Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Montag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte geplant. Im Grunde ist der einzige nennenswerte Bericht der Geschäftsklimaindex in Deutschland, aber es ist hinlänglich bekannt, dass es sich dabei um einen sekundären Bericht handelt. Wir sind der Ansicht, dass die Ereignisse der vergangenen Woche ausreichen, damit der US-Dollar seinen Rückgang fortsetzt, und in dieser Woche könnten weitere Nachrichten zu Zöllen und Trumps Handelskonflikt mit der ganzen Welt, einschließlich der USA, hinzukommen. Der Euro ist aus dem absteigenden Kanal ausgebrochen, sodass der Weg nach oben für beide Währungspaare technisch frei ist.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den fundamentalen Ereignissen am Montag ragt lediglich die Rede von Christine Lagarde hervor. Es ist unwahrscheinlich, dass Lagarde ihre Rhetorik in Bezug auf die geldpolitische Ausrichtung der EZB ändert, jedoch könnte sie sich zu den neuen, den bisherigen Abkommen widersprechenden Zöllen von Donald Trump äußern sowie zur Rechtswidrigkeit sämtlicher Zölle gegen die EU im Jahr 2025. Zudem kursieren erste Gerüchte, dass die EU den Ratifizierungsprozess für das Handelsabkommen mit den USA auf Grundlage der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA aussetzen könnte. Die interessantesten Entwicklungen beginnen erst. Die Geldpolitik der Zentralbanken tritt vorübergehend in den Hintergrund.Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am ersten Handelstag der Woche kann der Markt durchaus recht aktive Bewegungen zeigen, da sich die Ereignisse der vergangenen Woche auf die laufende Woche übertragen können. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1830–1,1837 gehandelt werden, während das Britische Pfund in der Spanne von 1,3529–1,3543 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes, nachhaltiges Wachstum der US‑Währung, während sich der Trend für den Euro nach oben gedreht hat.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Durchbruch des Niveaus) benötigt wird. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau zwei oder mehr Trades auf der Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder überhaupt keine Signale generieren. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsphase einzustellen.
- Trades werden in dem Zeitraum zwischen dem Beginn der europäischen Sitzung und bis zur Mitte der US‑Sitzung eröffnet, danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Auf dem Stunden‑Chart sollten Signale des MACD‑Indikators idealerweise nur gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung ist es ratsam, den Stop Loss auf Break-even nachzuziehen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Ziele für das Eröffnen von Kauf‑ oder Verkaufstrades. Take-Profit‑Niveaus können in ihrer Nähe platziert werden.
- Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
- Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als zusätzlicher Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um eine scharfe Trendumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein umsichtiges Money‑Management sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.