Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Mittwoch sind nur sehr wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. In Deutschland und der Eurozone werden die zweiten Schätzungen der Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor für April publiziert, doch diese Veröffentlichungen sind in den Wirtschaftskalendern nicht einmal als wichtig markiert. Der einzige vergleichsweise bedeutende Bericht heute wird der ADP-Bericht zu den Veränderungen der Beschäftigung im US-Privatsektor sein. Dieser Bericht ist ein Pendant zu den Non-Farm Payrolls, aber er gilt als weniger wichtig und weniger exakt. Der Markt reagiert in der Regel eher verhalten darauf, und unter den aktuellen Umständen (in denen Trader den makroökonomischen Hintergrund seit 2,5 Monaten ignorieren) ist eine Reaktion eher unwahrscheinlich.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Zu den grundlegenden Ereignissen am Dienstag zählten Reden von Vertretern der Europäischen Zentralbank (Chipollone, Lane, Buch) und der Federal Reserve (Musalem, Goolsbee, Hammack). Allerdings fanden in der vergangenen Woche bereits Sitzungen der Fed, der EZB und der Bank of England statt, sodass alle wesentlichen Informationen bereits vorliegen. Wir haben erfahren, dass die Fed nicht geneigt ist, die Geldpolitik im Jahr 2026 zu ändern, während EZB und BoE eine abwartende Haltung einnehmen und sich wegen der steigenden Inflation nicht übermäßig sorgen. Sie setzen auf ein Ende des Konflikts im Nahen Osten und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. EZB und BoE sind bereit, die Leitzinsen im Sommer anzuheben, falls es akut notwendig werden sollte, die Fed hingegen nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Positionen der Zentralbankvertreter in der vergangenen Woche geändert haben.
Der geopolitische Hintergrund hat sich zu verändern begonnen, leider jedoch nicht in die Richtung, die sich alle wünschen würden. Am Montag haben die Kampfhandlungen im Nahen Osten wieder begonnen, und man kann nur hoffen, dass die neue Eskalation schnell eingedämmt wird. Die Chancen auf ein solches Ergebnis sind jedoch ungefähr so groß wie die Unterzeichnung eines Waffenstillstands zwischen Iran und den USA.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am dritten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare mit einer leichten Abwärtsneigung gehandelt werden, falls eine neue Welle „optimistischer“ Nachrichten aus dem Nahen Osten eintrifft. Allerdings bewegen sich sowohl der Euro als auch das Pfund seit mehreren Wochen in einer Seitwärtsrange, und der Markt reagiert auf Nachrichten nur sehr träge. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1745–1,1754 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3587–1,3598 gehandelt werden kann.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch des Levels) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn in der Nähe eines Levels aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem seitwärtsgerichteten Markt kann jedes Paar viele Fehlsignale erzeugen oder auch gar keine. Technische Levels können dann ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kurslevels (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Signalquellen dienen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung des Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt oder der Markt verlassen werden, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines soliden Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.