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FX.co ★ Fallende Dow-Transporte, steigendes Europa: Der Markt am Scheideweg

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Analyse Nachrichten:::2025-03-24T09:49:04

Fallende Dow-Transporte, steigendes Europa: Der Markt am Scheideweg

Fallende Dow-Transporte, steigendes Europa: Der Markt am Scheideweg

S&P 500-Rally zeigt Warnzeichen im Transportsektor

Während der breitere US-Aktienmarkt Anzeichen einer Erholung zeigt, blinkt noch immer ein Warnlicht für Investoren: Der Dow Jones Transports signalisiert zunehmende Bedenken über die Gesundheit der Wirtschaft.

Nach einem Rückgang durchatmen

Der S&P 500 konnte in der letzten Woche zulegen und einen vierwöchigen Abwärtstrend durchbrechen. Dies gab den Investoren Anlass zu vorsichtigem Optimismus, da der Benchmark-Index begann, Verluste zu verringern, nachdem er zuvor in eine Korrekturphase eingetreten war und mehr als 10% von seinem Rekord im Februar gefallen war.

Transportsektor kommt ins Stocken

Im Transportsektor sieht das Bild ganz anders aus: Der Dow Jones Transportation Average fiel weiter und vertiefte einen Abwärtstrend, der mit einem Höchststand im November begann. Die Verluste belaufen sich mittlerweile auf über 17% von ihrem Höchststand. Der Index, der Fluggesellschaften, Speditionen, Eisenbahnen und Logistikgiganten umfasst, steht unter besonders starkem Druck.

Alarm auf Makroebene

Der Rückgang im Transportsektor weist auf tiefere ökonomische Bedenken hin. Einer der Gründe ist die wachsende Unsicherheit über die US-Zollpolitik. Investoren sind unsicher, wie die Handelsentscheidungen der Trump-Administration zukünftiges Wachstum beeinflussen werden.

Die Federal Reserve trug zur negativen Stimmung bei, indem sie ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr von 2,1% auf 1,7% senkte. Fed-Präsident Jerome Powell bezeichnete das derzeitige Niveau der Unsicherheit als ungewöhnlich hoch.

Wichtige Akteure unter Druck

Der Dow Jones Transportation Average hat seit Jahresbeginn 2025 etwa 8% verloren, mehr als das Doppelte des Rückgangs des S&P 500 im gleichen Zeitraum. Und der Rückgang ist breit aufgestellt: FedEx-Aktien sind bereits um 18% gefallen, während UPS-Aktien um fast 9% gesunken sind. FedEx erlitt am Freitag einen besonders harten Schlag, als das Unternehmen seine Finanzprognose für das gesamte Jahr nach unten korrigierte.

Hinter den Kulissen der Erholung: Fragilität auf dem Vormarsch

Während der breitere Markt Anzeichen einer Stabilisierung zeigt, erinnert die Schwäche im Transportsektor daran, dass die Erholung möglicherweise nicht so robust ist, wie wir es uns wünschen. Und während Lastwagen, Züge und Flugzeuge ins Stocken geraten, beobachten Investoren genau makroökonomische Benchmarks, um herauszufinden, wohin die US-Wirtschaft wirklich steuert.

Absturz: Fracht- und Fluggesellschaften im steilen Sinkflug

Der Transportsektor verliert weiter an Boden. Die Aktien der Bodenfrachtunternehmen Landstar und JB Hunt Transport Services sind beide um mehr als 12% gefallen. Aber der Schlag für die Fluggesellschaften war noch härter, insbesondere im Hinblick auf die jüngsten Anpassungen ihrer Finanzprognosen. Delta Air Lines und United Airlines haben seit Beginn des Jahres 2025 bereits mehr als 20% verloren, während American Airlines um fast ein Drittel gefallen sind – minus 35% seit Jahresbeginn.

Verbraucheraktivitätsbarometer

Der Rückgang im Transportsektor ist nicht nur ein Schnappschuss von Unternehmensproblemen, sondern auch ein wichtiger Indikator für die konjunkturelle Stimmung. Wie Matt Maley, Chief Market Strategist bei Miller Tabak, betont: Der Dow Jones Transportation Average spiegelt die Aktivität im inländischen Liefersektor wider und ist daher direkt mit dem Niveau der Konsumausgaben verknüpft.

"Der Rückgang des Indexes bestätigt die Schwäche, die wir in den makroökonomischen Daten sehen, und verstärkt die pessimistischeren Erwartungen an der Wall Street," so Maley.

Die Dow-Theorie: Ein beunruhigendes Paar von Indizes

Einige Investoren betrachten den Transportindex nicht isoliert – sie bewerten ihn in Verbindung mit dem Dow Jones Industrial Average. Dieser Ansatz ist klassische Dow-Theorie, die besagt, dass ein Markt nur dann wirklich stark ist, wenn beide Indizes gemeinsam steigen. Aber die Realität sieht anders aus.

Der Dow Industrials ist seit Jahresbeginn 2025 um 1% gesunken und etwa 7% von seinen Dezember-Höchstständen entfernt. Zusammen mit dem starken Rückgang des Transportindex ergibt sich ein besorgniserregendes Bild – die Bestätigung dafür, dass die wirtschaftliche Erholung ins Stocken gerät.

Auch der Russell 2000 ist im Minus: Sorgen bei kleinen Unternehmen

Nicht nur der Dow Transports zeigt Schwäche. Der Russell 2000 Index, der die kleineren US-Unternehmen abbildet, die am anfälligsten für die Gesundheit der heimischen Wirtschaft sind, befindet sich ebenfalls im starken Rückgang. Er ist seit seinem Jahreshoch im November um mehr als 15% gesunken.

