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FX.co ★ Kurzüberblick: Nvidia (NVDA) 2026: Rekordgewinne vs. Börsentalfahrt — Anlegerausblick

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Analysen:::2026-09-01T07:32:15

Kurzüberblick: Nvidia (NVDA) 2026: Rekordgewinne vs. Börsentalfahrt — Anlegerausblick

Kurzüberblick: Nvidia (NVDA) 2026: Rekordgewinne vs. Börsentalfahrt — Anlegerausblick

Das Unternehmen meldete einen Rekordquartalsumsatz von 96,2 Milliarden US‑Dollar, übertraf damit die Analystenschätzungen von 92,2 Milliarden US‑Dollar und verzeichnete ein Wachstum von 106 % im Jahresvergleich. Das Rechenzentrums‑Chipsegment erwirtschaftete einen Rekordumsatz von 89 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 117 % im Jahresvergleich. Der verwässerte Gewinn je Aktie (EPS) erreichte 2,22 US‑Dollar gegenüber erwarteten 2,10 US‑Dollar.

Das Management gab eine robuste Prognose für die kommenden Quartale ab. Für das dritte Quartal wird ein Umsatz zwischen 105,8 Milliarden und 110,2 Milliarden US‑Dollar erwartet. CFO Colette Kress erklärte, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2028 um 70 % wachsen werde, während der Marktkonsens lediglich 44 % prognostiziert hatte. CEO Jensen Huang stellte fest, dass sich die KI‑Infrastruktur in eine Phase des direkten Return on Investment bewegt habe, wobei die gesamten Ausgaben der Tech‑Branche für Rechenzentren von 800 Milliarden US‑Dollar in diesem Jahr auf 1,3 Billionen US‑Dollar im nächsten Jahr steigen dürften.

Zusätzlichen Rückenwind lieferten neue Vereinbarungen und Produkteinführungen. Nvidia sicherte sich einen Deal mit Amazon zur Lieferung von 2 Millionen GPUs bis 2028. Analyst Ming‑Chi Kuo berichtete über den Neustart des spezialisierten Rubin CPX‑Beschleunigers, der für die Vorverarbeitung von Nutzeranfragen vor der Antwortgenerierung konzipiert ist. Die Massenproduktion in eigenständigen Server‑Rack‑Formfaktoren ist für das erste Quartal 2027 geplant. Nach diesen Ankündigungen hoben Investmentbanken ihre Kursziele deutlich an: Raymond James rechnet mit 515 US‑Dollar, Evercore ISI prognostiziert 465 US‑Dollar, Bernstein setzte ein Ziel von 400 US‑Dollar und Morgan Stanley ein Ziel von 300 US‑Dollar je Aktie.

Wesentliche Gegenwinde

Trotz Rekordprofitabilität und optimistischer Prognosen steht die Aktie vor mehreren bedeutenden Belastungsfaktoren:

  • September‑Schwäche am Aktienmarkt: Historische Daten seit 1971 zeigen, dass der technologielastige Nasdaq‑Index im September in 48 % der Fälle fällt, mit einer durchschnittlichen Rendite von −1 %. Fondsmanager, die aus den Sommerferien zurückkehren, realisieren häufig Gewinne und veräußern vor dem Ende des Fiskaljahres vor allem ihre liquidesten Positionen. Da Nvidia den Gesamtmarkt deutlich übertroffen hat, ist die Aktie mit aktiven Gewinnmitnahmen und Verkaufsdruck konfrontiert.
  • Speichermangel und Margendruck: Knappheit bei High‑Bandwidth‑Memory hat die Komponentenpreise in die Höhe getrieben, was das Unternehmen veranlasst hat, die Preise für fertige Server um 15 % anzuheben. Steigende Herstellungskosten dürften die Bruttomarge im vierten Quartal auf 71–72 % drücken (von zuvor 73 %) und damit den Nettoumsatz pro verkauftem Server verringern. Der Ende September erwartete Ergebnisbericht des wichtigen Speicherzulieferers Micron Technology wird zeigen, wie gravierend der Mangel weiterhin ist.
  • Vorwürfe des Round‑Tripping und regulatorische Prüfung: Investor Michael Burry und andere Skeptiker haben Nvidias Investition von 3,5 Milliarden US‑Dollar in MediaTek und Zusagen in Höhe von 105 Milliarden US‑Dollar für Geschäfte mit OpenAI unter die Lupe genommen. Kritiker werfen dem Chipentwickler vor, Drittunternehmen zu finanzieren, die diese Mittel wiederum zum Kauf von Nvidia‑Hardware verwenden. The Wall Street Journal berichtete zudem, dass Nvidia sein Umsatzbeteiligungsprogramm mit Cloud‑Partnern im Zuge kartellrechtlicher Untersuchungen ausgesetzt hat.
  • Neue Zolldrohungen und Verlust des chinesischen Marktes: Die Regierung von Donald Trump bereitet neue Einfuhrzölle auf Halbleiter vor, die die Kosten für den Aufbau von KI‑Infrastruktur erhöhen werden. Aufgrund bestehender Exportbeschränkungen ist Nvidias Rechenzentrumsumsatz aus China auf null gefallen, und das Unternehmen schließt den chinesischen Markt aus seinen Prognosen aus.
  • Steigende Renditen von Staatsanleihen und hohe Ölpreise: Der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, signalisierte, dass die Zinsen länger hoch bleiben werden, was die Renditen 10‑jähriger US‑Staatsanleihen auf 4,75 % trieb. Gleichzeitig ließen geopolitische Spannungen in der Straße von Hormus den Ölpreis auf über 90 US‑Dollar je Barrel steigen. Höhere Staatsanleiherenditen erhöhen die Attraktivität risikofreier Anlagen und dämpfen die Nachfrage der Investoren nach hoch bewerteten Technologieaktien.

Ausblick

Die Kursentwicklung der Nvidia‑Aktie bis Ende 2026 dürfte sich in zwei Phasen vollziehen:

  • September 2026: Gewinnmitnahmen institutioneller Investoren und saisonale Muster am breiteren Markt werden auf den Aktienkurs drücken. Hohe Zinsen und Zolldrohungen werden den Zufluss neuen Kapitals begrenzen. Ein Rückgang vom aktuellen Niveau von 220,78 US‑Dollar in die Unterstützungszone von 200–210 US‑Dollar erscheint wahrscheinlich. Ein rascher Anstieg in Richtung des Analystenziels von 300 US‑Dollar ist unwahrscheinlich, solange der saisonale Verkaufsdruck anhält.
  • Erholung im vierten Quartal 2026: Die Nachfrage nach den Next‑Generation‑Architekturen Vera Rubin und Rubin CPX wird durch die Kapitalausgabenpläne der Tech‑Branche in Höhe von 1,3 Billionen US‑Dollar gestützt. Die Partnerschaft mit Amazon und sich stabilisierende Versorgungsketten im Speicherbereich sollten helfen, das Umsatzwachstum über 70 % zu halten. Nach der Konsolidierung im September dürften Nvidia‑Aktien ihre Rallye wieder aufnehmen und das Jahr 2026 im Bereich von 250–270 US‑Dollar beenden.

Analyst InstaForex
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