Montags-Handelsanalyse:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD zeigte am Montag ebenfalls eine Abwärtsbewegung. An diesem Tag fehlten makroökonomische Impulse; daher könnte der jüngste Rückgang des Paares durch neue Aussagen von Donald Trump oder sogar durch deren Ausbleiben ausgelöst worden sein, denn der Markt benötigt derzeit keinen zwingenden Grund, um US-Dollar zu kaufen. Händler rechnen mit einem US-Angriff auf die Insel Kharg, über die 90 % der iranischen Ölexporte laufen, warten auf eine Schließung der Meerenge Bab al-Mandab und erwarten alles Mögliche – nur keinen Waffenstillstand. Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass der Dollar weiterhin stetig aufwertet, während der Markt andere Faktoren weitgehend ignoriert. Aus technischer Sicht wurde die aufsteigende Trendlinie bereits am vergangenen Freitag durchbrochen, sodass der aktuelle Rückgang völlig gerechtfertigt ist. Das Problem besteht darin, dass wir nach wie vor keinen ausgeprägten Aufwärtstrend beim britischen Pfund gesehen haben. Trotz der Bereitschaft der Bank of England, den Leitzins im nächsten Monat anzuheben, bleiben die makroökonomischen Daten von der anderen Seite des Atlantiks sehr schwach.
5M-Chart des GBP/USD-Paares
Im 5-Minuten-Chart wurden am Montag drei Handelssignale generiert. Zunächst durchbrach das Paar den Bereich 1,3259–1,3267, doch das Kaufsignal stellte sich als falsch heraus, was zu einem Verlust führte. Anschließend bildete sich im selben Bereich ein Verkaufssignal, woraufhin der Preis zunächst in den Bereich 1,3203–1,3212 fiel und diesen anschließend nach unten durchbrach. Mit dem zweiten Signal konnten Anfänger somit etwa 60 Pips verdienen.Wie man am Dienstag handelt:
Im Stundenchart wurde der jüngste Aufwärtstrend des GBP/USD-Paares gebrochen. Es gibt keine übergeordneten Gründe für einen mittelfristigen Anstieg des Dollars, daher rechnen wir damit, dass sich der globale Aufwärtstrend im Jahr 2026 fortsetzen wird. Damit dies geschehen kann, müssen sich die geopolitischen Spannungen weltweit jedoch zu entschärfen beginnen, denn derzeit ist der Dollar ausschließlich aus diesem Grund gefragt.
Am Dienstag können Anfänger erwägen, Short-Positionen zu eröffnen, falls es im Bereich 1,3203–1,3212 zu einem Abprall kommt, mit einem Ziel bei 1,3096–1,3107. Ein Ausbruch und eine anschließende Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,3203–1,3212 eröffnen die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3259–1,3267.
Im 5-Minuten-Chart kann der Handel nun auf den Niveaus 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695 und 1,3741–1,3751 basieren. Heute veröffentlicht das Vereinigte Königreich die dritte BIP-Schätzung für das vierte Quartal, während die USA den JOLTs-Bericht über offene Stellen publizieren. Trotz der Bedeutung dieser Veröffentlichungen kann es gut sein, dass der Markt sie ignoriert. Und auf den übergeordneten Trend werden sie sich mit Sicherheit nicht auswirken.
Zentrale Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es benötigt, um sich zu bilden (Abprall oder Ausbruch). Je weniger Zeit dies in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.
- Wenn auf einem bestimmten Niveau aufgrund falscher Signale zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, den Handel einzustellen.
- Trades sollten in dem Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sind alle offenen Positionen manuell zu schließen.
- Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (Abstand 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Sobald sich der Preis 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, ist der Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Quelle für Handelssignale dienen kann.
Wichtige Reden und Konjunkturberichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Kursbewegungen eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.