Dieses Signal ist besonders wichtig: Kleine Unternehmen sind unter den ersten, die die Auswirkungen einer wirtschaftlichen Abkühlung spüren. Wenn sie leiden, ist dies ein sicherer Hinweis darauf, dass der wirtschaftliche Motor an Leistung verliert.

Einbruch bei Halbleitern: Chips unter Druck

Es gibt neue Warnzeichen im Technologiesektor. Der Philadelphia SE Semiconductor Index ist mehr als 22% von seinem Höchststand im Juli gefallen. Und es sind die Chips, die eine Vielzahl moderner Produkte, von Smartphones bis Autos, untermauern. Daher wird die Reaktion der Chip-Hersteller oft als führender Indikator für den allgemeinen Zustand der Wirtschaft wahrgenommen.

Warten auf frische Daten: die Woche im Fokus der Analysten

Die kommenden Tage versprechen, ereignisreich für die Marktteilnehmer zu werden. Mehrere wichtige Berichte sollen den aktuellen Stand der amerikanischen Wirtschaft verdeutlichen. Unter ihnen sind aktualisierte Indizes des Verbrauchervertrauens und der Konsumfreudigkeit, die zeigen werden, wie nachhaltig der amerikanische Optimismus angesichts der Marktunsicherheiten ist.

Besondere Aufmerksamkeit wird auf den 28. März gerichtet sein, wenn ein zentraler Inflationsindikator, der Verbraucherpreisindex (PCE), veröffentlicht wird. Seine Veröffentlichung kann ernsthaft die Zinserwartungen und die Richtung der Geldpolitik beeinflussen.

Tarifängste: Der Countdown hat begonnen

Investoren behalten die Handelsagenda weiterhin im Auge. Die Trump-Administration hat eine neue Runde von Vergeltungstarifen angekündigt, die bereits am 2. April in Kraft treten könnten. Diese Maßnahmen werden als Versuch positioniert, im weltweiten Handel gleiche Bedingungen zu schaffen.

Aber die Märkte könnten bis dahin volatil bleiben. Aktien, die mit globalen Lieferketten verbunden sind, sind besonders empfindlich für solche Veränderungen. Laut Rick Meckler, einem Partner bei Cherry Lane Investments, wird der Transportsektor in dieser Phase der Unsicherheit am volatilsten bleiben.

Europa im Aufschwung: Kupfer und Konjunkturhilfe geben Auftrieb

Während die US-Märkte mit gemischten Signalen zu kämpfen haben, zeigen sich die europäischen Aktienmärkte mit vorsichtigen Gewinnen. Am Montag legte der paneuropäische STOXX 600 Index bis zum Morgen GMT um 0,6% zu, unterstützt durch einen Anstieg der Minenaktien – der SXPP-Subindex stieg um 2,6%, ausgelöst durch den Anstieg der Kupferpreise.

Investoren setzen auf Rohstoffe

Das Interesse an Bergbauunternehmen wurde auch durch Analysen gestützt: JPMorgan hob seine Bewertung für den Sektor zweimal an – von unterdurchschnittlich auf überdurchschnittlich. Diese Maßnahme bestätigte, dass Investoren Rohstoffunternehmen als möglichen Zufluchtsort in der instabilen globalen Wirtschaft betrachten.

Deutschland öffnet die Brieftasche

Einen zusätzlichen Schub für die europäischen Indizes gab Berlins Schritt: Die deutschen Behörden genehmigten eine groß angelegte Erweiterung der Kreditaufnahme, die darauf abzielt, das Wachstum der größten europäischen Wirtschaft anzukurbeln. Diese Entscheidung stärkte das Vertrauen der Märkte, dass die Eurozone bereit ist, aktiv gegen die wirtschaftliche Abkühlung zu kämpfen.

Handelsspannungen: Investoren auf dem Sprung

Finanzmärkte halten den Atem an in Erwartung von Details aus dem Weißen Haus. Donald Trump versprach, am 2. April ein neues Paket von Vergeltungszöllen einzuführen, und jetzt verfolgt Wall Street gespannt die Entwicklungen. Investoren versuchen zu verstehen, wie sich diese Schritte auf die globalen Lieferketten auswirken und wie tief sie die Unternehmensgewinne treffen könnten.

PMI unter der Lupe: Europa zeigt seine Karten

Während Handelsfragen im Vordergrund stehen, steht ein wichtiger Block von makroökonomischen Daten am Horizont. Am Montag werden die vorläufigen Geschäftsaktivitätsindizes (PMI) in Frankreich, Deutschland und der Eurozone insgesamt veröffentlicht. Diese Zahlen geben einen Hinweis darauf, wie widerstandsfähig die europäische Wirtschaft angesichts der wachsenden externen Risiken ist.

PMIs gelten traditionell als Barometer für die Gesundheit der Wirtschaft, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, das besonders empfindlich auf Veränderungen der globalen Nachfrage reagiert.

Ein Schlag für Bayer: ein lautstarkes Gerichtsurteil

Unterdessen fand sich einer der größten europäischen Konzerne, Bayer, im Zentrum eines stürmischen Skandals wieder. Die Aktien des Unternehmens fielen um 6,6% nach der Entscheidung einer amerikanischen Jury, die den Konzern dazu verurteilte, in einem Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem beliebten Herbizid Roundup eine enorme Summe von 2,1 Milliarden Dollar zu zahlen.

Der Kläger behauptete, die Verwendung des Medikaments habe die Entstehung von Krebs verursacht. Die Entscheidung ist die jüngste in einer Reihe schwieriger Rechtsstreitigkeiten, die Bayer seit der Übernahme von Monsanto, dem Hersteller des umstrittenen Herbizids, bewältigen muss.

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