Trade-Review und Tradingtipps für den japanischen Yen
Der Preistest bei 153,90 erfolgte, als der MACD-Indikator begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen und damit einen korrekten Einstiegspunkt für den Verkauf des Dollars bestätigte. In der Folge fiel das Paar in den Bereich von 153,40.
Heute jedoch hat der Yen gegenüber dem Dollar erneut begonnen zu schwächeln, vor allem, weil die Währungsinterventionen eingestellt wurden. Solange die USA und die Bank of Japan aktiv am Markt intervenierten, hatte der Yen einen Vorteil, doch nachdem diese Unterstützung wegfiel, kehrte der Druck zurück. De facto wurde eine der wichtigsten Stützen des Yen entfernt, und Dollar-Käufer nutzten dies sofort aus und trieben USD/JPY nach oben.
Das fundamentale Umfeld in Japan selbst bleibt gemischt. Der revidierte Industriebericht für Juli zeigte, dass die Produktion gegenüber dem Vormonat um 0,2 % zurückging, während sie im Jahresvergleich um 3,9 % zulegte; die Auslieferungen stiegen um 2,1 %, und die Kapazitätsauslastung erhöhte sich um 0,5 %. Das Bild ist eher verhalten positiv, doch es reichte nicht aus, um die gegen den Yen gerichtete Tendenz nach dem Ende der Interventionen umzukehren.
Meiner Ansicht nach hängt jetzt alles von zwei Zentralbanksitzungen ab: Der Markt rechnet nach wie vor fest mit einer Normalisierung der BoJ-Zinsen in dieser Woche. Die geldpolitische Normalisierung in Japan bleibt die wichtigste Stütze für den Yen, doch ohne die Unterstützung durch Interventionen ist er deutlich verwundbarer geworden, und vorerst liegt die Initiative beim Dollar. Auch die Sitzung der Federal Reserve wird für Trader kein Selbstläufer sein, da alles andere als klar ist, ob das Komitee die Zinsen anheben wird.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich vor allem auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY heute zu kaufen, wenn der Kurs den Einstiegsbereich um 154,19 (grüne Linie im Chart) erreicht, mit dem Ziel eines Anstiegs bis 154,60 (dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich um 154,60 beabsichtige ich, Long-Positionen zu schließen und Short-Positionen in Gegenrichtung zu eröffnen (erwartete Bewegung von 30–35 Pips von diesem Niveau). Am besten steigt man nach Korrekturen und deutlicheren Rücksetzern bei USD/JPY wieder auf der Käuferseite ein. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, USD/JPY heute zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 153,96 kommt, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Mögliche Ziele liegen dann an den gegenüberliegenden Niveaus 154,19 und 154,60.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY heute erst nach einem Bruch der Marke von 153,96 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was zu einem schnellen Rückgang des Währungspaares führen dürfte. Das zentrale Ziel der Verkäufer wird 153,47 sein. Dort plane ich, Short-Positionen zu schließen und unmittelbar Long-Positionen in Gegenrichtung zu eröffnen (erwartete Umkehrbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau). Verkäufer können jederzeit wieder auftauchen – ein kleiner Hinweis der Zentralbanken reicht dafür aus. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, USD/JPY heute zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 154,19 kommt, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Zu erwarten ist ein Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 153,96 und 153,47.

Worauf Sie im Chart achten sollten:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument kaufen können;
- Breite grüne Linie – geschätzter Kurs, an dem Sie Take Profit setzen oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument verkaufen können;
- Breite rote Linie – geschätzter Kurs, an dem Sie Take Profit setzen oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiterer Kursrückgang unter dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen bei Einstiegsentscheidungen besonders vorsichtig sein. Es ist am besten, kurz vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten aus dem Markt draußen zu bleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich dennoch entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie außerdem daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, ähnlich dem oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die allein auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.