
Gold setzt seinen Anstieg fort, da Investoren weiterhin besorgt über die aggressive Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump und deren Auswirkungen auf die globale Wirtschaft sind. Zudem dienen die anhaltenden geopolitischen Spannungen als maßgeblicher Rückenwind für den sicheren Hafen. Goldbullen sollten jedoch vor wichtigen, zollbezogenen Ankündigungen vorsichtig sein.
Jüngste makroökonomische Daten aus den USA haben Bedenken hinsichtlich einer möglichen Stagflation geweckt. Der Rückgang des Einkaufsmanagerindex (PMI) im verarbeitenden Gewerbe auf 49 Punkte deutet auf eine Schrumpfung der Geschäftstätigkeit hin – ein alarmierendes Signal für die Wirtschaft. Gleichzeitig unterstützen die Erwartungen von Zinssenkungen durch die Federal Reserve die Nachfrage nach Gold, was das Metall attraktiver macht.
Aus technischer Sicht stagnierte der Rückgang von den Höchstständen nahe dem Bereich von 3100 $, der nun als Unterstützung dient. Da sich der RSI (Relative Strength Index) in überkaufter Zone befindet, könnte eine kurzfristige Konsolidierung oder eine moderate Korrektur erwartet werden, bevor sich das Potenzial für weitere Kursgewinne entfaltet.
Ein Bruch unter das Niveau von 3100 $ würde den Weg zum Wochentief bei etwa 3076 $ eröffnen, gefolgt von einer möglichen Bewegung zum Ausbruchspunkt bei 3057 $. Der Abwärtstrend könnte sich weiter auf die Unterstützung bei 3035 $ erstrecken, wobei das psychologisch wichtige Niveau von 3000 $ als bedeutende Barriere dient. Ein Fall unter dieses Schlüsselniveau könnte den Bären die Oberhand verschaffen.
Dennoch bleibt der Weg des geringsten Widerstands für das Edelmetall nach oben gerichtet, wobei mit einer gewissen Konsolidierung zu rechnen ist, solange die täglichen Chart-Oszillatoren fest in positivem Terrain verweilen.