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FX.co ★ Britisches Pfund: Wöchentliche Vorschau

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Analysen:::2026-04-26T22:41:47

Britisches Pfund: Wöchentliche Vorschau

Britisches Pfund: Wöchentliche Vorschau

In den letzten Wochen hat das britische Pfund eine Wellenstruktur ausgebildet, die der des Euro ähnelt. Natürlich gibt es Unterschiede, doch insgesamt handelt es sich ebenfalls um eine fünfwellige Abwärtsstruktur mit einer dreiwelligen Aufwärtskorrektur. Zu Beginn der neuen Woche steht das Pfund vor dem gleichen Dilemma wie der Euro: Entweder der aufwärtsgerichtete Abschnitt des Trends wird komplexer und entwickelt sich möglicherweise zu einer impulsiven Struktur, oder es bildet sich ein neuer Abwärtstrend. Ehrlich gesagt neige ich eher zu der Annahme, dass die Aufwärtsbewegung sowohl beim Euro als auch beim Pfund weitergehen wird. Donald Trump hat Schritte in Richtung Deeskalation des militärischen Konflikts mit Iran unternommen. Zumindest deuten all seine jüngsten Maßnahmen darauf hin, dass er keine Wiederaufnahme des Krieges möchte. Die Straße von Hormus steht weiterhin unter doppelter Blockade, doch eine Blockade ist kein Krieg; sie ist ein Druckmittel auf Teheran. Durch die Blockade iranischer Häfen versucht Trump, die Finanzströme nach Iran zu unterbrechen, um das Land zu einem für die USA vorteilhaften Abkommen zu drängen. Daher wird es in der kommenden Woche nötig sein, geopolitische Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen.

Vor dem Hintergrund einer ansonsten „normal“ laufenden Wirtschaft ist im Vereinigten Königreich nur ein Ereignis wirklich beachtenswert: die Sitzung der Bank of England. Die Markterwartungen sind eindeutig: Es werden keine Änderungen an den Parametern der Geldpolitik erwartet. Der Markt rechnet nicht damit, dass irgendeines der MPC-Mitglieder für eine Zinserhöhung oder -senkung stimmen wird. Abweichungen von Prognosen kommen zwar häufig vor, aber dieses Mal scheint das nicht der Fall zu sein. Folglich werden sowohl die ECB als auch die Bank of England die Zinssätze aller Voraussicht nach unverändert lassen, was die Wahrscheinlichkeit einer starken Marktreaktion auf diese Ereignisse deutlich verringert. Alle wichtigen Daten aus dem Vereinigten Königreich wurden bereits in der vergangenen Woche veröffentlicht und blieben ebenfalls weitgehend ohne Resonanz. Somit werden geopolitische Faktoren erneut in den Vordergrund rücken, zumindest für das Instrument GBP/USD. Allerdings könnten die Bewegungen des Instruments EUR/USD auch bei GBP/USD zu ähnlichen Kursverläufen führen.

Britisches Pfund: Wöchentliche Vorschau

Wellenstruktur für EUR/USD:

Auf Grundlage meiner Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem aufwärtsgerichteten Abschnitt des Trends befindet (wie im unteren Chart zu sehen), während es sich kurzfristig innerhalb einer Korrekturstruktur bewegt. Das Korrekturwellenmuster wirkt recht abgeschlossen und könnte nur dann eine komplexere, verlängerte Form annehmen, wenn sich die geopolitische Lage im Nahen Osten verbessert. Andernfalls gehe ich davon aus, dass sich von den aktuellen Niveaus aus ein neues Abwärtswellenmuster bilden kann. Wir haben die Korrekturwelle gesehen, und die weitere Entwicklung wird von den Verhandlungen zwischen Iran und den USA abhängen.

Britisches Pfund: Wöchentliche Vorschau

Wellenstruktur für GBP/USD:

Die Wellenstruktur des Instruments GBP/USD ist mit der Zeit – wie erwartet – klarer geworden. Auf den Charts ist nun eine deutlich erkennbare dreiwellige Aufwärtsstruktur zu sehen, die möglicherweise bereits abgeschlossen ist. Trifft dies zu, ist in der Folge die Ausbildung mindestens einer abwärtsgerichteten Welle zu erwarten (vermutlich Welle d). Der aufwärtsgerichtete Abschnitt des Trends könnte auch eine fünfwellige Form annehmen, doch dafür müsste sich der Konflikt im Nahen Osten beruhigen und nicht erneut aufflammen. Das Basisszenario für die kommenden Tage ist daher ein Rückgang in den Bereich der 34er Marke oder leicht darunter. Danach wird erneut alles stark von den geopolitischen Rahmenbedingungen abhängen.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und ändern sich häufig.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es kann nie eine 100%ige Sicherheit hinsichtlich der Bewegungsrichtung geben. Denken Sie immer daran, schützende Stop-Loss-Orders zu verwenden.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombinieren.

Analyst InstaForex
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