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FX.co ★ EUR/USD. 6. April. Der US-Arbeitsmarkt erholt sich

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Analysen:::2026-04-06T09:43:19

EUR/USD. 6. April. Der US-Arbeitsmarkt erholt sich

Das Währungspaar EUR/USD setzte seinen Rückgang am gesamten Freitag fort, jedoch war die Händleraktivität an diesem Tag praktisch gleich null. Nachdem sich die Notierungen unterhalb des 100,0%-Fibonacci-Levels bei 1,1577 gefestigt hatten, könnte der Rückgang sich in Richtung des nächsten Korrekturlevels von 127,2% bei 1,1440 fortsetzen. Eine Konsolidierung oberhalb der Marke von 1,1577 würde den Euro begünstigen und eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends in Richtung des 76,4%-Korrekturlevels bei 1,1696 unterstützen.

EUR/USD. 6. April. Der US-Arbeitsmarkt erholt sich

Die Wellenstruktur im Stundenchart hat eine recht komplexe Form angenommen. Alle jüngsten Wellen haben sich in etwa in derselben Preisspanne ausgebildet und sind ungefähr gleich groß. Daher könnte man am ehesten zu dem Schluss kommen, dass ein Seitwärtsmarkt vorliegt. Meiner Ansicht nach handelt es sich dabei jedoch nicht um einen klassischen Seitwärtsmarkt. Vielmehr sind dies erratische Bewegungen, die als Folge der sich ständig ändernden geopolitischen Rahmenbedingungen entstehen. Derzeit wissen die Trader nicht, womit im Nahen Osten als Nächstes zu rechnen ist.

Am Freitag bot der Nachrichtenhintergrund den Bären die Möglichkeit, ihre in den vergangenen Wochen abgeflaute Offensive fortzusetzen. Aktuell ist klar, dass das Negativszenario für den Nahen Osten von den Tradern bereits eingepreist wurde und nun neue Faktoren für einen weiteren Rückgang erforderlich sind. Am Freitag sind solche Faktoren aufgetaucht. Der Nonfarm-Payrolls-Bericht wies die Schaffung von fast 180.000 Arbeitsplätzen aus und übertraf damit die deutlich bescheideneren Prognosen. Die Arbeitslosenquote fiel auf 4,3 %, während die Marktteilnehmer 4,4 % erwartet hatten. Damit hatte der US‑Dollar am Freitag sämtliche Chancen, seinen Anstieg fortzusetzen, doch die Trader erachteten die Konjunkturdaten erneut nicht als bedeutendes Ereignis. Es sei daran erinnert, dass wirtschaftliche Daten in den letzten Wochen von den Tradern nur selten berücksichtigt wurden. Die meiste Aufmerksamkeit gilt weiterhin der Geopolitik. Der Freitag hat deutlich gemacht, dass sich die Lage am Devisenmarkt nicht verändert hat – die Trader verfolgen nach wie vor ausschließlich die geopolitische Entwicklung. Insofern könnte sich die seitwärts gerichtete Bewegung in dieser Woche fortsetzen, sofern es im Nahen Osten nicht zu einer Eskalation kommt.

EUR/USD. 6. April. Der US-Arbeitsmarkt erholt sich

Im 4-Stunden-Chart stieg das Paar bis zum korrigierenden Niveau von 100,0 % bei 1,1474, prallte von dort ab und drehte anschließend zugunsten des US-Dollars. Damit kann der Rückgang sich in Richtung des Fibonacci-Niveaus von 100,0 % bei 1,1474 fortsetzen. Zuvor hatte das Paar den Handel über dem abwärtsgerichteten Trendkanal geschlossen, was den Ausblick für die Bullen im Vergleich zu den Bären leicht verbessert. Ausschlaggebend bleibt jedoch weiterhin die Geopolitik. In keinem der Indikatoren sind derzeit entstehende Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD. 6. April. Der US-Arbeitsmarkt erholt sich

In der letzten Berichts­woche eröffneten professionelle Händler 143 Long-Positionen und 8.915 Short-Positionen. Damit ist innerhalb von nur sieben Wochen der gesamte Vorteil der Bullen dahin. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt nun bei 200.000, während Short-Positionen auf 199.000 kommen. Noch vor zwei Monaten verfügten die Bullen unter den Non-Commercial-Tradern über mehr als einen doppelt so großen Vorsprung.

Insgesamt sehen große Marktteilnehmer den Euro langfristig weiterhin mit erheblichem Interesse. Natürlich beeinflussen verschiedenste globale Ereignisse – an denen es in den letzten Jahren wahrlich keinen Mangel gab – die Anlegerstimmung. Derzeit richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes insbesondere auf den Nahen Osten, wo sich der Konflikt weiter zuspitzt und geografisch ausweitet. Daher wird der EUR/USD‑Wechselkurs in der näheren Zukunft weniger von der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB oder von Konjunkturdaten abhängen, sondern vom Krieg im Iran. Und vorerst zieht der US‑Dollar aus dieser Situation den größtmöglichen Nutzen.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

  • USA – ISM Services PMI (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 6. April enthält einen durchaus wichtigen Termin. Der Einfluss des Newsflows auf die Marktstimmung könnte in der zweiten Hälfte des Montags spürbar werden, sofern Trader diesen Bericht nicht ebenfalls ignorieren.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps:

Verkäufe des Währungspaars waren nach einem Schlusskurs unterhalb der Marke von 1,1577 im Stundenchart mit Ziel 1,1440 möglich. Diese Positionen können weiterhin gehalten werden. Käufe werden möglich, wenn sich der Kurs über 1,1577 festsetzt, mit Ziel 1,1696.

Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart von 1,1577–1,2082 und im 4‑Stunden-Chart von 1,1474–1,2082 aus gemessen.

Analyst InstaForex
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