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FX.co ★ GBP/USD. 6. März. Im Fokus: der Arbeitsmarkt

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Analysen:::2026-03-06T08:45:15

GBP/USD. 6. März. Im Fokus: der Arbeitsmarkt

Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD am Donnerstag mehrere Versuche unternommen, sich im Bereich von 1,3341–1,3352 zu stabilisieren, doch insgesamt wird diese Zone derzeit von den Tradern ignoriert. Eine Stabilisierung oberhalb dieses Bereichs würde die Erwartung einer weiteren Aufwärtsbewegung in Richtung des Widerstandsbereichs von 1,3437–1,3465 rechtfertigen. Eine Stabilisierung unterhalb von 1,3341–1,3352 würde hingegen die Erwartung eines Rückgangs in Richtung der Unterstützungszone von 1,3199–1,3214 ermöglichen.

GBP/USD. 6. März. Im Fokus: der Arbeitsmarkt

Die Wellenstruktur bleibt „bearish“. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle konnte das vorherige Hoch nicht durchbrechen, während die neue Abwärtswelle das vorherige Tief unterschritten hat. Damit sich der Trend in einen bullischen umkehrt, wäre entweder eine Konsolidierung oberhalb des letzten Hochs bei 1,3573 nötig oder zwei aufeinanderfolgende bullische Wellen – etwas, das kurzfristig eher unwahrscheinlich ist. Das Nachrichtenumfeld für die britische Währung war in den vergangenen Monaten schwach, während die aktuelle geopolitische Lage den Bären am Markt einen klaren Vorteil verschafft.

Der Nachrichtenhintergrund am Donnerstag war sowohl für den Dollar als auch für das britische Pfund neutral. Heute jedoch stellt sich die Lage anders dar. In der zweiten Tageshälfte werden in den Vereinigten Staaten vier wichtige Datenveröffentlichungen erwartet, von denen zwei von besonderer Bedeutung sind. In dieser Woche haben Händler den Konjunkturdaten bisher wenig Beachtung geschenkt, da die gesamte Aufmerksamkeit auf den Krieg im Iran gerichtet war. Das Thema Iran tritt nun jedoch allmählich in den Hintergrund, was durchaus nachvollziehbar ist – der Markt kann nicht auf jeden neuen Schlag der einen oder anderen Seite reagieren.

Heute werden die Konjunkturdaten besonders wichtig sein, da weltweit mit einem Anstieg der Inflation gerechnet wird, und die Vereinigten Staaten bilden hier keine Ausnahme. Steigende Energiepreise werden zwangsläufig zu höheren Logistik- und Produktionskosten bei allen Güterarten führen. Infolgedessen könnte das Federal Reserve System in den kommenden Monaten weiterhin abwarten und schweigen. Allerdings hängt in den USA nicht alles allein von der Inflation ab. Meiner Einschätzung nach hat der Arbeitsmarkt im Januar im Vergleich zu 2025 keine deutliche Erholung gezeigt. Das Wirtschaftswachstum in den USA verlangsamte sich im vierten Quartal auf 1,4 %. Es ist durchaus möglich, dass die Federal Reserve in naher Zukunft erneut sowohl den Arbeitsmarkt als auch die Wirtschaft stimulieren muss. Ob der Arbeitsmarkt eine solche Unterstützung tatsächlich benötigt, werden die heutigen Daten zu den Nonfarm Payrolls und zur Arbeitslosenquote zeigen.

GBP/USD. 6. März. Im Fokus: der Arbeitsmarkt

Im 4-Stunden-Chart prallte das Paar von der oberen Begrenzung des abwärtsgerichteten Trendkanals ab, drehte zugunsten des US-Dollars und schloss unterhalb der Unterstützungszone bei 1,3369–1,3435. Daher kann sich die Abwärtsbewegung nun in Richtung des Niveaus von 1,3118–1,3140 fortsetzen. Ein Schlusskurs oberhalb des Abwärtskanals würde auf das Ende des bärischen Trends hindeuten. Derzeit sind auf keinem der Indikatoren neue Divergenzen zu beobachten.

Commitments of Traders (COT) Report

GBP/USD. 6. März. Im Fokus: der Arbeitsmarkt

Die Stimmung unter den Non-commercial-Tradern hat sich in der jüngsten Berichts­woche weiter eingetrübt, was unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr zufällig wirkt. Die Zahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen ging um 14.802 zurück, während die Short-Positionen um 134 sanken. Die Lücke zwischen Long- und Short-Positionen liegt nun bei rund 67.000 gegenüber 124.000.

In den vergangenen Monaten hatten die Bären häufiger die Oberhand, auch wenn die Situation bei den Kontrakten in der Euro-Währung genau umgekehrt ist. Ich glaube weiterhin nicht vollends an einen nachhaltigen Abwärtstrend beim Pfund, doch hängt nun alles nicht mehr von Wirtschaftsdaten oder Trumps Handelspolitik ab, sondern von Dauer und Ausmaß des Kriegs im Nahen Osten.

Im vergangenen Jahr wirkte das Pfund im Vergleich zum Dollar wie eine sicherere Währung – stabiler und mit einem klareren wirtschaftlichen Ausblick. In den letzten Monaten kam es jedoch zunächst zu einer Korrektur, während der Aufwärtstrend intakt blieb, und anschließend eskalierte der Konflikt im Nahen Osten beinahe täglich. Die Verhandlungen über ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sind gescheitert, weshalb der Dollar nun aus geopolitischen Gründen aufwertet. Wie lange der Dollar weiter steigen wird, hängt von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab.

Wirtschaftskalender (USA und Großbritannien)

Vereinigte Staaten

  • Nonfarm Payrolls (13:30 UTC)
  • Unemployment Rate (13:30 UTC)
  • Retail Sales Change (13:30 UTC)
  • Average Hourly Earnings Change (13:30 UTC)

Am 6. März enthält der Wirtschaftskalender mindestens zwei wichtige Ereignisse. Die Wirkung des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung könnte am Freitag in der zweiten Tageshälfte stark ausfallen.

GBP/USD-Prognose und Tipps für Trader

Ein Verkauf des Währungspaares ist heute möglich, wenn die Stundenkerze unter dem Bereich 1,3341–1,3352 schließt, mit einem Ziel bei 1,3199–1,3214. Käufe kommen in Betracht, wenn das Paar auf dem Stundenchart oberhalb von 1,3341–1,3352 schließt, mit einem Ziel bei 1,3437–1,3465. Da die Trader das Niveau 1,3341–1,3352 in den letzten Tagen jedoch weitgehend ignoriert haben, kann es ebenso sinnvoll sein, von diesem Niveau aus überhaupt nicht zu handeln.

Die Fibonacci-Raster sind im Stundenchart von 1,3341–1,3866 und im 4-Stunden-Chart von 1,3431–1,2104 ausgehend eingezeichnet.

Analyst InstaForex
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