Der Dollar setzte seinen Kursrückgang gestern fort. Offenbar beeinträchtigen die Entwicklungen im Nahen Osten sowie die anstehenden Sitzungen der Zentralbanken die Bereitschaft der Marktteilnehmer erheblich, weiterhin Dollar und andere sichere Anlagen zu kaufen.
Die gestrigen Aussagen von Trump, wonach der Krieg mit dem Iran in den kommenden Tagen enden werde, stärkten zwar die Nachfrage nach risikoreicheren Anlagen, obwohl solche Formulierungen in letzter Zeit recht häufig zu hören sind. Einerseits trägt dies zur Verringerung der geopolitischen Spannungen bei, was sich normalerweise positiv auf die Anlegerstimmung auswirkt. Andererseits wurden derartige Aussagen bereits viele Male zuvor gemacht, während die Bombardierungen im Nahen Osten unvermindert anhalten.
Heute richtet sich in der ersten Tageshälfte die Aufmerksamkeit der globalen Finanzmärkte auf die Veröffentlichung wichtiger makroökonomischer Daten aus der Eurozone. Konkret werden aktualisierte Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) und zur Kerninflation für Februar dieses Jahres erwartet. Diese Indikatoren sind entscheidend, um die Inflationsdynamik in der Region zu beurteilen und entsprechend die Erwartungen an die Europäische Zentralbank (ECB) in Bezug auf die weitere Geldpolitik zu formen. Die CPI-Daten ermöglichen eine Einschätzung des allgemeinen Inflationsniveaus, während der Kerninflationsindikator, der die volatilsten Komponenten wie Energiepreise und Nahrungsmittel ausklammert, ein genaueres Bild der aktuellen Preistrends liefert, denen die ECB bei ihren Zinsentscheidungen besondere Aufmerksamkeit schenkt.
Allerdings ist zu beachten, dass die Februardaten das aktuelle Preisniveau nicht vollständig widerspiegeln, da der Krieg der USA und Israels mit dem Iran, der im März begonnen hat, die Energiepreise weltweit erheblich beeinflusst hat.
Beim Pfund wird das Fehlen frischer Daten aus Großbritannien seine weitere Aufwertung erschweren. Der Mangel an makroökonomischen Informationen aus dem Vereinigten Königreich schafft Unsicherheit bei Marktteilnehmern, die sich auf Fundamentalanalysen stützen, insbesondere im Vorfeld der Sitzung der Bank of England. Ohne neue Berichte zu Inflation, Beschäftigung oder BIP werden sich die Kursbewegungen der Währung weitgehend an technischen Faktoren und spekulativer Stimmung orientieren.
Sollten die Daten weitgehend mit den Erwartungen der Ökonomen übereinstimmen, wäre es ratsam, sich an einer Mean-Reversion-Strategie zu orientieren. Weichen die Daten hingegen deutlich nach oben oder unten von den Prognosen der Ökonomen ab, bietet sich am ehesten eine Momentum-Strategie an.
Momentum-Strategie (für Ausbruch):
Für das Währungspaar EUR/USD:
- Long-Positionen bei einem Ausbruch auf dem Niveau von 1,1555 können zu einem Anstieg des Euro in den Bereich von 1,1575 und 1,1609 führen;
- Short-Positionen bei einem Ausbruch auf dem Niveau von 1,1530 können zu einem Rückgang des Euro in den Bereich von 1,1487 und 1,1448 führen;
Für das Währungspaar GBP/USD:
- Longs bei einem Ausbruch auf dem Niveau von 1,3371 können zu einem Anstieg des Pfunds in den Bereich von 1,3406 und 1,3440 führen;
- Shorts bei einem Ausbruch auf dem Niveau von 1,3355 können zu einem Rückgang des Pfunds in den Bereich von 1,3335 und 1,3306 führen;
Für das Währungspaar USD/JPY:
- Longs bei einem Ausbruch auf dem Niveau von 158,80 können zu einem Anstieg des Dollars in den Bereich von 159,18 und 159,47 führen;
- Shorts bei einem Ausbruch auf dem Niveau von 158,60 können zu einem Rückgang des Dollars in den Bereich von 158,28 und 157,93 führen;
Mean-Reversion-Strategie (für Rebound):

Für das Währungspaar EUR/USD:
- Short-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch über 1,1551 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau in Betracht gezogen;
- Long-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch unter 1,1528 bei einer Rückkehr auf dieses Niveau in Betracht gezogen;

Für das Währungspaar GBP/USD:
- Short-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch über 1,3374 bei einer anschließenden Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;
- Long-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch unter 1,3344 bei einer anschließenden Rückkehr auf dieses Niveau gesucht;

Für das Währungspaar AUD/USD:
- Short-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch über 0,7129 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau in Betracht gezogen;
- Long-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch unter 0,7100 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau in Betracht gezogen;

Für das Währungspaar USD/CAD:
- Short-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch über 1,3710 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;
- Long-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch unter 1,3683 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau gesucht;