
Das Währungspaar GBP/USD handelte am Mittwoch sehr ruhig, wenn man die abendlichen Bewegungen berücksichtigt. Zur Erinnerung: Wir analysieren die Ergebnisse der Sitzung der Federal Reserve noch nicht, da zu wenig Zeit vergangen ist. Der Markt hat sich noch nicht beruhigt oder die Informationen vollständig verarbeitet – das braucht Zeit. Betrachtet man die Kursbewegungen vor der Ankündigung und Powells Rede, unterschieden sie sich kaum von den vorherigen Tagen. Die Volatilität blieb gering und das britische Pfund behielt seinen Aufwärtstrend bei, obwohl es außer den protektionistischen Maßnahmen von Donald Trump keine fundamentale Unterstützung hatte.
Selbst wenn der Dollar heute ein signifikantes Wachstum zeigt, wird es irgendetwas grundsätzlich ändern? Wird der Markt plötzlich aufhören, auf amerikanische Zölle zu reagieren und die USA in Richtung Rezession führen?
Der Markt ignoriert die relativ starke US-Wirtschaft, positive makroökonomische Daten und die Politik der Federal Reserve. Im Jahr 2025 ist die Fed weitaus restriktiver, als der Markt Ende 2024 erwartet hatte, aber dies hatte in den letzten Wochen und Monaten keine Auswirkungen. Der Markt protestiert gegen die Politik von Donald Trump und infolgedessen kämpft der Greenback weiterhin, trotz zweier langfristiger Bullentrends für den Dollar.
Nach der Fed wird auch die Bank of England heute ihre Sitzung abhalten. Der Leitzins wird voraussichtlich unverändert bleiben, aber der wichtigste Faktor wird sein, wie viele der neun Mitglieder des Geldpolitischen Ausschusses für eine Zinssenkung stimmen. Experten prognostizieren, dass zwei Mitglieder für eine Zinssenkung stimmen werden, aber wenn es drei oder mehr sind, könnte dies die unaufhaltsame Rally des Pfunds stoppen – was jedoch nicht zwangsläufig ihr Ende bedeutet.
Wie bereits erwähnt, bedeutet die Geldpolitik der Fed derzeit wenig für den Markt und die Politik der Bank of England noch weniger. Die britische Wirtschaft steht ohnehin schon kurz vor einer Rezession, auch ohne potenzielle US-Zölle. Selbst wenn diese Zölle vermieden werden, bleibt das Hauptanliegen der BoE, die stark gestiegene Inflation zu kontrollieren. Während die EZB die Zinsen senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln, senkt die BoE die Zinsen sehr langsam, um die Inflation zu bekämpfen. Dies unterstützt indirekt das britische Pfund, das seine aggressive Rally fortsetzt.
Der Markt hat nun genügend Informationen über die Auswirkungen der Zölle von Donald Trump, um fundierte Handelsentscheidungen zu treffen. Folglich könnte der Dollar, unabhängig von den Ergebnissen der Sitzungen der Fed und der BoE, ein gewisses Wachstum erfahren. Erhebliche Veränderungen werden jedoch erst dann eintreten, wenn die Marktteilnehmer aufhören, sich ausschließlich auf den "Trump-Faktor" zu verlassen. Es ist schwer vorauszusagen, wann genau dies geschehen wird, aber vorerst bleibt der Abwärtstrend auf dem Tages-Frame bestehen. Abgesehen von Trumps Einfluss gibt es keine wesentlichen Gründe für eine Stärkung des britischen Pfunds.

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares über die letzten fünf Handelstage beträgt 61 Pips, was für dieses Währungspaar als „mäßig-niedrig“ gilt. Am Donnerstag, dem 20. März, erwarten wir, dass das Paar in einer Spanne von 1,2909 – 1,3031 gehandelt wird. Der langfristige Regressionskanal hat nach oben gedreht, jedoch bleibt der Abwärtstrend im täglichen Zeitrahmen bestehen. Der CCI-Indikator hat kürzlich weder überkaufte noch überverkaufte Bereiche betreten.
Nächste Unterstützungsniveaus:
S1 – 1.2939
S2 – 1.2817
S3 – 1.2695
Nächste Widerstandsniveaus:
R1 – 1.3062
R2 – 1.3184
R3 – 1.3306
Handelsempfehlungen:
Das GBP/USD-Paar bleibt in einem mittelfristigen Abwärtstrend, doch es setzt sich eine starke Rally im 4-Stunden-Zeitrahmen fort. Wir betrachten weiterhin keine Long-Positionen. Wir sehen die aktuelle Aufwärtsbewegung als eine Korrektur an, die sich nun in eine unlogische, panikgetriebene Rally verwandelt hat. Jedoch sind Long-Positionen über dem gleitenden Durchschnitt für Händler gültig, die auf reine technische Analyse setzen, mit Zielen von 1.3031 und 1.3062. Short-Positionen bleiben attraktiv, mit Zielen von 1.2207 und 1.2146, da die Aufwärtskorrektur im täglichen Zeitrahmen früher oder später enden wird. Das britische Pfund erscheint extrem überkauft und ungerechtfertigt teuer, doch Donald Trump treibt den Dollar weiter in den Abgrund. Wie lange wird der „Trump-getriebene Dollar-Kollaps“ noch andauern? Das bleibt weiterhin sehr schwer vorherzusagen.
Erklärung der Abbildungen:
Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide Kanäle ausgerichtet sind, deutet das auf einen starken Trend hin.
Gleitende Durchschnittslinie (Einstellungen: 20,0, geglättet) definiert den kurzfristigen Trend und gibt die Handelsrichtung vor.
Murray Levels fungieren als Zielniveaus für Bewegungen und Korrekturen.
Volatilitätsniveaus (rote Linien) repräsentieren den wahrscheinlichen Preisbereich des Paares innerhalb der nächsten 24 Stunden basierend auf aktuellen Volatilitätsmessungen.
CCI-Indikator: Wenn er in den überverkauften Bereich (unter -250) oder überkauften Bereich (über +250) eintritt, signalisiert dies eine bevorstehende Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung.