Handelsanalyse und Anleitung zum Trading des Euro
Die von mir markierten Niveaus wurden in der ersten Tageshälfte nicht getestet, daher hatte ich keine Trades.
Die schwache Käuferaktivität im Euro ist eine natürliche Folge der jüngsten Äußerungen von Donald Trump über eine mögliche Eskalation des Konflikts mit dem Iran sowie der enttäuschenden Einzelhandelsumsätze aus Italien. Die geopolitische Unsicherheit im Zusammenhang mit einem potenziellen militärischen Konflikt im Persischen Golf wirkt sich traditionell negativ auf die Risikobereitschaft aus, wozu auch der Euro zählt. Jede Nachricht, die auf eine verschärfte Konfrontation hindeutet, führt zwangsläufig zu Kapitalabflüssen aus der Region und zu einer erhöhten Nachfrage nach sicheren Häfen wie dem US‑Dollar. Zudem sind die schwachen Einzelhandelsumsätze in Italien ein Warnsignal für die gesamte Eurozone.
In der zweiten Tageshälfte werden die Daten zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie zur US‑Handelsbilanz veröffentlicht. Die wöchentlichen Erstanträge gelten als sensibler Indikator für den Zustand des Arbeitsmarkts. Ein deutlicher Rückgang dieses Indikators würde auf eine anhaltende Verbesserung der Beschäftigung hinweisen. Positive Arbeitsmarktdaten erhöhen in der Regel die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve und stützen den US‑Dollar.
Die Handelsbilanz spiegelt wiederum die Differenz zwischen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen wider. Ein Rückgang des Handelsdefizits wird vom Markt positiv aufgenommen, da er auf eine höhere Wettbewerbsfähigkeit inländischer Produzenten und potenziell stärkere wirtschaftliche Dynamik hindeutet. Eine Verengung des Defizits infolge der von Trump eingeführten Zölle könnte auf steigende Exporte oder sinkende Importe hinweisen.
Für die Intraday‑Strategie werde ich mich in erster Linie auf Szenario #1 und #2 stützen.
Kaufsignal
Szenario #1: Kauf des Euro heute im Bereich von 1,1535 (grüne Linie im Chart) mit einem Ziel bei 1,1567. Bei 1,1567 plane ich, den Markt zu verlassen und zugleich Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, mit einem Bewegungsziel von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur zu rechnen, wenn die US‑Arbeitsmarktdaten schwach ausfallen. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD‑Indikator über der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt zu steigen.
Szenario #2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn der Kurs die Marke 1,1514 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Das würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Umkehr nach oben auslösen. Ein Anstieg in Richtung 1,1535 und 1,1567 ist dann möglich.
Verkaufssignal
Szenario #1: Verkauf des Euro nach Erreichen von 1,1514 (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1476. Dort plane ich, den Markt zu verlassen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen (mit einem Umkehrziel von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Paar kann jederzeit zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unter der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt zu fallen.
Szenario #2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn der Kurs die Marke 1,1535 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Das würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Umkehr nach unten auslösen. Ein Rückgang in Richtung 1,1514 und 1,1476 ist dann zu erwarten.
Chart‑Übersicht
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Long‑Positionen im Instrument;
- Starke grüne Linie – empfohlene Marke für Take Profit oder manuelle Gewinnmitnahme, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Short‑Positionen im Instrument;
- Starke rote Linie – empfohlene Marke für Take Profit oder manuelle Gewinnmitnahme, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich ist;
- MACD‑Indikator – beim Markteintritt auf überkaufte und überverkaufte Bereiche achten.
Wichtig: Unerfahrene Forex‑Trader sollten beim Markteintritt äußerste Vorsicht walten lassen. Am besten bleibt man vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten ganz aus dem Markt, um heftige Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während wichtiger Nachrichten zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop‑Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop‑Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein vernünftiges Money‑Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Plan wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen allein auf Basis der aktuellen Marktsituation sind für Intraday‑Trader eine Verluststrategie.