
Das Schicksal des britischen Pfunds wird zumindest zu Wochenbeginn von der Reaktion des Marktes auf die geopolitischen Ereignisse im Nahen Osten abhängen. Ich möchte daran erinnern, dass dieses Wochenende nicht nur den Beginn eines groß angelegten Krieges zwischen Iran und den Verbündeten der USA markierte, sondern auch zwischen Pakistan und Afghanistan. Zwei vollwertige militärische Konflikte, auf die der Markt bisher nicht reagieren konnte. Ist mit einer Stärkung der US-Währung zu rechnen? Meiner Ansicht nach besteht kein Anlass, sich mit Trades, Schlussfolgerungen oder Entscheidungen zu beeilen. Am Montag dürfte der Markt mit einem Gap eröffnen. Abhängig davon, in welche Richtung dieses Gap entsteht und wohin sich der Dollar über Nacht bewegt, können wir verstehen, wie der Markt diese beiden neuen „Hotspots“ auf der Landkarte einschätzt.
Zur Erinnerung: Das Instrument GBP/USD befindet sich an einem Scheideweg. Hält die Marke von 1,3451, die 61,8 % auf der Fibonacci-Skala entspricht, nicht stand, dann dürfte die Abwärtswellenstruktur, die Ende Januar begonnen hat, eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Persönlich würde ich ein solches Szenario gerne vermeiden, da das Wellenbild seit letztem November nahezu perfekt aussieht. Ich würde es nur ungern durch komplexe Korrekturstrukturen „verderben“.
Der Nachrichtenhintergrund im Vereinigten Königreich wird in der kommenden Woche eher schwach ausfallen. Abgesehen von den endgültigen Schätzungen der Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs-, Industrie- und Bausektor wird in der Eurozone nichts besonders Interessantes veröffentlicht. Folglich wird sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf die Geopolitik und die Nachrichten aus den USA konzentrieren. Und aus den USA wird es reichlich Meldungen geben. Donald Trump kommentiert die Ereignisse im Iran fast im Stundentakt wie ein routinierter Analyst, droht weiter und fordert eine vollständige Kapitulation. Zusätzlich werden in den USA Berichte zur Geschäftstätigkeit, zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit veröffentlicht. Es dürfte also eine sehr interessante Woche werden. Meiner Meinung nach ist das Pfund gut positioniert, um mit der Ausbildung einer neuen Aufwärtswellenstruktur zu beginnen.
Wellenanalyse von EUR/USD:
Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrend ausbildet. Die Politik von Trump und die Geldpolitik der Fed bleiben bedeutende Faktoren für den langfristigen Rückgang der US-Währung. Die Ziele für das aktuelle Trendsegment könnten sich bis in den Bereich der 25er-Figur erstrecken. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb des Rahmens der globalen Welle 5 befindet, weshalb ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mit steigenden Notierungen rechne. Die Korrekturstruktur a-b-c könnte jederzeit abgeschlossen sein, da sie bereits eine überzeugende Form angenommen hat. Ich halte es nun für sinnvoll, nach Bereichen und Niveaus für neue Käufe mit Zielen um 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was 161,8 % bzw. 200,0 % auf der Fibonacci-Skala entspricht.
Wellenanalyse von GBP/USD:
Das Wellenbild des Instruments GBP/USD ist klar erkennbar. Die fünfwellige Aufwärtsstruktur hat ihre Ausbildung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 kann eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Ich gehe davon aus, dass die Bildung eines korrektiven Wellenbündels bald enden könnte, woraufhin sich der Aufwärtstrend fortsetzen dürfte. Daher kann ich nun dazu raten, nach Einstiegschancen für neue Käufe mit Zielen oberhalb der 39er-Figur zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen.
Zentrale Grundsätze meiner Analyse:
- Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und unterliegen häufigen Änderungen.
- Wenn kein Vertrauen in das Marktgeschehen besteht, ist es besser, nicht in den Markt einzusteigen.
- Es gibt niemals 100 % Sicherheit in Bezug auf die Bewegungsrichtung. Vergessen Sie nicht die schützenden Stop-Loss-Orders.
- Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

