Analyse makroökonomischer Berichte:

Am Montag stehen mehrere makroökonomische Berichte auf dem Kalender, von denen die meisten jedoch voraussichtlich nur geringe Bedeutung haben werden. In Deutschland wird am Morgen ein Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht, gefolgt von den zweiten Schätzungen der Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, die EU und das Vereinigte Königreich. Zweite Schätzungen weichen nur selten von den ersten ab, daher erwarten wir auf diese Veröffentlichungen keine nennenswerte Marktreaktion – zumindest nichts Auffälliges. Am Nachmittag wird dann der deutlich wichtigere ISM-Index zur Industrieaktivität in den USA veröffentlicht, zu dem es nur eine Schätzung gibt. Daher sollte die Hauptaufmerksamkeit diesem Index und den Ereignissen im Nahen Osten gelten.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den wichtigen Ereignissen am Montag ist die Rede der EZB-Präsidentin Christine Lagarde zu nennen. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die aktuelle Position der EZB derzeit keine Fragen aufwirft. Die EZB fürchtet sich nicht vor einer Verlangsamung der Inflation auf 1,7 % im Jahresvergleich, weshalb Christine Lagarde den Tradern aller Wahrscheinlichkeit nach keine neuen Erkenntnisse zur Geldpolitik liefern wird. Stattdessen könnte Lagarde auf den Krieg im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus eingehen und kommentieren, wie sich diese Ereignisse auf die Ölpreise und deren Konsequenzen auswirken werden.Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am ersten Handelstag der Woche könnte der Markt eine gewisse Bandbreite an Bewegungen aufweisen, da die Ereignisse im Nahen Osten den Dollar regelmäßig erschüttern können. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1745–1,1754 gehandelt werden, und das britische Pfund in der Spanne von 1,3437–1,3446. Wir sehen derzeit keine Grundlage für ein starkes, anhaltendes Wachstum der US‑Währung.
Wesentliche Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es zur Ausbildung des Signals (Abprall oder Ausbruch) benötigt. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale ausbilden. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, den Handel einzustellen.
- Trades sollten in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sind alle Positionen manuell zu schließen.
- Auf dem Stunden-Chart ist es vorzuziehen, auf Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs‑ oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Bewegt sich der Kurs 15–20 Pips in die richtige Richtung, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Preisbereiche, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit‑Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es jetzt vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt ganz verlassen werden, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten beachten, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.