Trade-Review und Empfehlungen zum Handel mit dem japanischen Yen
Der Test des Niveaus von 155,87 erfolgte, als sich der MACD-Indikator bereits deutlich von der Nulllinie nach oben entfernt hatte, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Dollar nicht gekauft und die Aufwärtsbewegung verpasst.
Als Nächstes richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf die Veröffentlichung mehrerer wichtiger makroökonomischer Indikatoren. Eines der Schlüsselerereignisse wird die Veröffentlichung des Producer Price Index (PPI) sein – sowohl der Gesamtindex als auch der Kernindex ohne Lebensmittel- und Energiepreise. Diese Daten geben Aufschluss über den Inflationsdruck in den frühen Phasen des Produktionszyklus. Ein Anstieg dieser Indikatoren könnte zu einem weiteren Anstieg des USD/JPY-Paares führen.
Im Anschluss daran werden die Daten zum Chicago PMI veröffentlicht. Starke Chicago-PMI-Zahlen, die auf Stabilität oder Wachstum der industriellen Aktivität hindeuten, werden als positives Signal für die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven gewertet. Zusammengenommen dürften diese Berichte die Richtung des Dollars gegenüber dem Yen bis zum Ende der Woche bestimmen.
Werden hingegen schwache Daten veröffentlicht – etwa wenn der PPI unter den Prognosen liegt oder der Chicago PMI eine Abschwächung signalisiert –, könnte der Markt seine Erwartungen in Bezug auf die US-Wirtschaft und die Politik der Federal Reserve neu bewerten. Dies würde den Dollar schwächen und den Druck auf USD/JPY wieder erhöhen, wie bereits in der asiatischen Handelssitzung zu beobachten war.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute USD/JPY beim Erreichen des Einstiegspunkts um 156,23 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel im Bereich von 156,52 (dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 156,52 beabsichtige ich, Long-Positionen zu schließen und in Gegenrichtung Short-Positionen zu eröffnen (erwartete Bewegung von 30–35 Punkten ab diesem Niveau). Ein Anstieg des Währungspaares ist heute nach starken Konjunkturdaten zu erwarten. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, USD/JPY zu kaufen, wenn das Niveau von 156,00 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das begrenzt das Abwärtspotenzial des Paares und führt zu einer Aufwärtskorrektur. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Marken von 156,23 und 156,52 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY nach einem Ausbruch unter 156,00 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was zu einem raschen Rückgang des Paares führen dürfte. Das wichtigste Ziel der Verkäufer wird der Bereich um 155,74 sein, wo ich Short-Positionen schließen und unmittelbar in Gegenrichtung Long-Positionen eröffnen möchte (erwartete Bewegung von 20–25 Punkten ab diesem Niveau). Der Druck auf das Paar dürfte bei schwachen Konjunkturdaten zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, USD/JPY zu verkaufen, wenn das Niveau von 156,23 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das begrenzt das Aufwärtspotenzial des Paares und führt zu einer Abwärtskorrektur. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Marken von 156,00 und 155,74 ist dann zu erwarten.

Diagrammerklärung
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Kaufpositionen des Instruments;
- Dicke grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne manuell zu sichern, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Verkaufpositionen des Instruments;
- Dicke rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne manuell zu sichern, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Markteintritt mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, platzieren Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler eine grundsätzlich verlustreiche Strategie.