Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kursniveaus von 1,1600 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich vom Nullpunkt nach oben zu bewegen, was einen korrekten Einstiegspunkt für Euro-Käufe bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar um 15 Punkte.
Die Daten des deutschen IFO-Wirtschaftsforschungsinstituts, die die Erwartungen der Ökonomen leicht übertrafen, konnten dennoch kein nennenswertes Wachstum des Euro auslösen. Obwohl eine Abschwächung der Geschäftstätigkeit weithin erwartet worden war – insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse – zeigte der Geschäftsklimaindex eine überraschende Stabilität und deutete auf ein moderates Maß an Optimismus unter den deutschen Unternehmen hin. Gleichzeitig verhinderte das Ausbleiben einer klaren Erholung oder eines schnellen Wachstums einen deutlichen Anstieg der Volatilität, sodass der Handel in relativ ruhigen Bahnen verlaufen konnte.
Für die zweite Tageshälfte wird erwartet, dass sich nur wenig ändert. Es stehen Daten zur US-Leistungsbilanz und zum Importpreisindex an. Die Leistungsbilanz spiegelt die außenwirtschaftlichen Beziehungen eines Landes wider und umfasst unter anderem den Warenverkehr, dürfte den US-Dollar kurzfristig jedoch kaum spürbar beeinflussen. Der Importpreisindex dient wiederum als Indikator für den inflationsbedingten Druck, der mit importierten Waren und Dienstleistungen zusammenhängt. Seine Entwicklung kann Aufschluss über mögliche Auswirkungen auf die inländischen Preise geben und damit auch die Erwartungen in Bezug auf die künftige Geldpolitik beeinflussen. Allerdings sind – ähnlich wie bei den Leistungsbilanzdaten – auch von der heutigen Veröffentlichung weder Überraschungen noch eine starke Marktreaktion zu erwarten.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro möglich, wenn der Kurs den Bereich um 1,1618 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1646. Bei 1,1646 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem in Betracht zu ziehen, Short-Positionen in die Gegenrichtung zu eröffnen, mit dem Ziel einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt aus. Angesichts der schwachen US-Daten ist es heute realistisch, mit einem Anstieg des Euro zu rechnen. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu kaufen, falls das Niveau von 1,1593 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Marken bei 1,1618 und 1,1646 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er das Niveau von 1,1593 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1562, wo ich den Markt verlassen und unmittelbar Long-Positionen in die Gegenrichtung eröffnen möchte (mit Ziel einer Bewegung von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Währungspaar kann jederzeit zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1618 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Marken bei 1,1593 und 1,1562 ist dann zu erwarten.

Chart-Hinweise
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Instruments;
- Breite grüne Linie – geschätztes Niveau für das Setzen von Take Profit oder das Sichern von Gewinnen, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Instruments;
- Breite rote Linie – geschätztes Niveau für das Setzen von Take Profit oder das Sichern von Gewinnen, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator: Beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten bei Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich für den Handel während Nachrichtenveröffentlichungen entscheiden, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler in der Regel eine verlustreiche Strategie.