Das GBP/USD-Währungspaar blieb am Dienstag praktisch unbeweglich, obwohl es eine Vielzahl von Handelssignalen für Marktteilnehmer gab. Spät in der Nacht zum Montag wurde bekannt, dass ein Strafverfahren gegen Jerome Powell eingeleitet wurde, das sich auf übermäßige und ungerechtfertigte Ausgaben für Renovierungsarbeiten an Fed-Gebäuden sowie bewusst falsche Aussagen gegenüber dem US-Kongress bezieht. Am Dienstag wurde der US-Inflationsbericht veröffentlicht, der meiner Meinung nach die Möglichkeit für eine aggressivere geldpolitische Lockerung im Jahr 2026 offenlässt, als der Markt derzeit erwartet. Dennoch wird sich der Leitzins voraussichtlich bei der FOMC-Sitzung im Januar nicht ändern, was den US-Dollar unterstützt. Weder der Dollar noch der Euro, weder die Bullen noch die Bären haben jedoch derzeit die Bereitschaft, sich zu bewegen oder zu handeln. Die Marktaktivität ist minimal oder extrem schwach.

Das Bullish Imbalance 12 bleibt im Moment das einzige praktikable Muster. Sollte es ungültig werden, würde dies den bullischen Trend nicht sofort beenden – es würde lediglich einen erneuten Vorstoß des Pfunds verzögern. Innerhalb dieses Musters könnte dennoch ein neues bullisches Signal entstehen, wie ich letzte Woche gewarnt habe. Bullische Händler mussten auf Unterstützung von Trump warten, um einen neuen Vorstoß zu starten, aber die Händler selbst müssen aktiv bleiben. Leider beobachten wir derzeit Marktgleichgültigkeit.
Das Chartbild zeigt folgendes: Der bullische Trend im GBP könnte als abgeschlossen betrachtet werden, nicht jedoch der bullische Trend im EUR. Sowohl der Euro als auch das Pfund könnten in naher Zukunft neue bullische Signale generieren, aber angesichts der derzeit schwachen Dynamik ist dies eine anspruchsvolle Aufgabe. Donald Trump hat einen weiteren Rückschlag für den Dollar geliefert, aber die Händler reagierten nur oberflächlich. Daher erwarte ich weiterhin, dass das britische Pfund steigt – aber dieses Wachstum wird nur eintreten, wenn der Markt Ereignisse, Nachrichten und Berichte aktiv verarbeitet.
Am Dienstag erfuhren die Händler den Inflationsstand von Dezember und waren enttäuscht, dass es im Vergleich zu November keine Veränderungen gab. Hätte sich die Inflation beschleunigt, hätte dies auf eine restriktivere Haltung des FOMC Anfang 2026 hingedeutet. Hätte sich die Inflation verlangsamt, hätte bereits Ende Januar eine Zinssenkung erwartet werden können. Der Bericht zeigte keines dieser Szenarien.
In den USA deutet der gesamte Informationshintergrund weiterhin darauf hin, dass nichts Langfristiges den Dollar unterstützt. Die Situation bleibt komplex: Der Regierungsstillstand dauerte eineinhalb Monate an, und Demokraten und Republikaner haben sich geeinigt, die Finanzierung nur bis Ende Januar sicherzustellen, was nur noch drei Wochen entfernt ist. Die Arbeitsmarktstatistiken in den USA enttäuschen weiterhin. Die letzten drei FOMC-Sitzungen endeten mit einem lockeren Entscheid, und neueste Daten deuten darauf hin, dass die Pause in der geldpolitischen Lockerung nicht lange andauern wird. Trumps militärische Aggressionen, Drohungen gegenüber Dänemark, Mexiko, Kuba und Kolumbien und die strafrechtliche Untersuchung gegen Jerome Powell verstärken das aktuelle Bild in den USA weiter. Meiner Meinung nach haben die Bullen allen Grund, einen neuen Vorstoß zu starten und das Pfund auf die Höchststände des letzten Jahres zurückzuführen.
Für das Entstehen eines bärischen Trends wäre ein starker und stabiler positiver US-Nachrichtenhintergrund erforderlich – etwas, das unter Trump unwahrscheinlich ist. Zudem möchte der US-Präsident keinen starken Dollar, da dies das Handelsdefizit verschlechtern würde. Daher glaube ich weiterhin nicht an einen bärischen Trend für GBP, trotz der signifikanten Rückgänge im September und Oktober. Zu viele Risikofaktoren lasten auf dem Dollar. Wie könnten Bären das Pfund weiter drücken, wenn der aktuelle Marktkontext einen bärischen Trend nicht unterstützt? Potenzielle Rückgänge könnten nur dann überdacht werden, wenn neue bärische Muster auftreten würden – aber derzeit existieren keine.
Wirtschaftskalender USA und Großbritannien:
- USA – Erzeugerpreisindex (13:30 UTC)
- USA – Einzelhandelsumsätze (13:30 UTC)
- USA – Verkauf bestehender Häuser (13:30 UTC)
Am 14. Januar listet der Wirtschaftskalender drei Veröffentlichungen auf, von denen keine als signifikant gilt. Der Nachrichtenhintergrund wird die Marktstimmung hauptsächlich in der zweiten Tageshälfte nur schwach beeinflussen.
GBP/USD Prognose und Handelsanleitung:
Die Aussichten für das Pfund bleiben für Händler günstig. Vier bullische Muster wurden bereits durchgearbeitet und erzeugten Signale, die es den Händlern ermöglichen, Long-Positionen zu halten. Ich sehe keine nachrichtenbasierten Gründe für einen signifikanten Rückgang im GBP in naher Zukunft.
Eine Erneuerung des bullischen Trends hätte von Imbalance 1 erwartet werden können. Bis heute hat das Pfund auf die Imbalances 1, 10, 11 und 12 reagiert. Heute könnte ein weiteres bullisches Signal innerhalb von Imbalance 12 entstehen. Das potenzielle Aufwärtsziel liegt bei 1,3725, wobei das Pfund 2026 signifikant höher steigen könnte. Sollten bärische Muster entstehen, müsste die Handelsstrategie möglicherweise angepasst werden, doch zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Grundlage für solche Änderungen.