Handelsrückblick vom Donnerstag:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

GBP/USD bewegte sich am Donnerstag in die gleiche Richtung wie EUR/USD. Obwohl die Sitzung der Europäischen Zentralbank in keinem direkten Zusammenhang mit dem Pfund stand, führte die hohe Korrelation mit dem Euro dazu, dass auch das Pfund fiel. Man kann nicht sagen, dass dieser Rückgang vollständig gerechtfertigt war. Auch wenn die Entscheidung der EZB vorhersehbar war, sollte sie nicht einfach beiseitegeschoben werden. Ebenso übersahen die Händler die Bereitschaft der EZB, die geldpolitische Straffung fortzusetzen. Leider bleibt der Markt vollständig auf die Fed und ihre Politik fokussiert und glaubt fest an eine Zinserhöhung im September. Wir zweifeln weiterhin an dieser Entscheidung, räumen aber ein, dass eine Anhebung angesichts der erhöhten Inflation und der Verbesserung am Arbeitsmarkt erfolgen könnte. Der heute veröffentlichte US-Verbraucherpreisindex kann helfen, ein endgültiges Urteil zu fällen. Fällt die Inflation höher als erwartet aus, wird dies die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Straffung durch die Fed erhöhen und den US‑Dollar unterstützen. Allerdings sollten wir den Warsh-Faktor nicht vergessen – er dürfte kaum erpicht darauf sein, zu straffen.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Chart (TF) wurden am Donnerstag keine Handelssignale generiert. Trotz moderat solider Intraday-Bewegungen gelang es dem Kurs nicht, wichtige Niveaus oder Zonen zu erreichen oder auszuhandeln.
Wie man am Freitag handelt:
Im Stunden-Chart setzt GBP/USD seinen abwärtsgerichteten Korrekturtrend fort, der jedoch bald enden könnte. Unserer Ansicht nach dürfte das Pfund mittelfristig in den meisten Szenarien weiter steigen, befindet sich aktuell jedoch noch in einer Korrektur. Im Wochen-Chart dauert die Bewegung von der unteren Begrenzung der Seitwärtsrange zur oberen Begrenzung an und könnte noch nicht abgeschlossen sein. Daher erwarten wir eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung.
Am Freitag können unerfahrene Trader Short-Positionen mit Kursziel 1,3380–1,3386 in Betracht ziehen, falls der Kurs unter 1,3456–1,3476 schließt. Long-Positionen können mit Ziel 1,3587–1,3598 eröffnet werden, falls der Kurs bei 1,3456–1,3476 nach oben abprallt.
Auf dem 5-Minuten-Chart können die Niveaus 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695, 1,3741 gehandelt werden. Am Freitag veröffentlicht das Vereinigte Königreich Daten zum BIP und zur Industrieproduktion, doch der Markt könnte diese Berichte gelassen ignorieren. In den USA wird der Höhepunkt der Woche — der Inflationsbericht für August — veröffentlicht, der die Entscheidung der Federal Reserve in der kommenden Woche stark beeinflussen könnte.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die dafür benötigte Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.
- Im Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann genutzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinanderliegen (innerhalb von 5–20 Pips), sind sie als Unterstützungs- oder Widerstandsbereich zu behandeln.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even (Einstand) nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für die Eröffnung von Kauf- oder Verkaufstrades oder als Quellen für Signale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) — Histogramm und Signallinie — ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollten Trader zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht agieren oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.