
Heute zeigt das Währungspaar AUD/USD einen positiven Schwung und erholt sich von einem fast vierwöchigen Tiefstand.
Unterstützung erhält das Paar von der weniger "dovishen" Haltung der Reserve Bank of Australia, die erklärt hat, dass die Rückführung der Inflation auf das Zielniveau oberste Priorität hat. Zudem hat der Optimismus bezüglich der chinesischen Wirtschaft einen entscheidenden Beitrag zu den Gewinnen des australischen Dollars geleistet.
Laut den am Dienstag veröffentlichten Daten wuchs die chinesische Industriefertigung im März in der schnellsten Rate innerhalb eines Jahres. Dazu kommt ein besser als erwarteter Geschäftstätigkeitsindex in China, neben den kürzlich ergriffenen Konjunkturmaßnahmen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung, die den australischen Dollar gestärkt haben, welcher als rohstoffgebundene Währung und China-Stellvertreter gilt.
Dennoch bleiben Risiken, die mit Zöllen und den anhaltenden Handelskonflikten zwischen den USA und China verbunden sind, welche den australischen Dollar unter Druck setzen könnten. Erwartungen einer möglichen Zinssenkung der RBA im Mai könnten auch die Aufwärtsbewegung des AUD/USD-Paares begrenzen.
Gegenwärtig kalkulieren die Märkte mit einer 70-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Reserve Bank of Australia im Mai. Daher sollten Händler vorsichtig vorgehen und auf die heutigen Kommentare von US-Präsident Donald Trump zu den Reziprozitätszöllen achten, da diese erhebliche Auswirkungen auf die exportorientierte Wirtschaft Australiens haben könnten.
Aus technischer Sicht, wenn es den Bullen gelingt, sich über dem Level von 0,6300 zu halten, könnte dies den Weg für weitere Gewinne ebnen. Nach dem Überschreiten des 100-Tage-Gleitenden-Durchschnitts (SMA) wird das Paar auf einen Widerstand bei 0,6340 treffen. Ein Überwinden dieses Niveaus könnte die Tür für einen erneuten Test des Märzhöchststands öffnen.
Da jedoch der 14-Tage-Exponentielle-Gleitende-Durchschnitt (EMA) weiterhin über dem 9-Tage-EMA liegt, könnte dem Paar die nötige bullische Dynamik fehlen—insbesondere, da die Oszillatoren im Tageschart nach wie vor neutral sind und noch nicht in den positiven Bereich gekreuzt haben.
Es wäre daher ratsam, auf ein klares Signal von den Oszillatoren zu warten, bevor man richtungsweisende Positionen eröffnet.