Analyse von GBP/USD 5M

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Freitag seine Korrekturbewegung fort, nachdem es am Montag aus der fallenden Trendlinie ausgebrochen war. Der Kurs konnte sich weder unterhalb der Kijun-Linie (critical line) festsetzen noch oberhalb der Senkou Span B-Linie ansteigen. Das technische Bild für das Pfund ist nahezu identisch mit dem der Euro-Währung. Damit sich im Stunden-Chart ein Aufwärtstrend wiederherstellen kann, muss sich der Kurs oberhalb der Senkou Span B-Linie etablieren. Damit der Aufwärtstrend noch vor seinem eigentlichen Beginn wieder aufgehoben wird, müsste der Kurs zumindest unter die Kijun-Linie fallen.
Was den makroökonomischen Hintergrund betrifft, hatte der Dollar unserer Ansicht nach in der vergangenen Woche allen Grund für einen deutlichen Rückgang. Wir sind der Meinung, dass die jährlichen Non-farm Payrolls wichtiger sind als die Daten nur für Januar und dass der Arbeitsmarkt weiterhin Unterstützung benötigt. Wir gehen davon aus, dass die Verlangsamung der Inflation auf 2,4 % „dovish“ wirkende Perspektiven für die Fed eröffnet. Die Inflation in den USA muss sich in den kommenden Monaten nicht zwingend weiter verlangsamen, doch ihr aktuelles Niveau ist nicht hoch genug, um eine aggressive Geldpolitik zu rechtfertigen. Der Markt befindet sich somit derzeit in einer Pause, deren Abschluss abgewartet werden muss.
Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Freitag ein Verkaufssignal und drei Kaufsignale. Alle lagen im Bereich von 1,3607–1,3615. Das erste Verkaufssignal erwies sich als falsch, während die folgenden drei Kaufsignale einander wiederholten und damit nur eine einzige Long-Position zuließen. Bis zum Ende des Tages war das britische Pfund tatsächlich um etwa 25 Pips gestiegen.
COT Report

Die COT-Berichte für das Britische Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial-Trader in den letzten Jahren häufig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen der Commercial- und Non-Commercial-Trader darstellen, kreuzen sich häufig und bewegen sich in der Regel nahe der Nulllinie. Derzeit nähern sich die Linien einander an, jedoch dominieren die Non-Commercial-Trader weiterhin mit ... Verkäufen. In letzter Zeit haben Spekulanten ihre Long-Positionen deutlich ausgebaut, sodass sich die Stimmung bald ändern könnte, was sich jedoch nicht wesentlich auf das Währungspaar GBP/USD auswirkt.
Der Dollar fällt weiterhin aufgrund der Politik von Donald Trump, was im Wochenchart (Abbildung oben) klar zu erkennen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange anhalten, und die Fed wird in jedem Fall in den nächsten 12 Monaten die Zinsen senken. Die Nachfrage nach dem Dollar wird auf die eine oder andere Weise sinken. Laut dem jüngsten COT-Bericht (Stand 10. Februar) für das Britische Pfund hat die Gruppe der „Non-commercial“ 6.500 Kaufkontrakte geschlossen und 5.300 Verkaufskontrakte eröffnet. Damit verringerte sich die Netto-Position der Non-Commercial-Trader innerhalb einer Woche um 11.800 Kontrakte.
Im Jahr 2025 ist das Pfund deutlich gestiegen, doch es sollte klar sein, dass es dafür nur einen Grund gibt: die Politik Trumps. Sobald dieser Faktor wegfällt, könnte der Dollar wieder zu steigen beginnen. Allerdings weiß niemand, wann dies eintreten wird.
Analyse von GBP/USD im 1-Stunden-Chart

Im Stundenchart hat das GBP/USD-Währungspaar den Abwärtstrend durchbrochen, sodass kurzfristig mit einem Anstieg gerechnet werden kann. Bestimmte Ereignisse bremsen jedoch das Wachstum der britischen Währung oder stützen den US‑Dollar. Das ist unvermeidlich – der Kurs kann sich nicht dauerhaft nur in eine Richtung bewegen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass das britische Pfund mittelfristig steigen wird, während der US‑Dollar an Wert verliert. Daher haben lokale Aufwärtstrends derzeit gegenüber Abwärtstrends eine höhere Priorität.
Für den 16. Februar heben wir die folgenden wichtigen Niveaus hervor: 1,3201–1,3212, 1,3307, 1,3369–1,3377, 1,3437, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763, 1,3846–1,3886, 1,3948. Die Linien Senkou Span B (1,3676) und Kijun-sen (1,3607) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, das Stop-Loss-Niveau auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Laufe des Tages verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Montag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse angesetzt. Auch in den Vereinigten Staaten ist der makroökonomische Kalender leer. Den Händlern wird es heute daher an relevanten Impulsen mangeln. Mit hoher Wahrscheinlichkeit bleibt die Volatilität im Tagesverlauf gering – es sei denn, Donald Trump sorgt für eine unerwartete Schreckensmeldung.
Handelsempfehlungen:
Heute können Händler Short-Positionen mit einem Kursziel bei 1,3607–1,3615 in Betracht ziehen, falls der Kurs vom Bereich 1,3671–1,3681 nach unten abprallt. Long-Positionen werden mit einem Ziel bei 1,3751–1,3763 interessant, wenn der Kurs den Bereich 1,3671–1,3681 nach oben durchbricht.
Erklärungen zu den Abbildungen:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus – dicke rote Linien, in deren Nähe eine Bewegung auslaufen kann. Sie sind keine unmittelbaren Quellen für Handelssignale.
Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien – Linien des Ichimoku-Indikators, die vom 4‑Stunden‑Chart auf den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
Extremniveaus – dünne rote Linien, von denen sich der Kurs zuvor bereits nach oben oder unten gelöst hat. Sie dienen als Quellen für Handelssignale.
Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
Indikator 1 in den COT-Charts – die Größe der Netto-Position jeder Händlerkategorie.