Handelsanalyse vom Dienstag:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Auch das Währungspaar GBP/USD zeigte am Dienstag keine nennenswerten Bewegungen. Obwohl Iran weiterhin die VAE bombardierte und in den USA zwei recht interessante Berichte veröffentlicht wurden, fand der Markt keine Grundlage für aktive Handlungen. Der ISM Services PMI für April fiel etwas schwächer aus als erwartet, doch die Abschwächung des Dollars begann bereits während der europäischen Handelssitzung. Der JOLTs-Bericht zu offenen Stellen entsprach in etwa den Prognosen. Damit bewegte sich das britische Pfund den Großteil des Tages ausschließlich aus technischen Gründen nach oben. Im Stundenchart ist eine Seitwärtsrange zwischen 1,3476 und 1,3587 deutlich zu erkennen, die nun schon seit drei Wochen anhält. In der vergangenen Woche verließ der Kurs zwar kurzzeitig diesen Seitwärtskanal, doch bereits am nächsten Tag stellte sich dies lediglich als Rückkehr in die alte Spanne heraus. Der Markt wartet nun auf eine Klärung der Lage im Nahen Osten sowie auf Arbeitsmarkt- und Arbeitslosenzahlen aus den USA.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paars

Im 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag keine Handelssignale generiert. Erst am Abend näherte sich das Paar dem Bereich 1,3587–1,3598, konnte diesen jedoch nicht ausarbeiten. Damit gab es am Dienstag auch keine Grundlage für das Eröffnen von Trades im Britischen Pfund.
Wie man am Mittwoch handelt:
Im Stundenchart befindet sich das GBP/USD-Paar weiterhin in einem Aufwärtstrend, handelt aber seit drei Wochen in einer Seitwärtsrange. Es gibt nach wie vor keine wesentlichen Gründe für ein mittelfristiges Wachstum des Dollars, selbst im Falle einer möglichen Wiederaufnahme des Konflikts im Nahen Osten. Daher erwarten wir eine Fortsetzung des Aufwärtstrends im Jahr 2026. Ohne eine ernsthafte Eskalation im Nahen Osten wird der Dollar nicht mehr in der Lage sein, das Wachstum aufrechtzuerhalten, das er im Februar–März gezeigt hat. Einzelne Ereignisse können seine Stärkung zwar noch auslösen, aber der geopolitische Faktor spielt insgesamt nur noch eine untergeordnete Rolle.
Am Mittwoch können Einsteiger Short-Positionen eröffnen, wenn der Kurs vom Bereich 1,3587–1,3598 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,3476–1,3489. Ein nachhaltiger Ausbruch und Kursverbleib oberhalb des Bereichs 1,3587–1,3598 wird Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3695 signalisieren.
Im 5-Minuten-Chart kann nun an den Marken 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3476–1,3489, 1,3587–1,3598, 1,3695, 1,3741–1,3751 gehandelt werden. Heute ist der britische Wirtschaftskalender vollständig leer, und in den USA wird lediglich der ADP-Bericht zur Veränderung der Beschäftigtenzahlen im Privatsektor veröffentlicht. Dieser Bericht ist ein Pendant zu den Non-Farm Payrolls, hat jedoch ein geringeres Gewicht.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch eines Levels) benötigt wurde. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wurden in der Nähe eines Levels aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet, sind alle weiteren Signale von diesem Level zu ignorieren.
- In einem Flat-Markt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder gar keine. Technische Levels können dann ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Kursbewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Erklärungen zu den Charts:
Kursniveaus (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Signalquellen dienen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung derzeit bevorzugt gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines soliden Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.