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FX.co ★ EUR/USD. Smart Money. Der Dollar schwächt sich weiter ab

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Analysen:::2026-02-18T16:12:57

EUR/USD. Smart Money. Der Dollar schwächt sich weiter ab

Das Währungspaar EUR/USD befindet sich inzwischen den siebten Tag in Folge in einem Abwärtstrend. Erneut beobachten wir einen äußerst langsamen Rückgang der Notierungen der europäischen Gemeinschaftswährung, als wolle der Markt den Euro eigentlich gar nicht verkaufen und den Dollar nicht kaufen, aber dennoch von etwas dazu gezwungen werde. Meiner Einschätzung nach ist jeder Anstieg des Dollars unter den aktuellen Bedingungen nur von kurzer Dauer. Der Markt sieht derzeit keine ausreichenden Gründe für eine neue Verkaufswelle der US‑Währung, weshalb sich der Dollar nur schrittweise stärkt. Die EZB könnte vor dem Hintergrund einer rückläufigen Inflation im Jahr 2026 die Leitzinsen senken, doch selbst dieses Argument wirkt etwas konstruiert. Das zentrale Problem ist die Schwäche der aktuellen Bewegung, die uns nicht zu dem Schluss kommen lässt, dass der Markt klare Absichten hat, den Euro zu verkaufen und den Dollar zu kaufen.

EUR/USD. Smart Money. Der Dollar schwächt sich weiter ab

Im Tageschart ist deutlich zu erkennen, dass nahezu jede Aufwärtsbewegung in den letzten 12–13 Monaten stärker und steiler ausgefallen ist als jeder Rückgang. So stieg der Dollar beispielsweise vom 24. Dezember bis zum 16. Januar ebenfalls und legte 200 Punkte zu. Vom 19. bis 27. Januar brach er jedoch um 450 Punkte ein. Das „bullishe“ Ungleichgewicht 12 wurde nicht aufgehoben. Auch ein weiteres „bullishes“ Ungleichgewicht vom 9. Februar ist weiterhin intakt. Es gibt nach wie vor keine „bearishen“ Muster, und der Nachrichtenhintergrund liefert dem Dollar allenfalls zweifelhafte Unterstützung.

Das Chartbild signalisiert weiterhin eine Dominanz der Bullen. Der Aufwärtstrend ist intakt. Im Ungleichgewicht 11 wurde ein bullishes Signal gebildet, kurz darauf erschien im Ungleichgewicht 12 ein weiteres bullishes Signal. Somit können Trader Long-Positionen offen halten, bis die aktuellen Muster aufgehoben werden oder bearishe Signale entstehen. Selbst dann würde ich beim US-Dollar nicht mit einem nennenswerten Wachstum rechnen.

Am Mittwoch hatte der Nachrichtenhintergrund keinen nennenswerten Einfluss auf die Stimmung der Trader. In den USA wurden drei recht wichtige Berichte veröffentlicht, die das Währungspaar zwar in Bewegung brachten – allerdings nur geringfügig. Das technische Bild bleibt unverändert, und ich rechne weiterhin mit einer weiteren bullishen Reaktion auf die letzten beiden Ungleichgewichte.

Seit 6–7 Monaten haben die Bullen ausreichend Gründe für eine neue Offensive, und mit jeder Woche werden es nicht weniger. Dazu zählen der (in jedem Fall) dovishe Ausblick für die Geldpolitik des FOMC, die Gesamtpolitik von Donald Trump (die sich zuletzt nicht geändert hat), die Konfrontation zwischen den USA und China (in der lediglich ein vorläufiger Waffenstillstand erreicht wurde), Proteste der US-Bevölkerung gegen Trump unter dem Motto „No kings“, die Schwäche am Arbeitsmarkt, der Regierungsstillstand im Herbst (der eineinhalb Monate dauerte), der Shutdown im Februar, die militärische Aggression der USA gegenüber bestimmten Ländern, die strafrechtliche Verfolgung von Powell, die „Greenland confusion“ sowie sich verschlechternde Beziehungen zu Kanada und Südkorea. Daher wäre aus meiner Sicht ein weiterer Anstieg des Währungspaars vollkommen logisch.

Ich glaube weiterhin nicht an einen Abwärtstrend. Der Nachrichtenhintergrund lässt sich nach wie vor nur äußerst schwer zugunsten des Dollars interpretieren, weshalb ich es auch gar nicht erst versuche. Die blaue Linie markiert das Kursniveau, unterhalb dessen der Aufwärtstrend als beendet gelten könnte. Die Bären müssten den Kurs dafür um etwa 360 Punkte nach unten drücken – was angesichts des aktuellen Nachrichtenhintergrunds und des technischen Bildes, in dem es kein einziges bearishes Muster gibt, weiterhin unrealistisch erscheint.

Das nächste Aufwärtsziel für den Euro war das bearishe Ungleichgewicht bei 1,1976–1,2092 im Wochenchart, das bereits im Juni 2021 entstanden ist. Dieses Muster wurde nun vollständig ausgefüllt. Darüber lassen sich zwei Niveaus identifizieren: 1,2348 und 1,2564. Diese Niveaus entsprechen zwei Hochs im Monatschart.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

Vereinigte Staaten – Veränderung der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (13:30 UTC).

Am 19. Februar enthält der Wirtschaftskalender nur einen Eintrag, der kaum als wichtig bezeichnet werden kann. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung dürfte am Donnerstag minimal sein.

EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:

Meiner Einschätzung nach befindet sich das Währungspaar weiterhin in der Phase der Ausbildung eines Aufwärtstrends. Obwohl der Nachrichtenhintergrund die Bullen unterstützt, haben die Bären in den vergangenen Monaten regelmäßig Angriffe gestartet. Dennoch sehe ich keine realistischen Gründe für den Beginn eines Abwärtstrends.

Aus den Ungleichgewichten 1, 2, 4, 5, 3, 8 und 9 boten sich für Trader Kaufgelegenheiten für den Euro. In allen Fällen sahen wir einen gewissen Anstieg, und der Aufwärtstrend hat sich fortgesetzt. Anschließend wurde aus Ungleichgewicht 11 ein neues bullishes Signal gebildet, das es den Tradern erneut ermöglichte, Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1976 zu eröffnen. Das Ziel wurde erreicht. In der vergangenen Woche entstand im Ungleichgewicht 12 ein weiteres bullishes Signal, das Tradern eine zusätzliche Gelegenheit zum Kauf des Währungspaars eröffnete. Die formalen Kursziele liegen bei 1,2348 und 1,2564. Dieses Signal ist weiterhin nicht aufgehoben.

Analyst InstaForex
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