Heute, am Mittwoch, warten die globalen Märkte gespannt auf das Ergebnis der zweitägigen geldpolitischen Sitzung der US‑Regulierungsbehörde. Marktteilnehmer konzentrieren sich in erster Linie auf dieses Ereignis, da eine Zinserhöhung erwartet wird.
Derzeit wird am Markt darüber diskutiert, wie stark die Federal Reserve die Zinsen anheben könnte. Die Konsensprognose, die die allgemeine Marktsicht widerspiegelt, geht von einem Anstieg um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 % aus. Es gibt jedoch auch die Auffassung, dass die Zinsen sofort um 0,50 Prozentpunkte angehoben werden könnten. Trotz gewisser Unterschiede in den Erwartungen ist der übergeordnete Konsens, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben wird.
Im Vorfeld dieses Ereignisses konsolidieren sich im Grunde alle Märkte in Seitwärtsbereichen. Selbst die Renditen von Staatsanleihen haben sich leicht korrigiert und stabilisiert. Am Devisenmarkt konsolidiert sich der US‑Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen, während Händler auf die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve warten. Futures auf den Fed Funds Rate signalisieren eine Wahrscheinlichkeit von 92,5 % für eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte, was ein außerordentlich hohes Erwartungsniveau darstellt.
Wenn der Konsens davon ausgeht, dass die Zinsen angehoben werden, was sollten die Märkte dann von diesem Ereignis erwarten?
Die Fed wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zinsen um ein Viertelprozentpunkt anheben. Sollte sie dies jedoch überraschend nicht tun, weil politische Erwägungen sie in der aktuellen Situation daran hindern, wäre die Reaktion genau umgekehrt: Der Dollar geriete erneut stark unter Druck. Ob es dazu kommt, werden wir heute Abend erfahren.
Auf der anderen Seite ist die Zinserhöhung mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits zu einem großen Teil eingepreist, wie die jüngsten Bewegungen des Dollars zeigen. Ein weiterer Faktor, der eine zusätzliche Aufwertung des Dollars begrenzen könnte, sind weitere Zinsschritte anderer großer Zentralbanken wie der Bank of England, der ECB oder der Bank of Japan, die angesichts steigender Inflation und hoher Ölpreise gezwungen sein werden, die Kreditkosten anzuheben. Vor diesem Hintergrund könnte eine einmalige Zinserhöhung durch die US‑Notenbank nur begrenzte Auswirkungen auf die Dollaraufwertung gegenüber Währungen wie Euro, Pfund, Australischem Dollar und Neuseeland‑Dollar haben. Der Japanische Yen hingegen könnte seine Aufwärtsdynamik in diesem Umfeld weiter verstärken.
Abschließend ist festzuhalten, dass eine Zinserhöhung den US‑Dollar am Devisenmarkt zumindest kurzfristig stützen sollte.
Prognose des Tages:


AUD/USD
Das Währungspaar notiert über der Unterstützung bei 0,7125, während der Markt die Zinsentscheidung der Fed abwartet. Bei einer Zinserhöhung könnte das Paar auf 0,7074 fallen. Das Niveau von 0,7120 könnte als Einstiegspunkt für Verkaufspositionen dienen. Der Stop-Loss könnte bei 0,7154 platziert werden.
GBP/USD
Das Währungspaar notiert in der Nähe der Unterstützung bei 1,3474. Eine Zinserhöhung würde den US‑Dollar stärken und Druck auf das Paar ausüben, das auf 1,3449 und anschließend auf 1,3408 fallen könnte. Das Niveau von 1,3469 könnte als Einstiegspunkt für Verkaufspositionen dienen. Der Stop-Loss könnte bei 1,3517 platziert werden.