Analyse der Montagstrades:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD handelte am Montag recht ruhig, trotz des geopolitischen Hintergrunds, der durchaus einen Sturm hätte auslösen können. Die Märkte hatten die ganze Woche auf eine neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran gewartet, doch weder am Samstag noch am Sonntag oder Montag kam es dazu. Im Grunde handelt es sich um ein weiteres diplomatisches Scheitern, auch wenn wir die Möglichkeit eines Waffenstillstands zwischen Teheran und Washington weiterhin mit großer Skepsis betrachten. Beide Konfliktparteien legen einander weiterhin Listen von Ultimaten vor, zeigen jedoch keinerlei Bereitschaft, bei den zentralen Streitpunkten Kompromisse einzugehen. Daher glauben wir nicht, dass der Krieg im Nahen Osten in absehbarer Zeit enden wird. Höchstwahrscheinlich wird er in einen langwierigen Konflikt übergehen, und die Straße von Hormus wird noch lange blockiert bleiben, selbst wenn dies nicht im besten Interesse Irans ist. Dennoch konnten wir am Montag keinen Anstieg des Dollars beobachten, was jedoch nicht bedeutet, dass er im weiteren Wochenverlauf nicht einsetzen kann. Der Einfluss des geopolitischen Faktors auf den Devisenmarkt nimmt zwar ab, kann das Zünglein an der Waage aber nach wie vor zugunsten der Bären sein.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildete sich am Montag ein Handelssignal, auf das Einsteiger problemlos hätten reagieren können. Während der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs vom Bereich 1,3476–1,3489 nach oben ab, was im Tagesverlauf zu einem Anstieg von 30 Pips führte. Diese 30 Pips waren für Anfänger leicht zu erzielen.
Wie man am Dienstag handelt:
Im Stundenchart setzt das GBP/USD-Paar seinen Aufwärtstrend fort. Es gibt keine grundlegenden globalen Voraussetzungen für ein mittelfristiges Wachstum des US-Dollars, daher erwarten wir eine Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends von 2025 im Jahr 2026. Damit dies eintritt, müssen sich die globalen geopolitischen Spannungen weiter abbauen. In jedem Fall gehen wir davon aus, dass der Dollar ohne eine ernsthafte Eskalation im Nahen Osten das Wachstum der vergangenen zwei Monate nicht mehr aufrechterhalten kann. Einzelne Ereignisse können seine Aufwertung jedoch weiterhin auslösen.
Am Dienstag können Einsteiger erwägen, Short-Positionen zu eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3476–1,3489 festsetzt, mit einem Ziel bei 1,3380–1,3386. Ein Abprall vom Bereich 1,3476–1,3489 ermöglicht die Eröffnung neuer Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3587–1,3598.
Im 5-Minuten-Chart kann derzeit an den Marken 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3476–1,3489, 1,3587–1,3598, 1,3695 und 1,3741–1,3751 gehandelt werden. Heute werden in Großbritannien Daten zu Arbeitslosigkeit, Löhnen und Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Auch wenn dies nicht die wichtigsten Berichte sind, kann eine gewisse Marktreaktion folgen. In den USA werden nur zweitrangige Konjunkturdaten erwartet.
Wichtige Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu nah beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Kursbewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend zeigen und die Richtung angeben, in die es derzeit bevorzugt ist zu handeln.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Konjunkturberichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein effektives Money-Management sind die Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.