
Der Krieg im Iran hat in der Nacht zum Samstag begonnen und sich innerhalb weniger Tage rasch zu einem globalen Konflikt ausgeweitet. An den militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sind derzeit nicht nur Israel, die USA und der Iran beteiligt, sondern auch nahezu alle Nachbarstaaten, die entweder die USA unterstützen oder das iranische islamische Regime stärken. Damit hat sich der Krieg von einer „Eins-zu-eins“-Konfrontation zu einem „Bündnis gegen Bündnis“ entwickelt. Die iranische Koalition ist der amerikanischen zwar deutlich unterlegen, aber es ist wichtig zu verstehen, dass Angriffe auf fremdem Territorium immer deutlich schwieriger sind als die Verteidigung des eigenen Landes.
Vereinfacht gesagt müssen die Gegner des Iran etwa den dreifachen Aufwand betreiben, um Infrastruktur zu zerstören, Territorien zu erobern oder andere Ziele zu erreichen, als der Iran aufwenden muss, um sein eigenes Gebiet, seine Infrastruktur, seine Souveränität und Unabhängigkeit zu verteidigen. Wie die ersten Tage des Konflikts gezeigt haben, ist der Iran einerseits nicht bereit zu schweigen und gewillt, auf sämtliche Ziele zu reagieren, die direkt oder indirekt mit den USA oder Israel in Verbindung stehen. Andererseits verfügt Teheran über genügend Raketen und Waffen, um ohne Zurückhaltung Angriffe auszuführen.
Unterdessen stellt sich an den Märkten, die von Panik, Schock und einer Flucht aus Risikoanlagen geprägt sind, die Frage, wie lange der Krieg im Iran andauern könnte. Diese Frage ist äußerst schwer zu beantworten, da die Initiative bei Donald Trump liegt. Nur Trump kennt seine Pläne. Zudem können sich die Pläne des amerikanischen Präsidenten an einem einzigen Tag fünfmal ändern. Daher unternehme ich persönlich nicht einmal den Versuch, den Zeitpunkt des Kriegsendes und seine Folgen für die Welt und die Finanzmärkte vorherzusagen.

Am Montag erklärte Trump, dass die Militäroperation im Iran 4–5 Wochen dauern könnte. Nach Aussage des amerikanischen Präsidenten werde so viel Zeit benötigt, um die militärische Führung des Landes auszuschalten. Trump fügte hinzu, dass die amerikanischen Streitkräfte dem Zeitplan voraus seien, weshalb der Krieg früher enden könnte. Er erwähnte außerdem, dass die USA bei Bedarf bereit seien, so lange zu kämpfen, wie es nötig ist. Außenminister Marco Rubio stellte klar, dass es keine konkreten Zeitvorgaben für die militärische Intervention gibt. Es seien klare Ziele definiert worden, und der Krieg werde fortgesetzt, bis diese Ziele erreicht sind. Rubio wies zudem darauf hin, dass die schwierigsten und zerstörerischsten Angriffe für die amerikanischen Streitkräfte noch bevorstehen. In der Folge könnten sich die Märkte auf eine Eskalation des Konflikts und stärkere Vergeltungsschläge des Iran in naher Zukunft einstellen. Eine baldige Verbesserung der Lage ist eher unwahrscheinlich.
Wellenstruktur für EUR/USD:
Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrend ausbildet. Die Politik Trumps und die Geldpolitik der Fed bleiben entscheidende Faktoren für die langfristige Abschwächung der US‑Währung. Die Ziele für den aktuellen Abschnitt des Trends könnten den Bereich der 1,25 erreichen. Gegenwärtig gehe ich davon aus, dass sich das Instrument noch in der globalen Welle 5 befindet, weshalb ich im ersten Halbjahr 2026 mit steigenden Kursen rechne. Die korrektive Struktur a-b-c-d-e kann jederzeit abgeschlossen werden, da sie inzwischen eine überzeugende Form angenommen hat. Meiner Ansicht nach ist es nun sinnvoll, nach Zonen und Niveaus für neue Käufe zu suchen, mit Zielen im Bereich von 1,2195 und 1,2367, was 161,8 % bzw. 200,0 % Fibonacci entspricht. Allerdings sollte man den Krieg im Iran berücksichtigen.
Wellenstruktur für GBP/USD:
Die Wellenstruktur des GBP/USD-Instruments ist recht eindeutig. Die fünfteilige Aufwärtsstruktur hat ihre Formation abgeschlossen, doch die globale Welle 5 kann eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Ich gehe davon aus, dass die Ausbildung eines korrektiven Wellenmusters bald beendet sein könnte und sich der Aufwärtstrend anschließend fortsetzt. Daher kann ich nun empfehlen, nach Einstiegsmöglichkeiten für neue Käufe zu suchen, mit Kurszielen oberhalb des Bereichs von 1,39. Meiner Einschätzung nach hat das britische Pfund unter Trump alle Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen, aber die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten erschweren die korrektive Struktur.
Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:
- Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und unterliegen häufig Änderungen.
- Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
- Es gibt nie und kann nie 100%ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung geben. Denken Sie immer daran, schützende Stop-Loss-Orders zu verwenden.
- Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.
