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FX.co ★ EUR/USD-Analyse. 11. Februar. Eine Schlacht nach der anderen

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Analysen:::2026-02-11T02:38:28

EUR/USD-Analyse. 11. Februar. Eine Schlacht nach der anderen

EUR/USD-Analyse. 11. Februar. Eine Schlacht nach der anderen

Das Währungspaar EUR/USD zeigte sich am Dienstag von seiner ruhigen Seite. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, doch es hat den Märkten bereits so viele Ereignisse beschert, dass sie für mehrere Monate reichen würden. Dennoch scheint der Nachrichtenstrom nicht abzuklingen. Erst am Vortag wurde bekannt, dass die chinesische Regierung ihren Banken den Kauf von US-Staatsanleihen untersagt hat. Frei nach dem Motto: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Wir haben schon lange darauf hingewiesen, dass China einer der wenigen Akteure auf der Weltbühne ist, der bereit ist, Washington und Trump mit gleicher Härte zu begegnen. Ihr erhöht die Zölle auf unsere Produkte? Wir reagieren mit Exportbeschränkungen für seltene Erden oder stellen den Kauf eurer Treasuries ein.

China kann den USA im Bereich Handel kaum gleichwertig kontern. Es kann jedoch auf anderen Feldern gegenhalten. Bildlich gesprochen halten sowohl die USA als auch China starke Karten in der Hand, allerdings in unterschiedlichen Farben.

Infolgedessen gelang es dem Dollar nicht, sich nach dem Wochenende zu erholen, und er verlor umgehend 100 Pips. Am Dienstag konnte ein weiterer Einbruch zwar vermieden werden, doch ein solcher Rückgang scheint unausweichlich. Heute werden in den USA die Daten zu den Non-Farm Payrolls und zur Arbeitslosenquote veröffentlicht, am Freitag folgen die Inflationsdaten. Worauf würden Sie unter den aktuellen Umständen setzen? Auf einen starken Arbeitsmarkt oder auf einen weiteren Rückschlag? Natürlich können einzelne Veröffentlichungen den Dollar stützen. Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Ironie darin besteht, dass der Markt nicht den tatsächlichen Zustand des Arbeitsmarktes bewertet, sondern das Verhältnis der tatsächlichen Daten zur Prognose. Anders ausgedrückt: Der Arbeitsmarkt muss keine besonders starken Kennzahlen liefern, damit der Dollar zulegt; es genügt, wenn die Werte über der Prognose liegen.

Damit der Dollar heute zulegen kann, müssten die Non-Farm Payrolls also über 70.000 liegen, und die Arbeitslosenquote dürfte 4,4 % nicht überschreiten. Werden diese Bedingungen erfüllt, dürfte sich die US-Währung stärken. Allerdings wird dieser Anstieg voraussichtlich weder kräftig noch nachhaltig sein. Auch wenn der Markt gern das Spiel „Erwartung vs. Realität“ mitspielt, ist ihm dennoch bewusst, dass selbst 80.000 neue Stellen für ein Land wie die USA bei Weitem nicht ausreichen. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass mit jedem Non-Farm-Payrolls-Bericht die Werte für die Vormonate überarbeitet werden – in der Regel nach unten. Daher kann der Wert für Januar relativ hoch ausfallen, während die Zahlen für November und Dezember nach unten revidiert werden.

Auf dem Tages-Chart bleibt das technische Bild klar. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass der globale Aufwärtstrend, der bereits 2022 begonnen und sich 2025 nochmals verstärkt hat, zu Ende geht. In der vergangenen Woche korrigierte das EUR/USD-Paar nach einem abrupten Anstieg um 500 Pips etwas nach unten. Nun könnten wir in eine neue Phase des Trends eintreten. Einzig der CCI-Indikator sorgt für etwas Unbehagen, da er in die überkaufte Zone eingetreten ist und damit vor einer möglichen Abwärtskorrektur warnt. Die Bewegungen in dieser Woche werden jedoch eher von den makroökonomischen Daten als vom CCI-Indikator bestimmt werden. Der Dollar verliert derzeit eine Schlacht nach der anderen.

EUR/USD-Analyse. 11. Februar. Eine Schlacht nach der anderen

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares EUR/USD in den letzten 5 Handelstagen beträgt zum 11. Februar 63 Pips und wird als „durchschnittlich“ eingestuft. Wir erwarten, dass das Paar am Mittwoch in einer Spanne zwischen 1,1837 und 1,1963 gehandelt wird. Der obere Kanal der linearen Regression zeigt nach oben und signalisiert ein weiteres Wachstum des Euro. Der CCI-Indikator ist in die überkaufte Zone eingetreten und warnt vor einer möglichen Korrektur.

Nächste Unterstützungsniveaus:

  • S1 – 1,1841
  • S2 – 1,1719
  • S3 – 1,1597

Nächste Widerstandsniveaus:

  • R1 – 1,1963
  • R2 – 1,2085
  • R3 – 1,2207

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar EUR/USD setzt eine recht ausgeprägte Korrektur innerhalb des Aufwärtstrends fort. Das globale fundamentale Umfeld bleibt für den Dollar weiterhin äußerst negativ. Das Paar verbrachte sieben Monate in einer Seitwärtsbewegung, und es ist wahrscheinlich, dass jetzt die Zeit gekommen ist, den übergeordneten Trend ab 2025 wieder aufzunehmen. Dem Dollar fehlt die fundamentale Grundlage für ein langfristiges Wachstum. Daher kann der Dollar im Wesentlichen nur auf eine Seitwärtsphase oder eine Korrektur hoffen. Befindet sich der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können rein auf technischer Basis kleine Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,1719 in Betracht gezogen werden. Oberhalb der Linie des gleitenden Durchschnitts bleiben Long-Positionen mit Zielen bei 1,1963 und 1,2085 aktuell.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionskanäle helfen dabei, den aktuellen Trend zu bestimmen. Sind beide in dieselbe Richtung gerichtet, deutet dies darauf hin, dass der Trend derzeit stark ist.
  • Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20.0, smoothed) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte.
  • Murray-Level sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) zeigen auf Basis der aktuellen Volatilität den wahrscheinlichen Preiskanal an, in dem sich das Paar am nächsten Tag bewegen wird.
  • Ein Eintritt des CCI-Indikators in den überverkauften Bereich (unter -250) oder den überkauften Bereich (über +250) signalisiert eine potenzielle Trendwende in die entgegengesetzte Richtung.

Analyst InstaForex
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