Die Bankenbranche hat einen erbitterten Kampf gegen Regulierungspolitiken begonnen, die ihrer Ansicht nach traditionelle Finanzinstitute strukturell benachteiligen.

Informierten Kreisen zufolge erwägt das Bank Policy Institute (BPI), das die Interessen von 40 der größten US‑Banken, darunter JP Morgan, Goldman Sachs und Citigroup, vertritt, alle rechtlichen Schritte, nachdem das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) wiederholte Warnungen einflussreicher Bankenverbände und einzelner Bundesstaaten-Regulierer zur Überarbeitung der bundesweiten Lizenzierungsregeln ignoriert hat.
Große US‑Banken, die sich offensichtlich vor der Konkurrenz durch agilere Krypto‑ und Fintech‑Unternehmen fürchten, sind bereit, jüngste OCC‑Entscheidungen zur Vergabe vereinfachter Banklizenzen energisch anzufechten. Banker argumentieren, dass diese Lizenzen Fintech‑ und Krypto‑Unternehmern ermöglichen, landesweit tätig zu werden, bankähnliche Dienstleistungen anzubieten und dennoch die strengen aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu umgehen, denen etablierte Banken unterliegen.
Ihr Hauptvorwurf lautet, dass damit ungleiche Wettbewerbsbedingungen geschaffen würden. Die Banken erklären, ihre jahrelangen Investitionen in Compliance, Sicherheit und Verbraucherschutz stünden nun auf dem Spiel. Die neuen Regeln eröffneten, so ihre Sicht, eine regulatorische Lücke, durch die neue Marktteilnehmer dominante Positionen einnehmen können, ohne entsprechende Risiken oder Kosten zu tragen. Dies wiederum könne die Finanzstabilität schwächen und den Schutz für Millionen amerikanischer Einleger verringern.
Die von den Banken vorbereitete Klage zielt darauf ab, eine einheitliche Anwendung der aufsichtsrechtlichen Standards durchzusetzen. Sie bestehen darauf, dass jedes Unternehmen, das Finanzdienstleistungen anbietet – unabhängig von seiner technologischen Spezialisierung – der gleichen Überwachung unterliegen sollte. Damit sollen systemische Risiken verhindert werden, die mit einem ungebremsten Wachstum nicht‑banklicher Finanzintermediäre einhergehen, denen es an ausreichenden Rücklagen und wirksamen Risikomanagement‑Rahmen fehlt.
Die Haltung der Banken wird zudem von breiteren Sorgen um die Gesamtwirtschaft gestützt. Sie befürchten, dass eine gelockerte Aufsicht über neue Marktteilnehmer unfairen Wettbewerb begünstigen, die Servicequalität verschlechtern und letztlich das Vertrauen in das Finanzsystem untergraben könnte. Vor diesem Hintergrund gilt ein Gerichtsverfahren als letzte, aber notwendige Maßnahme, um die bestehende Ordnung zu verteidigen und eine nachhaltige Entwicklung des US‑Finanzsektors sicherzustellen.
Sollten die Gerichte die Klagen der Banken nicht ernst nehmen, wäre dies ein großer Erfolg für die Kryptowährungsbranche. Mit einer raschen Entscheidung ist jedoch nicht zu rechnen – man erinnere sich nur daran, wie lange sich das Verfahren der SEC gegen Ripple hingezogen hat.
Handelsempfehlungen

Bitcoin
Käufer zielen derzeit auf eine Rückkehr zu 71.300 $, was den Weg direkt in Richtung 73.000 $ und anschließend 74.600 $ öffnen würde. Das am weitesten entfernte Aufwärtsziel ist das Hoch nahe 77.400 $; ein Ausbruch darüber würde auf Versuche hindeuten, den Bullenmarkt wieder aufzunehmen. Auf der Unterseite werden Käufer im Bereich von 69.300 $ erwartet. Ein Rückfall unter diese Zone könnte BTC rasch in Richtung 66.700 $ drücken, mit einem weiteren Abwärtsziel nahe 64.900 $.

Ethereum
Ein klarer Schlusskurs über 2.078 US-Dollar würde den Weg in Richtung 2.169 US-Dollar eröffnen. Das entfernteste Aufwärtsziel ist das Hoch in der Nähe von 2.279 US-Dollar; ein Ausbruch darüber würde auf eine stärkere bullische Stimmung und ein erneutes Käuferinteresse hindeuten. Auf der Unterseite werden Käufer bei 2.007 US-Dollar erwartet. Ein Rückgang unter diesen Bereich könnte ETH schnell in Richtung 1.915 US-Dollar schicken, mit einem weiteren Abwärtsziel in der Nähe von 1.845 US-Dollar.
Was im Chart zu sehen ist
- Die roten Linien markieren Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, an denen der Kurs voraussichtlich entweder pausiert oder scharf reagiert.
- Die grüne Linie zeigt den 50-Tage-Durchschnitt.
- Die blaue Linie ist der 100-Tage-Durchschnitt.
- Die hellgrüne Linie ist der 200-Tage-Durchschnitt.
Wenn der Kurs einen dieser gleitenden Durchschnitte testet oder kreuzt, stoppt dies häufig die Bewegung oder sorgt für neuen Schwung im Markt.