Die Panik auf dem Aktienmarkt beginnt nachzulassen. Gestern verzeichneten die Hauptindizes bis zum Ende der Sitzung Gewinne. Der Euro fiel um 11 Punkte. Bemerkenswert ist, dass sich zu dieser Zeit die Signallinie des Marlin-Oszillators auf der Null-Linie eingependelt hatte. Nun wartet der Euro auf die endgültige Entscheidung der Verwaltung des Weißen Hauses bezüglich der Zölle, die ab morgen in Kraft treten sollen.

Heute stehen jedoch wichtige Daten sowohl aus den USA als auch aus der Eurozone im Kontext der laufenden Zollkriege an – die Einkaufsmanagerindizes (PMI). Prognosen deuten darauf hin, dass der Vorteil bei der US-Wirtschaft liegt: Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone soll von 47,6 auf 48,7 steigen, während der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe zwar voraussichtlich von 52,7 auf 49,8 fallen wird, aber dennoch die europäischen Zahlen übertreffen wird. Laut ISM könnte der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe von 50,3 auf 49,6 sinken, was ebenfalls besser als das europäische Ergebnis ist.
Doch hier liegt die übliche Falle der Markopsychologie in Kombination mit algorithmischem Handel – wenn die US-Indikatoren sinken, wird die Logik, den Euro zu kaufen. Und das Wachstum des S&P 500 (nach einer Korrektur von 10,7%), wie wir bereits erwähnt haben, könnte als Katalysator dienen. Auch wenn wir nicht bezweifeln, dass der Euro einen signifikanten Rückgang erfahren wird, sobald alle kurzfristigen Ereignisse abgeschlossen sind, setzt die Aufwärtsbewegung vorerst fort. Das nächste Ziel liegt bei 1,0955, gefolgt von 1,1027.

Auf dem Vier-Stunden-Chart bereitet sich der Preis darauf vor, die MACD-Linie in der Nähe von 1.0840 zu durchbrechen. Marlin ist bereits bereit für ein Wachstum — wir müssen nur noch die Veröffentlichung der PMI-Daten abwarten.