Analyse der Dienstagstrades
1-Stunden-Chart von EUR/USD

Am Dienstag setzte das Währungspaar EUR/USD seinen Handel im gleichen Modus wie in den Vorwochen fort. Was bedeutet das? Relativ schwache Bewegungen, häufige Rücksetzer und Korrekturen, keine klare Tagesrichtung und allgemeine Verwirrung. Wir möchten angehende Trader daran erinnern, dass sich die Marktpreisbewegungen stark unterscheiden können. Handelssignale können ebenso vielfältig sein. Die Hauptaufgabe eines Traders ist es, zu einer für ihn und sein Handelssystem günstigen Zeit zu handeln. Es ist kein Geheimnis, dass Handelssysteme trendfolgend oder auf Range-Basis sein können. Ein trendfolgendes System funktioniert in einem flachen Markt nicht. Daher muss das System bei flachen Bedingungen vorübergehend angepasst werden.
Gestern scheiterte eine Reihe von ziemlich wichtigen Berichten aus der Eurozone und den USA daran, anständige Preisbewegungen zu provozieren. Die Inflation in der EU verlangsamte sich, verursachte jedoch keine bedeutenden Probleme für den Euro. Die JOLTS- und ISM-Indizes der USA fielen schwächer als erwartet aus, doch der Dollar zeigte keinen bemerkenswerten Rückgang. Der Markt bleibt abwartend und ignoriert.
5M Chart des EUR/USD

Im 5-Minuten-Zeitrahmen wurden am Dienstag mehrere Handelssignale gebildet, aber es hat keinen Zweck, sie zu analysieren. Der Bereich von 1,0797–1,0804 wurde den ganzen Tag über mehrfach durchquert und getestet. Man konnte im Voraus nicht wissen, wie die Bewegungen verlaufen würden. Die Händler hätten jedoch mit dem ersten und zweiten Signal arbeiten können. Beide erwiesen sich als falsch, führten jedoch zu keinen Verlusten. Danach war es besser, keine weiteren Positionen zu eröffnen.
Handelsstrategie für Mittwoch:
Im Stundenchart bleibt das EUR/USD-Paar in einem mittelfristigen Abwärtstrend, aber die Wahrscheinlichkeit seiner Fortsetzung nimmt ab. Da die fundamentalen und makroökonomischen Rahmenbedingungen den US-Dollar immer noch weitaus stärker begünstigen als den Euro, erwarten wir weiterhin einen Rückgang. Donald Trump übt jedoch weiterhin erheblichen Druck auf den Dollar aus, und der Markt ist sichtlich nervös und unfähig, sich auf eine klare Strategie festzulegen.
Das Paar könnte am Mittwoch seine Abwärtsbewegung wieder aufnehmen, aber diese Woche ist voller wichtiger Ereignisse, die nur noch mehr Verwirrung stiften könnten. Außerdem ist heute der 2. April, und wir haben immer noch nicht gehört, welche Zölle Trump beschlossen hat, zu erheben.
Im 5-Minuten-Chart sollten Sie für Mittwoch folgende Ebenen beachten: 1,0433–1,0451, 1,0526, 1,0596, 1,0678, 1,0726–1,0733, 1,0797–1,0804, 1,0859–1,0861, 1,0888–1,0896, 1,0940–1,0952, 1,1011, 1,1048.
Von den wichtigen Berichten ist der ADP-Beschäftigungsbericht in den USA zu erwähnen, obwohl er bedingt wichtig ist. Während es zu diesem Bericht eine gewisse Marktreaktion geben mag, ist der Nonfarm-Payrolls-Bericht, der am Freitag veröffentlicht wird, kritischer, da er ein klareres Bild der Arbeitsmarktbedingungen vermittelt.
Wesentliche Regeln des Handelssystems:
- Signale: Je kürzer die Zeit, die ein Signal zur Bildung (Rückprall oder Ausbruch) benötigt, desto stärker ist das Signal.
- Falsche Signale: Wenn zwei oder mehr Trades in der Nähe eines Levels zu falschen Signalen führen, sollten nachfolgende Signale von diesem Level ignoriert werden.
- Seitwärtsmärkte: In Seitwärtsbedingungen können Paare viele falsche Signale generieren oder gar keine. Es ist besser, den Handel bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtsmarktes einzustellen.
- Handelszeiten: Eröffnen Sie Trades zwischen dem Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der US-Sitzung, und schließen Sie dann alle Trades manuell.
- MACD-Signale: Handeln Sie im Stundenchart nur MACD-Signale in Zeiten guter Volatilität und eines klaren Trends, der durch Trendlinien oder Trendkanäle bestätigt wird.
- Nahe Ebenen: Wenn zwei Ebenen zu nah (5–20 Pips Abstand) beieinander liegen, behandeln Sie sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone.
- Stop Loss: Setzen Sie einen Stop Loss auf den Break-even, nachdem der Preis sich um 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat.
Wichtige Elemente auf dem Chart:
Unterstützungs- und Widerstandsebenen: Diese sind Ziellinien für die Eröffnung oder Schließung von Positionen und können auch als Punkte für Take-Profit-Orders dienen.
Rote Linien: Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
MACD-Indikator (14,22,3): Ein Histogramm und eine Signallinie, die als zusätzliche Quelle von Handelssignalen dienen.
Wichtige Ereignisse und Berichte: Diese finden sich im Wirtschaftskalender und können die Kursbewegungen stark beeinflussen. Seien Sie während deren Veröffentlichung vorsichtig oder ziehen Sie sich aus dem Markt zurück, um plötzliche Kehrtwendungen zu vermeiden.
Forex-Handelsanfänger sollten sich daran erinnern, dass nicht jeder Handel profitabel sein wird. Die Entwicklung einer klaren Strategie und die Praxis eines ordentlichen Geldmanagements sind für den langfristigen Erfolg im Handel unerlässlich.