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FX.co ★ Amerikanischer Dollar: Wöchentliche Vorschau

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Analysen:::2026-03-01T22:29:50

Amerikanischer Dollar: Wöchentliche Vorschau

Amerikanischer Dollar: Wöchentliche Vorschau

Seit mehreren Wochen in Folge möchte ich die „Weekly Dollar Preview“ nicht mehr mit dem Satz beginnen: „Alles wird von den US‑Nachrichten abhängen.“ Aber leider (oder zum Glück) gibt es keine andere treffende Formulierung. Am Wochenende haben auf der Welt gleich zwei neue‑alte Kriege begonnen. Zum einen hat Donald Trump mit Hilfe Israels tatsächlich eine militärische Intervention im Iran eingeleitet, die sich nach einem Tag als vollwertiger Krieg in der Region darstellt, in den nicht nur Israel, die USA und der Iran verwickelt sind. Die Antwort des Iran zielt auf die vollständige Vernichtung allen Lebens, und die Verbündeten der USA wiederum legen Teheran und andere Städte ebenfalls in Schutt und Asche. Insgesamt ist der Konflikt dieses Mal ernsthaft eskaliert und könnte sich über Wochen und Monate hinziehen. Trotz des Todes des obersten Befehlshabers des Iran, Ali Khamenei, haben seine engsten Vertrauten und Mitstreiter die Führung übernommen, sodass von einer Einstellung der Kampfhandlungen keine Rede sein kann und der politische Kurs unverändert bleibt. Der Iran kämpft bis zum Äußersten und ist bereit, alles zu opfern, statt auf seine Nuklearwaffen und deren Weiterentwicklung zu verzichten.

Es bleibt nur noch zu verstehen, wie der Markt auf diese Situation reagieren wird. Einerseits haben sich die Marktteilnehmer in den vergangenen Wochen aktiv auf einen neuen Krieg vorbereitet. Andererseits konnte sich niemand vorstellen, dass in beide Richtungen Raketen fliegen und nicht nur militärische Ziele treffen würden.

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Es wird in den USA ebenfalls zahlreiche wichtige Konjunkturdaten geben: die ISM-Indizes der Geschäftstätigkeit im Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbe, die Nonfarm Payrolls- und ADP-Berichte, die Arbeitslosenquote sowie die Einzelhandelsumsätze. Die erste Märzwoche verspricht extrem aktiv zu werden. Allerdings dürfte es derzeit für jeden schwierig sein, die Bewegungen der wichtigsten Instrumente in den kommenden fünf Tagen verlässlich vorherzusagen. Die US-Daten könnten den Dollar sowohl nach oben als auch nach unten treiben. Die Reaktion des Marktes auf den Krieg im Nahen Osten lässt sich nicht prognostizieren. Als Hauptszenario schlage ich weiterhin vor, den Aufbau einer neuen Aufwärtswellenstruktur in Betracht zu ziehen, ausgehend von den Marken 1,1746 für EUR/USD und 1,3451 für GBP/USD.

Wellenanalyse von EUR/USD:

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin ein aufwärtsgerichtetes Trendsegment ausbildet. Die Politik von Trump und die Geldpolitik der Fed bleiben wichtige Faktoren für die langfristige Schwäche der US‑Währung. Die Ziele für das aktuelle Trendsegment könnten sich bis in den Bereich der 25er‑Marke erstrecken. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb der globalen Welle 5 befindet, weshalb ich im ersten Halbjahr 2026 mit steigenden Notierungen rechne. Die korrektive Struktur a‑b‑c könnte jederzeit abgeschlossen sein, da sie bereits eine überzeugende Form angenommen hat. Meiner Ansicht nach ist es nun sinnvoll, nach Zonen und Niveaus für neue Käufe mit Zielen im Bereich von 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was den 161,8 %‑ bzw. 200,0 %‑Fibonacci‑Marken entspricht.

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Wellenanalyse von GBP/USD:

Das Wellenbild des GBP/USD‑Instruments ist klar strukturiert. Die fünfwellige Aufwärtsstruktur hat ihre Ausbildung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 könnte eine deutlich umfangreichere Form annehmen. Ich gehe davon aus, dass sich das korrektive Wellenset bald abschließen könnte, woraufhin sich der Aufwärtstrend fortsetzen dürfte. Daher kann ich derzeit empfehlen, nach Gelegenheiten für neue Käufe mit Zielen oberhalb der 39er‑Marke zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und gut nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und unterliegen häufigen Veränderungen.
  2. Besteht keine Klarheit darüber, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es gibt niemals 100%ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung. Vergessen Sie nicht, schützende Stop‑Loss‑Orders zu setzen.
  4. Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

Analyst InstaForex
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