
Das Währungspaar USD/CAD bleibt unter Verkaufsdruck, was die Schwächung des US-Dollars nach den neuesten Nachrichten signalisiert. Gleichzeitig führen steigende politische und geopolitische Risiken zu einem gemischten Hintergrund für sowohl den US-Dollar als auch den kanadischen Dollar.
Der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, betonte, dass die Zentralbank die Zinssätze auf Basis ihrer besten Einschätzung dessen festlegt, was dem öffentlichen Interesse dient, und nicht nach den politischen Präferenzen des Präsidenten. Diese Betonung der Unabhängigkeit der Federal Reserve hat die Marktbedenken über politischen Druck auf die Fed erhöht, was zu einem Rückgang des US-Dollar-Index von den Ende Dezember 5 erreichten Niveaus führte, die am Freitag wieder verzeichnet wurden, was weiteren Druck auf das Währungspaar USD/CAD erzeugte.
Gleichzeitig erklärte der US-Präsident Donald Trump am Sonntag, dass er ein breites Spektrum an Vergeltungsmaßnahmen in Reaktion auf die Unruhen im Iran in Erwägung zieht, einschließlich der Möglichkeit, militärische Gewalt einzusetzen. Diese Aussagen kamen inmitten des andauernden Russland-Ukraine-Konflikts und unterstützten das erhöhte Niveau der geopolitischen Spannung, was zusammen mit den verringerten Erwartungen für eine aggressivere Lockerung der Geldpolitik der Fed ein unterstützender Faktor für den US-Dollar sein könnte.

Ein weiterer negativer Faktor für die kanadische Währung ist der Tagesrückgang der Ölpreise, da der kanadische Dollar eine rohstoffabhängige Währung ist. Dadurch erhält das Währungspaar USD/CAD etwas Unterstützung.
Der Druck auf den kanadischen Dollar wird auch durch Anzeichen einer Abkühlung des heimischen Arbeitsmarktes verstärkt, was die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Canada verringert.
In den Vereinigten Staaten zeigte der am Freitag veröffentlichte wichtige Nonfarm-Payrolls-Bericht (NFP), dass die Arbeitslosenquote im Dezember auf 4,4 % gesunken ist, wodurch Bedenken über den Zustand des Arbeitsmarktes gemildert wurden. Diese Daten untermauern die Argumente für die Aufrechterhaltung der Fed-Zinssätze auf hohem Niveau über einen längeren Zeitraum, was das Ausmaß weiterer Schwäche des US-Dollars begrenzen und USD/CAD-Bären zur Vorsicht mahnen könnte.

Für bessere Handelsmöglichkeiten sollte auf die Veröffentlichung der neuesten US-Inflationsdaten geachtet werden—den Verbraucherpreisindex (CPI) und den Produzentenpreisindex (PPI) am Dienstag und Mittwoch, jeweils. Zurzeit könnten Händler eine abwartende Haltung vor diesen Veröffentlichungen einnehmen.
Aus technischer Sicht hat das Paar Unterstützung bei der 50-Tage EMA gefunden, unterhalb derer die Hauptunterstützung bei der 200-Tage SMA nahe dem Niveau von 1.3850 liegt. Sollte USD/CAD diese Niveaus nicht halten, könnten tiefere Verluste folgen.
Auf der anderen Seite wird der Widerstand nun am runden Niveau von 1.3900 gesehen, nahe dem sich die 100-Tage SMA befindet. Die Oszillatoren im Tageschart sind gemischt, was darauf hindeutet, dass das Paar sich noch nicht für eine klare Richtung im Vorfeld der für Dienstag und Mittwoch geplanten US-Datenveröffentlichungen entschieden hat.