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FX.co ★ EUR/USD: 28. April – Die Pause im Nahen Osten hält an

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Analysen:::2026-04-28T18:08:05

EUR/USD: 28. April – Die Pause im Nahen Osten hält an

EUR/USD: 28. April – Die Pause im Nahen Osten hält an

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart für EUR/USD hat sich verändert. Es gibt nach wie vor keinen Hinweis auf eine Aufhebung des seit Januar letzten Jahres laufenden Aufwärtstrendsegments (unterer Chart), jedoch wirkt die Wellenstruktur inzwischen sehr uneindeutig. In solchen Situationen empfehle ich, auf einen niedrigeren Zeitrahmen (oberer Chart) zu wechseln und sich auf die einfachsten und kleinsten Wellenstrukturen zu konzentrieren, um eine kurzfristige Prognose zu erstellen, die für das Eröffnen von Positionen ausreicht. Wellenstrukturen können sehr komplex sein und mehrere Szenarien zulassen. Der einfachste Ansatz besteht darin, auf Basis des klassischen „Fünf-Drei“-Musters zu handeln.

Im obigen Chart lässt sich eine klassische fünfteilige Impulsstruktur mit verlängerter dritter Welle erkennen. Falls dies zutrifft, ist diese Struktur bereits abgeschlossen, und derzeit entwickelt sich eine korrektive Sequenz von mindestens drei Wellen. Drei Wellen haben sich bereits ausgebildet, sodass der Markt mit hoher Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft mindestens eine weitere Korrekturwelle ausbilden wird. Die weitere Entwicklung wird von der Geopolitik abhängen: Entweder bildet sich eine komplexere Korrekturstruktur heraus, oder es beginnt ein neues Abwärtstrendsegment.

Das Währungspaar EUR/USD ist am Dienstag um etwa 20 Punkte gefallen, und die Marktvolatilität bleibt relativ gering. In dieser Phase kann angenommen werden, dass sich die aufwärtsgerichtete Korrekturwellenstruktur in eine impulsive Struktur verwandeln könnte, auch wenn diese Schlussfolgerung in erster Linie auf dem schwachen Rückgang der letzten zwei Wochen basiert. Es sollte beachtet werden, dass Impulsbewegungen in der Regel deutlich ausgeprägter sind als Korrekturbewegungen. Gibt es unter den aktuellen Nachrichtenbedingungen Gründe, mit einem Anstieg des Euro zu rechnen?

Meiner Ansicht nach ja. Der geopolitische Faktor verliert allmählich an Einfluss auf den Markt, da sich seine Hauptwirkung auf den US-Dollar konzentrierte, der von den Anlegern als sicherer Hafen genutzt wurde. Die meisten Analysten weisen jedoch darauf hin, dass Risikoaversion nicht unbegrenzt anhalten kann. Derzeit kann man davon ausgehen, dass die Investoren ihr Engagement in Bezug auf den Nahen Osten bereits reduziert haben. Morgen findet die Sitzung der Federal Reserve statt, bei der die geldpolitischen Parameter mit nahezu absoluter Sicherheit unverändert bleiben dürften. Daher wird das Hauptaugenmerk auf der Rede von Jerome Powell liegen, die seine letzte Sitzung als Fed-Chef sein wird.

Was kann Jerome Powell signalisieren? Es ist sehr wahrscheinlich, dass Powell in seiner letzten Rede davon absehen wird, neue Unsicherheiten zu schaffen oder die Marktspannung zu erhöhen. In zwei Wochen soll Kevin Warsh den Vorsitz der Fed übernehmen, und er wird vermutlich seine eigene Sicht auf die Wirtschaft und seine eigene geldpolitische Herangehensweise haben. Aus diesem Grund ist es unwahrscheinlich, dass Powell auf eine Änderung der aktuellen Ausrichtung hinweist, die davon ausgeht, dass der Zinssatz mindestens bis zum Jahresende unverändert bleibt. Infolgedessen könnte dem US-Dollar nach der Sitzung eine starke Unterstützung fehlen, da der Kurs der Fed aller Voraussicht nach nicht restriktiver werden wird.

EUR/USD: 28. April – Die Pause im Nahen Osten hält an

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Basis der EUR/USD-Analyse bleibt das Paar in einem Aufwärtstrendsegment (unterer Chart), während es sich kurzfristig innerhalb einer Korrekturstruktur befindet. Die Korrekturwellenstruktur wirkt weitgehend abgeschlossen und könnte nur dann komplexer und ausgedehnter werden, wenn sich die geopolitische Lage im Nahen Osten verbessert. Andernfalls könnte sich von den aktuellen Niveaus aus eine neue Abwärtswellenstruktur entwickeln. Eine Korrekturphase hat sich bereits gebildet, und die weitere Richtung wird von den Markterwartungen in Bezug auf die Ergebnisse der Verhandlungen abhängen.

Im kleineren Zeitrahmen ist das gesamte Aufwärtstrendsegment sichtbar. Die Wellenstruktur ist nicht vollkommen typisch, da sich die Korrekturwellen in ihrer Größe unterscheiden. So ist zum Beispiel die Korrekturwelle 2 höheren Grades kleiner als die innere Welle 2 innerhalb von Welle 3. Solche Konstellationen kommen jedoch vor. Wichtig ist, sich auf klare und gut erkennbare Strukturen zu konzentrieren, statt zwingend jede einzelne Welle zu beschriften. Die jüngsten Wellen sind schwer zu interpretieren, weshalb sich die Analyse auf den höheren Zeitrahmen stützt.

Wesentliche Grundsätze dieser Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und ändern sich häufig.
  2. Besteht keine ausreichende Sicherheit bezüglich der Marktlage, ist es besser, außerhalb des Marktes zu bleiben.
  3. Absolute Gewissheit über die Marktrichtung gibt es nicht. Setzen Sie immer Stop-Loss-Orders ein.
  4. Wellenanalyse kann mit anderen Analysemethoden und Handelsstrategien kombiniert werden.

Analyst InstaForex
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