Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem japanischen Yen
Der Test des Kursniveaus von 159,10 erfolgte, als der MACD-Indikator deutlich unter die Nulllinie gefallen war, was meiner Ansicht nach das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte.
Der starke Anstieg des Yen gestern war ein eindeutiger Hinweis auf aktive Interventionen der Bank of Japan. Der Versuch, die geschwächte Landeswährung zu stützen, hatte einen vorübergehenden Erfolg: Der Yen wertete gegenüber dem US-Dollar und anderen wichtigen Währungen deutlich auf. Wie so oft nach solchen staatlichen Eingriffen dürfte die erzielte Wirkung jedoch nicht von Dauer sein.
Die Hauptgründe für diese Vorsicht liegen in den fundamentalen Faktoren, die weiterhin auf dem Yen lasten. Die Zinsdifferenz zwischen Japan und anderen großen Volkswirtschaften wie den USA bleibt erheblich. Während die Bank of Japan an einer abwartenden Haltung festhält, bereiten sich andere Zentralbanken auf Zinserhöhungen vor. Interventionen können den Rückgang nur vorübergehend bremsen, beseitigen aber nicht die Ursachen der Schwäche.
Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Japan erneut zu direkten Interventionen am Devisenmarkt greifen wird. Allerdings dürfte dies, wie schon zuvor, eher im Bereich der Marke von 160 geschehen, zu der der Kurs noch Spielraum nach oben hat. Aus diesem Grund besteht die derzeit optimale Strategie darin, Dollar bei Korrekturen und Rücksetzern zu kaufen, mit dem Ziel, das Währungspaar USD/JPY zurück in den Bereich von 160 Yen zu führen.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario #1: Ich plane, USD/JPY heute am Einstiegspunkt um 157,36 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel bei 157,90 (dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 157,90 beabsichtige ich, meine Long-Positionen zu schließen und in die Gegenrichtung Short-Positionen zu eröffnen (in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau). Am besten steigt man nach Korrekturen und stärkeren Rücksetzern in USD/JPY wieder auf der Long-Seite ein. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario #2: Ich plane außerdem, USD/JPY heute zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 157,11 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur bzw. Trendwende nach oben führen. Ein Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 157,36 und 157,90 ist dann zu erwarten.
Verkaufsszenarien
Szenario #1: Ich plane, USD/JPY heute erst nach einem erneuten Test bzw. Bruch des Niveaus von 157,11 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was einen schnellen Rückgang des Paares auslösen dürfte. Das wichtigste Kursziel für Verkäufer ist das Niveau von 156,69, wo ich beabsichtige, meine Short-Positionen zu schließen und unmittelbar in die Gegenrichtung Long-Positionen zu eröffnen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau). Verkäufer können jederzeit wieder in den Markt zurückkehren – sie benötigen lediglich einen Hinweis der Zentralbank. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario #2: Ich plane außerdem, USD/JPY heute zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 157,36 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur bzw. Marktwendung nach unten führen. Ein Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 157,11 und 156,69 ist dann zu erwarten.

Was ist auf dem Chart zu sehen:
- Die dünne grüne Linie – Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Die dicke grüne Linie – ungefährer Kurs, an dem ein Take-Profit platziert oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Die dünne rote Linie – Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Die dicke rote Linie – ungefährer Kurs, an dem ein Take-Profit platziert oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen Einstiegsentscheidungen mit großer Vorsicht treffen. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne das Platzieren von Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money-Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist es entscheidend, einen klaren Trading-Plan zu haben, wie oben beschrieben. Impulsive Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Trader grundsätzlich eine Verluststrategie.