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FX.co ★ GBP/USD. Smart Money. Das britische Pfund lässt sich Zeit

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Analysen:::2026-03-25T19:25:49

GBP/USD. Smart Money. Das britische Pfund lässt sich Zeit

Das Währungspaar GBP/USD hat in den vergangenen Tagen etwas zugelegt, doch daraus ist weder ein neues Muster noch ein Signal oder ein Liquidity Grab entstanden. Die Bewegungsrichtung hat sich in diesem Zeitraum nahezu täglich geändert, während die Aktivität der Trader sehr hoch blieb. Der Markt schwankt weiterhin hin und her, da sich der Nachrichtenhintergrund fast täglich verändert. Ein Großteil der Meldungen betrifft die „Iran-Krise“: Aus den Vereinigten Staaten kommen beschwichtigende Äußerungen, während die Rhetorik Irans deutlich aggressiver bleibt. Mit anderen Worten: Washington versucht derzeit, den Krieg zu beenden – allerdings zu seinen eigenen Bedingungen. Von außen betrachtet wirkt das so: Lasst uns den Krieg beenden, den wir begonnen haben – hier ist eine Liste von Ultimaten. Iran ist sich der Implikationen eines solchen „Waffenstillstands im Trump-Stil“ bewusst und lehnt schlicht jegliche Verhandlungen ab, die erhebliche Zugeständnisse erfordern. Teheran ist zudem bereit, weiterhin die Straße von Hormus zu blockieren. Damit bleibt der geopolitische Hintergrund eher negativ als positiv. Infolgedessen ist das Aufwärtspotenzial des Pfunds begrenzt. Gleichzeitig ignorieren die Marktteilnehmer weitgehend den konjunkturellen Hintergrund, der die britische Währung eigentlich stützen könnte.

GBP/USD. Smart Money. Das britische Pfund lässt sich Zeit

Derzeit gibt es keine bullischen Formationen, und ohne solche haben Trader keine Grundlage, um Long-Positionen zu eröffnen. Angesichts der starken täglichen Kursschwankungen in beide Richtungen kann das Fehlen von Formationen sogar von Vorteil sein. Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Rückgangs bei beiden Paaren bleibt recht hoch, und alle Überlegungen zu einem möglichen bullischen Vorstoß sind nach wie vor bloße Annahmen ohne Bestätigung oder faktische Untermauerung. Aktuell liegen überhaupt keine Formationen vor – weder neue noch alte. Die letzten beiden Ungleichgewichte können als abgeschlossen oder hinfällig betrachtet werden, da der Kurs nicht mehr auf sie reagiert. Zudem gab es in letzter Zeit keine nennenswerten Liquiditätsabgriffe. Daher müssen sich erst neue Formationen herausbilden, bevor sich klare Handelschancen ergeben.

Der Aufwärtstrend beim Pfund bleibt intakt. Solange er anhält (oberhalb der Marke von 1,3012), sollten bullische Signale stärker berücksichtigt werden. Derzeit gibt es jedoch weder bullische Formationen noch Signale, und die Geopolitik lastet weiterhin schwer auf sowohl dem Euro als auch dem Pfund.

Der Nachrichtenhintergrund am Mittwoch hätte das Pfund eigentlich stützen können, da die Inflation im Vereinigten Königreich für Februar etwas höher ausgefallen ist. Die Kernverbraucherpreise sind gestiegen, während die Hauptbeschleunigung im März erwartet wird. Sollte die Inflation wie von der Bank of England erwartet weiter anziehen, würde dies eine solide Grundlage für bullische Aktivitäten liefern – wäre da nicht die geopolitische Lage.

In den Vereinigten Staaten bleibt der übergeordnete Informationshintergrund so, dass langfristig wenig anderes als eine Schwäche des Dollars zu erwarten ist. Der Konflikt zwischen den USA und Iran ändert daran nichts. Die Ausgangslage für den US-Dollar bleibt langfristig schwierig, während nur kurzfristige Unterstützung vorhanden ist. Die Daten vom US-Arbeitsmarkt enttäuschen weiterhin häufiger, als dass sie positiv überraschen. Die militärischen Aktionen von Trump, seine Drohungen gegenüber Dänemark, Mexiko, Kuba, Kolumbien, EU-Ländern, Kanada und Südkorea, die juristischen Verfahren gegen Jerome Powell, Government Shutdowns, der Skandal um US-Eliten im Zusammenhang mit dem Epstein-Fall, die Möglichkeit eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump bis zum Jahresende und eine wahrscheinliche Wahlniederlage der Republikaner tragen alle zu dem aktuellen Bild politischer und struktureller Probleme in den Vereinigten Staaten bei. Meiner Ansicht nach haben die Bullen ausreichend Gründe, um 2026 eine erneute Aufwärtsbewegung aufzunehmen, doch derzeit konzentrieren sich die Trader in erster Linie auf die Geopolitik und die Lage am Energiemarkt.

Für einen Abwärtstrend wäre ein starker und stabil positiver Informationshintergrund zugunsten des US-Dollars erforderlich, was unter Donald Trump schwer vorstellbar ist und von der Geopolitik voraussichtlich auch nicht geliefert wird. Dennoch bleibt die Unsicherheit hoch. Sollte ein groß angelegter globaler Konflikt ausbrechen und sich die militärischen Auseinandersetzungen über den Nahen Osten hinaus auf Eurasien ausweiten, könnte der Dollar deutlich und über einen längeren Zeitraum aufwerten. Ich bleibe jedoch verhalten optimistisch und hoffe, dass es nicht dazu kommt. In diesem Fall bliebe das Aufwärtspotenzial des Dollars durch die negativen Entwicklungen im Nahen Osten begrenzt.

Wirtschaftskalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (12:30 UTC).

Am 26. März enthält der Wirtschaftskalender nur einen eher unbedeutenden Termin. Der Einfluss der Nachrichten auf die Marktstimmung dürfte am Donnerstag sehr begrenzt sein oder ganz ausbleiben.

GBP/USD Prognose und Handelsempfehlungen:

Für das Pfund bleibt der langfristige Ausblick bullisch, jedoch liegen derzeit keine aktiven bullischen Formationen vor. Der starke Rückgang des Währungspaares in den vergangenen Wochen resultierte aus einer Kombination ungünstiger Faktoren. Hätte Donald Trump keine militärischen Aktionen im Nahen Osten initiiert, wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu einem derart kräftigen Anstieg des Dollars gekommen. Dieser Rückgang könnte ebenso unerwartet enden, wie er begonnen hat. Zum jetzigen Zeitpunkt kann die bärische Phase jedoch noch nicht als abgeschlossen gelten. Imbalance 17 wurde ungültig, was jedoch bislang nicht zur Entstehung neuer bullischer Formationen geführt hat.

Analyst InstaForex
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