
Das Währungspaar EUR/USD hat seinen Rückgang vorerst gestoppt und ein neues Septembertief bei etwa 1,3679 in der Nähe der runden Marke von 1,3700 markiert, da sich die Bären vor dem wichtigen Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zurückhaltend zeigen.
Gleichzeitig hat der US-Dollar nach deutlichen Gewinnen am Vortag, als er ein Zwei-Monats-Hoch erreichte, sein Tempo verlangsamt. Dies stützt das Währungspaar EUR/USD etwas. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank bis zum Jahresende sowie der geopolitischen Unsicherheit bleibt der Dollar jedoch in einer vorteilhaften Position. Die Gemeinschaftswährung wird zudem durch die politische Instabilität in Deutschland belastet, was darauf hindeutet, dass der Weg des geringsten Widerstands für dieses Währungspaar weiterhin nach unten weist.
Aus technischer Sicht ist der Relative-Stärke-Index (RSI, Periode 14) in den überverkauften Bereich gefallen, was auf eine Verlangsamung der weiteren Abwärtsbewegung und eine Korrektur hindeutet, ohne jedoch bereits auf die Ausbildung eines tragfähigen Bodens für das Währungspaar EUR/USD zu schließen. Zudem liegt der MACD-Indikator ebenfalls unter der Nulllinie, was darauf hinweist, dass der bärische Impuls weiter intakt ist, während kurzfristige korrektive Erholungen rasch an Dynamik verlieren könnten. Der nächste Widerstand befindet sich an der runden Marke von 1,1400.
Die nächste Unterstützung liegt im Bereich von 1,1370–1,1353. Das Jahrestief um 1,1322, das im Juni markiert wurde, könnte vor der runden Marke von 1,1300 zusätzlichen Halt bieten. Sollte dieses Niveau unterschritten werden, drohen dem Währungspaar EUR/USD deutlich tiefere Verluste.