span B zu überwinden. Somit deutet das stündliche technische Bild auf eine durchaus wahrscheinliche Korrektur hin.
Sollte man mit einer Stärke des US-Dollars rechnen? Dafür müsste der morgige US-Inflationsbericht über den Prognosen liegen, und die Federal Reserve müsste in der kommenden Woche den Leitzins anheben oder zumindest eine Bereitschaft zu weiterer Straffung signalisieren. Das Problem für den Dollar besteht aktuell darin, dass der Markt den Aussagen von Kevin Warsh immer weniger vertraut. Warsh hat den ganzen Sommer über versprochen, an der Inflation zu arbeiten, doch die Fed hat bislang keine entschlossenen Schritte zur Eindämmung des Verbraucherpreisindex unternommen. Der Markt preist nach wie vor zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr ein, wir sehen jedoch keinen triftigen Grund selbst für eine einzige. Sollten sich die Bedingungen am US-Arbeitsmarkt verbessern und die Inflation wieder anziehen, würden die Chancen auf eine Straffung steigen – allerdings nicht im September.
Aus technischer Sicht hat das Pfund den Abwärtstrend beendet, da die Trendlinie durchbrochen wurde. Der Kurs könnte weitere Versuche unternehmen, die Senkou Span B zu überwinden, die letzte Unterstützung der Bären. Wird diese Linie durchbrochen, erhalten Trader eine Bestätigung für den Übergang zu einem Aufwärtstrend im Stundenchart.
Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Mittwoch drei Verkaufssignale. Der Kurs prallte dreimal von der Senkou Span B ab, was es den Tradern ermöglichte, im Tagesverlauf mindestens zwei Short-Positionen zu eröffnen. In keinem dieser Fälle erreichte das Währungspaar aufgrund der schwachen Volatilität das nächstgelegene Ziel – die Kijun-sen-Linie.
COT-Bericht

Die COT-Berichte für das Pfund zeigen, dass nicht-kommerzielle Händler seit mehreren Monaten mit Short-Positionen dominieren. Die Netto-Position ist trotz des langfristigen Aufwärtstrends negativ. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten war die starke Nachfrage nach dem Dollar in der ersten Hälfte des Jahres 2026 nicht überraschend. Der Krieg ist offiziell noch nicht beendet, und nur die Geopolitik könnte den Dollar kurzfristig unterstützen. Solange der Kurs jedoch nicht unter der Trendlinie schließt, ist mit keinem anhaltend starken Rückgang des Währungspaars zu rechnen.
Langfristig schwächt sich der Dollar aufgrund von Trumps Politik weiter ab, wie im wöchentlichen TF zu sehen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form fortbestehen, und Trumps Politik neigt dazu, die US-Währung zu schwächen. Der langfristige Aufwärtstrend für das Pfund bleibt gemäß der Trendlinie intakt. Laut dem neuesten COT-Bericht (1. September) schlossen Non-commercials 8.200 BUYs und 3.100 SELLs, sodass sich die nicht-kommerzielle Netto-Position in dieser Woche um 5.100 Kontrakte verringerte.
1H-Analyse zu GBP/USD

Im Stundenchart hat GBP/USD einen neuen Aufwärtstrend begonnen. Mittel- bis langfristig bleibt das Pfund tendenziell aufwärtsgerichtet, daher erscheinen weitere Kursgewinne in den meisten Szenarien logisch. Wir sehen nach wie vor keine überzeugenden Gründe für einen längeren und deutlichen Anstieg des US-Dollars, und die jüngsten wichtigen US-Daten haben dem Dollar keine robuste Unterstützung geliefert. Allerdings stehen noch die US-Inflationsdaten sowie die Sitzungen der Fed und der Bank of England bevor.
Für den 10. September heben wir die folgenden wichtigen Niveaus hervor: 1,3042–1,3050, 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3301–1,3309, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681. Die Ichimoku-Linien Senkou Span B (1,3563) und Kijun-sen (1,3524) können ebenfalls Signale liefern. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat. Die Ichimoku-Linien können sich im Tagesverlauf verschieben und sollten bei der Definition von Handelssignalen berücksichtigt werden.
Für Donnerstag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse angesetzt; in den USA werden nur einige kleinere Veröffentlichungen erscheinen, insbesondere der PPI. Da morgen die CPI-Daten anstehen, erwarten wir nicht, dass der Markt dem PPI größere Beachtung schenkt.
Handelsempfehlungen
Heute können Trader Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,3520 und 1,3465–1,3480 eröffnen, sofern der Kurs erneut von der Senkou-Span-B-Linie nach unten abprallt. Long-Positionen können eröffnet werden, wenn sich der Kurs oberhalb der Senkou-Span-B-Linie stabilisiert, mit Zielen bei 1,3588 und 1,3671–1,3681.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind dicke rote Linien, an denen die Bewegung zum Stillstand kommen kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
Die Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien sind Ichimoku-Indikatorlinien, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
Extremniveaus sind dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor bereits abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.
Gelbe Linien kennzeichnen Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
Indikator 1 in COT-Charts zeigt die Höhe der Netto-Position jeder Händlerkategorie an.