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FX.co ★ EUR/USD-Analyse am 15. April 2026

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Analysen:::2026-04-15T20:27:05

EUR/USD-Analyse am 15. April 2026

EUR/USD-Analyse am 15. April 2026

Das Wellenmuster im 4‑Stunden-Chart für EUR/USD hat sich verändert. Vom Abbruch des seit Januar vergangenen Jahres laufenden Aufwärtstrendabschnitts (unterer Chart) kann zwar noch keine Rede sein, aber die Wellenstruktur wirkt inzwischen sehr uneindeutig. In solchen Situationen empfehle ich stets, auf einen kleineren Zeitrahmen (oberer Chart) umzuschalten und einfachere, kleinere Wellenstrukturen zu analysieren, um kurzfristige Prognosen zu erstellen – was für das Eröffnen von Trades völlig ausreicht. Wellenstrukturen können sehr komplex sein und mehrere Szenarien zulassen. Am einfachsten lässt sich auf Basis der klassischen „Fünf-Drei“-Muster handeln.

Im obigen Chart lässt sich eine klassische fünfteilige Impulsstruktur mit einer Extension in der dritten Welle erkennen. Ist dies tatsächlich der Fall, dann ist die Bildung dieser Struktur abgeschlossen, und derzeit entwickelt sich eine Korrekturstruktur aus mindestens drei Wellen. Daher ist kurzfristig ein Anstieg der Notierungen zu erwarten, allerdings nur im Rahmen einer Korrektur gegenüber dem letzten Trendabschnitt. Vorerst fügen sich die jüngsten Wellenformationen nicht besonders stimmig in die übergeordnete Struktur ein, doch im Laufe der Zeit sollte hier mehr Klarheit entstehen. Der Euro könnte seine Erholung in Richtung der Marke von 1,1824 fortsetzen.

Das Währungspaar EUR/USD behielt den ganzen Mittwoch über einen bullischen Bias bei, obwohl die Kursbewegungen minimal waren. In diesem Stadium kann man davon ausgehen, dass die Korrekturwelle sich ihrem Ende nähert. Doch was ist im Anschluss von EUR/USD zu erwarten? Es ist zu beachten, dass auf einen impulsiven Trendabschnitt nicht zwingend eine Korrektur folgen muss. Wäre es anders, würden sich übergeordnete Trends niemals ändern – was unmöglich ist. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit, dass am 16. März ein neuer impulsiver Trendabschnitt begonnen hat, ebenfalls recht hoch. Die Geopolitik wird helfen, diese Frage zu klären.

Es muss eingeräumt werden, dass sich die Lage im Nahen Osten in den letzten Wochen deutlich entspannt hat. Obwohl der Konflikt nicht offiziell beendet ist, sind aktive Angriffe ausgeblieben. Donald Trump und J.D. Vance sprechen immer häufiger von einem umfassenden Abkommen und einem Ende des Krieges, während Iran schweigt. Es gibt jedoch keine Eskalation, was wiederum Spielraum für Deeskalation eröffnet. Vor diesem Hintergrund konnte sich der Euro erholen, doch für weitere Bewegungen werden entweder positive oder negative Nachrichten aus dem Nahen Osten nötig sein.

Meiner Ansicht nach wird der Konflikt nach und nach von selbst abklingen, was das positivste Szenario wäre. Das Weiße Haus kann gegenüber Teheran nicht nachgeben, weder seine Unfähigkeit eingestehen, Iran zur Aufgabe seiner Nuklearentwicklung zu bewegen, noch eine Niederlage im Krieg einräumen (da die Hauptziele nicht erreicht wurden). Iran seinerseits ist nicht gewillt, einen neuen Konflikt zu beginnen, hat aber ebenso wenig vor, den Forderungen Washingtons nachzukommen. Dies führt zu einer Pattsituation, aus der Washington versucht herauszukommen, ohne das Gesicht zu verlieren. Das zentrale Problem bleibt die Straße von Hormus.

EUR/USD-Analyse am 15. April 2026

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem Aufwärtstrendabschnitt (unteres Chart) befindet und sich kurzfristig innerhalb einer korrektiven Struktur bewegt. Die korrektive Wellenstruktur scheint weitgehend abgeschlossen zu sein und könnte nur dann komplexer und ausgedehnter werden, wenn ein stabiler Waffenstillstand zwischen Iran, den USA, Israel und allen anderen Ländern im Nahen Osten zustande kommt. Andernfalls gehe ich davon aus, dass sich von den aktuellen Niveaus aus eine neue abwärtsgerichtete Wellenstruktur entwickeln könnte. Ein gescheiterter Versuch, den Bereich um 1,1824 nach oben zu durchbrechen, könnte zu einer Korrektur von den jüngsten Hochs führen.

Im niedrigeren Zeitrahmen ist der gesamte Aufwärtstrendabschnitt sichtbar. Die Wellenstruktur ist nicht vollkommen standardisiert, da sich die korrektiven Wellen in ihrer Größe unterscheiden. So ist zum Beispiel die Korrekturwelle 2 höheren Grades kleiner als die interne Welle 2 innerhalb der Welle 3. Solche Fälle kommen jedoch vor. Es ist besser, sich auf klare Strukturen in den Charts zu konzentrieren, als starr an jeder einzelnen Wellenzählung festzuhalten. Der Trend könnte sich in naher Zukunft umkehren.

Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und übersichtlich sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und ändern sich häufig.
  2. Wenn keine ausreichende Klarheit über die Marktsituation besteht, ist es besser, an der Seitenlinie zu bleiben.
  3. Es gibt nie 100 % Sicherheit in Bezug auf die Marktrichtung – daher immer Stop-Loss-Orders verwenden.
  4. Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

Analyst InstaForex
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