Analyse des Donnerstagshandels:
1-Stunden-Chart von EUR/USD

Das Währungspaar EUR/USD verzeichnete am Donnerstag eine leichte Korrektur, doch der Aufwärtstrend blieb intakt. Der makroökonomische Hintergrund war gestern erneut sehr schwach; der einzige nennenswerte Bericht war die zweite Schätzung der Inflation in der Europäischen Union, die für März bei 2,6 % lag und damit leicht über den ursprünglichen Prognosen. Der Anstieg der Inflation im März war jedoch erwartet worden, sodass die Händler den makroökonomischen Daten nur wenig Beachtung schenkten. Die geopolitischen Rahmenbedingungen bleiben komplex und widersprüchlich. Donald Trump spricht fast täglich über Verhandlungen mit Iran und ein mögliches Abkommen, doch konkrete Informationen liegen derzeit nicht vor. Es ist unklar, wie die Verhandlungen enden oder ob sie überhaupt in dieser Woche stattfinden werden. Infolgedessen legte der Markt eine Pause ein, „bis sich die Umstände klären“. Grundsätzlich gilt: Wenn sich der Konflikt im Nahen Osten nicht zu einem Krieg ausweitet, wird der geopolitische Faktor in den Hintergrund treten, und in diesem Fall erwarten wir die Fortsetzung des Trends ab 2025.
5M-Chart von EUR/USD

Auf dem 5-Minuten-Chart entstanden am Donnerstag keine Handelssignale. Das Währungspaar näherte sich im Laufe des Tages keinem der Niveaus oder Zonen auch nur annähernd. Es gab daher für Anfänger keine Grundlage, neue Positionen zu eröffnen.
Wie man am Freitag handelt:
Auf dem Stundenchart bleibt der Aufwärtstrend intakt. Nach zwei Monaten ununterbrochener Dollar-Stärke, die ausschließlich durch geopolitische Faktoren getrieben war, scheint der Markt zu dem Schluss gekommen zu sein, dass dies nicht ewig so weitergehen kann. Bereits zwei Wochen in Folge wurde der Dollar abverkauft, da die Geopolitik in den Hintergrund rückt. Trader können sich wieder auf die Konjunktur und die Politik von Trump konzentrieren, bei denen der US-Dollar nur wenige Vorteile hat. In dieser Woche gab es jedoch nur wenige wichtige Ereignisse.
Am Freitag können Anfänger Short-Positionen in Betracht ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,1745–1,1754 festigt, mit einem Ziel bei 1,1655–1,1666. Neue Kaufpositionen können bei einer Erholung (Rebound) von der Zone 1,1745–1,1754 mit einem Ziel bei 1,1830–1,1837 erwogen werden.
Auf dem 5-Minuten-Chart sind die folgenden Niveaus relevant: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Freitag sind die Terminkalender sowohl der Eurozone als auch der USA völlig leer. Entsprechend warten Trader auf Nachrichten über die Verhandlungen zwischen Iran und den USA sowie zwischen Libanon und Israel.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wurden an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Positionen auf Basis von Fehlsignalen eröffnet, sind alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau zu ignorieren.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Auf dem Stundenchart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Befinden sich zwei Niveaus zu nah beieinander (5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Breakeven nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend zeigen und anzeigen, in welche Richtung aktuell bevorzugt gehandelt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können den Kursverlauf des Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.