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FX.co ★ EUR/USD Prognose für den 23. Februar 2026

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Analysen:::2026-02-23T10:47:05

EUR/USD Prognose für den 23. Februar 2026

EUR/USD Prognose für den 23. Februar 2026

Am Freitag drehte das Währungspaar EUR/USD zugunsten der europäischen Gemeinschaftswährung und stieg in Richtung des 50,0%-Fibonacci-Niveaus bei 1,1830. Ein Rückprall von diesem Niveau würde den US‑Dollar begünstigen und zu einem Rückgang in Richtung des 61,8%-Korrektur­niveaus bei 1,1770 führen. Eine Konsolidierung oberhalb von 1,1830 würde hingegen weiteres Wachstum in Richtung des 38,2%-Korrektur­niveaus bei 1,1889 unterstützen.

Das Wellenbild im Stunden-Chart bleibt übersichtlich. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle konnte das vorherige Hoch nicht überwinden, während die letzte Abwärtswelle das vorherige Tief durchbrochen hat. Damit bleibt der Trend „bärisch“. Die Bullen haben in dem zuvor breit angelegten Angriff, der ohne Donald Trump kaum möglich gewesen wäre, eine Pause eingelegt – und diese Pause hat sich deutlich in die Länge gezogen. Allerdings könnte die faktische Weigerung des US‑Präsidenten, der Entscheidung des Supreme Court Folge zu leisten, die Bullen wieder an den Markt zurückbringen.

Am Freitag unterstützte der Nachrichtenhintergrund ausschließlich die Bullen. Die Konjunkturdaten sind ein eigenes Thema; das wichtigste Ereignis fand am Freitagabend statt. Der Supreme Court der Vereinigten Staaten entschied, dass sämtliche von Trump im Jahr 2025 gegen bestimmte Länder verhängten Handelsabgaben rechtswidrig waren, da sie nur mit Zustimmung des US‑Kongresses eingeführt werden dürfen. Infolgedessen wurden alle nicht-sektoralen Zölle aufgehoben – was die Gesamtsituation jedoch nicht veränderte.

Donald Trump führte umgehend neue Zölle von 10% für alle Länder der Welt auf Grundlage des Trade Act von 1974 ein. Am Samstag setzte er den maximal zulässigen Zollsatz auf 15% fest. Damit werden amerikanische Verbraucher und Unternehmen in den nächsten 150 Tagen zusätzlich 15% auf sämtliche Importe in die Vereinigten Staaten zahlen. Darüber hinaus bleiben alle sektorspezifischen Zölle (auf Stahl, Aluminium, Automobile) in Kraft. Daher ist schwer zu sagen, ob sich die Lage im Handel nach der Gerichtsentscheidung verbessert oder verschlechtert hat. Eines ist klar: Trump hat nicht vor, auf seinen „Handelshammer“ zu verzichten. Anleger, die auf ein Ende des Handelskriegs gehofft hatten, verließen den Markt rasch wieder, und der Dollar läuft Gefahr, in eine neue, lang anhaltende Abwärtsphase einzutreten.

EUR/USD Prognose für den 23. Februar 2026

Im 4-Stunden-Chart prallte das Paar vom 61,8%‑Korrekturlevel bei 1,1748 ab und drehte zugunsten des Euro, wobei es sich oberhalb des 76,4%‑Fibonacci-Levels bei 1,1813 stabilisierte. Damit könnte der Aufwärtsprozess sich bis zum nächsten Korrekturlevel von 100,0% bei 1,1919 fortsetzen. Eine Konsolidierung unterhalb von 1,1813 würde den US‑Dollar begünstigen und einen neuen Rückgang in Richtung 1,1748 unterstützen, doch angesichts der jüngsten Ereignisse fällt es mir schwer, an eine Dollar-Stärke zu glauben. Aktuell sind auf keinem Indikator neue Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report

EUR/USD Prognose für den 23. Februar 2026

In der letzten Berichts­woche schlossen professionelle Trader 7.155 Long-Positionen und 1.330 Short-Positionen. Die Stimmung der „Non-commercial“-Gruppe bleibt dank Donald Trump und seiner Politik bullisch und verstärkt sich im Zeitverlauf weiter. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt nun bei 312.000 gegenüber 137.000 Short-Positionen – ein mehr als doppelt so großer Vorteil für die Bullen.

Über dreiunddreißig Wochen in Folge reduzierten große Marktteilnehmer ihre Short-Positionen und bauten Long-Positionen auf. Dann kam es zu einem „Shutdown“, und nun beobachten wir erneut dasselbe Muster: Professionelle Trader erhöhen weiter ihre Long-Engagements. Die Politik von Donald Trump bleibt der wichtigste Faktor für Trader, da sie zahlreiche Probleme schafft, die langfristige strukturelle Folgen für die USA haben könnten – etwa eine deutliche Verschlechterung des Arbeitsmarktes (2025), einen Rückgang der globalen Reputation und Kapitalabflüsse aus den USA. Händler fürchten zudem einen möglichen Verlust der Unabhängigkeit der Federal Reserve im Jahr 2026 sowie Trumps geopolitische Ambitionen.

Wirtschaftskalender für die USA und die Europäische Union

  • Europäische Union – Deutscher Geschäftsklimaindex (09:00 UTC).

Am 23. Februar enthält der Wirtschaftskalender nur einen sekundären Termin. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung dürfte am Montag äußerst gering sein.

EUR/USD Prognose und Trading-Tipps

  • Verkauf: Möglich im Stundenchart bei einem Abprall von 1,1830 mit Zielen bei 1,1770 und 1,1696.
  • Kauf: War möglich nach einer Konsolidierung oberhalb von 1,1770 im Stundenchart mit Ziel 1,1830 (dieses Ziel wurde erreicht). Neue Long-Positionen können bei einem Schlusskurs oberhalb von 1,1830 mit Ziel 1,1889 in Betracht gezogen werden.

Die Fibonacci-Grids sind im Stundenchart von 1,1805–1,1578 und im 4-Stunden-Chart von 1,1919–1,1471 gezogen.

Analyst InstaForex
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