
Der japanische Yen verzeichnet starke Kursgewinne angesichts eines breiten Verkaufs des US-Dollars, wodurch das USD/JPY-Paar unter der wichtigen psychologischen Marke von 147,00 bleibt.
Anleger sorgen sich über die potenziellen Folgen der von US-Präsident Donald Trump verhängten wechselseitigen Zölle. Diese könnten zu einer Störung des globalen Handelssystems führen und negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Infolgedessen meiden Investoren Risiken und verlagern Kapital in traditionelle sichere Anlagen wie den japanischen Yen.
Zusätzlich erhöht die steigende Inflation in Japan die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die Bank of Japan, was den Yen weiter unterstützt. Hinzu kommt der erwartete Zinssenkungszyklus der Fed, der durch eine zollbedingte Abschwächung der US-Wirtschaft ausgelöst wurde und zu einem starken Rückgang der US-Treasury-Renditen geführt hat. Diese zunehmende politische Divergenz zwischen der Bank of Japan und der Federal Reserve ist ein weiterer Faktor, der Kapitalflüsse in den Yen treibt.
Aus technischer Sicht signalisiert der Fall unter den 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart ein Potenzial für weitere Abwärtsbewegungen im USD/JPY. Der Bruch unter die 147,00-Marke bestätigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Paar mindestens das Märztief bei etwa 146,50 erreichen wird.
Andererseits wird jeder Erholungsversuch wahrscheinlich auf Widerstand um die psychologische Marke von 148,00 stoßen. Ein Bruch über dieses Niveau könnte eine Short-Covering-Rally auslösen und das Paar in den Bereich von 148,65–148,70 drücken. Weitere Aufwärtsbewegungen würden wahrscheinlich neue Verkäufer in der Nähe der Schlüsselmarke von 149,00 oder beim 100-Perioden SMA im 4-Stunden-Chart anziehen, wodurch das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzt wird. Der 100-Perioden SMA im 4-Stunden-Zeitrahmen bleibt ein entscheidender Drehpunkt zur Bestimmung der Trendstärke.
