Überblick über makroökonomische Berichte:

Am Freitag stehen mehrere makroökonomische Veröffentlichungen an. Deutschland, die EU, das Vereinigte Königreich und die USA veröffentlichen die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor für Oktober. Für Deutschland, die EU und Großbritannien handelt es sich um ziemlich wichtige Berichte, sodass die europäische Handelssitzung recht aktiv ausfallen könnte. In den USA haben die S&P-Indizes zur Geschäftsaktivität ein geringeres Gewicht, da dort alternative ISM-Indizes veröffentlicht werden, die für den Markt deutlich wichtiger sind. Großbritannien veröffentlicht heute außerdem einen Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den grundlegenden Ereignissen am Freitag lassen sich die Reden der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Europäischen Zentralbank, Cipollone und Montagner, hervorheben. Allerdings hat Christine Lagarde bereits in dieser Woche gesprochen, und der Markt hat keine neuen Informationen erhalten. In der kommenden Woche finden die Sitzungen der Federal Reserve und der EZB statt, weshalb es unwahrscheinlich ist, dass sich heute irgendein Zentralbankvertreter zu den weiteren geldpolitischen Aussichten äußert. Die Wahrscheinlichkeit, dass sowohl die EZB als auch die Fed ihre Leitzinsen unverändert lassen, liegt bei etwa 90 %, und eine weitere Straffung wird für die Sitzung im Dezember erwartet.
Das geopolitische Umfeld bleibt schwierig. Die Vereinigten Staaten und der Iran führen derzeit keine offiziellen Gespräche, obwohl Donald Trump weiterhin darauf beharrt, dass nach den US-Kongresswahlen ein Abkommen unterzeichnet werden könnte. Gleichzeitig deuten Berichte darauf hin, dass die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran unmittelbar nach den Zwischenwahlen wieder aufnehmen könnten, da die Wahrscheinlichkeit eines Abkommens mit Teheran gegen null tendiert. Dieses Szenario erscheint uns plausibler als ein Waffenstillstand und ein Ende des Krieges. Der Iran wiederum ist bereit, seine Angriffe auf US-Verbündete in der Region wieder aufzunehmen.
Wesentliche Punkte:
Am letzten Handelstag der Woche könnten Währungspaare aktiver gehandelt werden, da zahlreiche makroökonomische Daten veröffentlicht werden. Der Euro kann aus dem Bereich 1,1198–1,1218 gehandelt werden, das Pfund aus dem Bereich 1,3380–1,3386.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn auf einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Positionen aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsbewegung (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in diesem Fall vernachlässigt werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf den Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für die Eröffnung von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Ausgangspunkt für Signale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollten Trader zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jede Position profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und das Anwenden eines konsequenten Money-Managements sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.