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FX.co ★ EUR/USD Smart-Money-Analyse: Starke Non-Farm-Payroll-Daten konnten den Markt nicht beeinflussen

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Analysen:::2026-05-08T18:47:28

EUR/USD Smart-Money-Analyse: Starke Non-Farm-Payroll-Daten konnten den Markt nicht beeinflussen

Das Währungspaar EUR/USD drehte zugunsten des Euro nach oben und startete eine neue Aufwärtsbewegung, ohne jedoch das nächstgelegene bullische Muster zu testen. Am Markt wächst zunehmend die Überzeugung, dass in naher Zukunft eine Einigung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten erzielt werden könnte. Donald Trump wiederholt dies weiterhin, während auch Verlautbarungen aus Iran die Bereitschaft zu friedlichen Verhandlungen bestätigen. Damit werden die Worte des US-Präsidenten zumindest indirekt untermauert. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Optimismus starteten die Bullen einen weiteren Vorstoß, wenn auch noch einen sehr vorsichtigen.

Den Händlern ist bewusst, dass die Themen, die zwischen den USA und Iran diskutiert werden, so bedeutend sind, dass die Parteien am Ende möglicherweise doch keine endgültige Einigung erzielen. Daher beeilen sie sich nicht, den Euro zu kaufen oder den als sicher geltenden Dollar zu verkaufen. Nichtsdestotrotz signalisiert die Chartstruktur weiterhin klar eine Dominanz der Bullen. Daher kann der Euro seine Aufwärtsbewegung auch ohne entsprechendes Signal fortsetzen, wie ich in den vergangenen Monaten bereits mehrfach betont habe.

EUR/USD Smart-Money-Analyse: Starke Non-Farm-Payroll-Daten konnten den Markt nicht beeinflussen

In der aktuellen Marktlage können Trader, die auf neue Einstiege warten, entweder abwarten, bis Imbalance 13 getestet wird, oder auf neue bullische Formationen warten. Meiner Einschätzung nach ist der Trend weiterhin bullisch. In der vergangenen Woche kamen die Bullen einem Test von Imbalance 13 und einem neuen Kaufsignal sehr nahe. Auffällig ist, dass derzeit keinerlei bärische Muster vorliegen – es gibt also nicht einmal hypothetisch eine klare Grundlage für Short-Positionen in diesem Währungspaar. Das vorherige Kaufsignal aus Imbalance 12 hat hervorragend funktioniert, der Euro legte um rund 270 Punkte zu. Nun ist der Markt bereit für neue Signale und eine weitere Aufwärtsbewegung.

Ich muss erneut betonen, dass der gesamte Anstieg des US-Dollar zwischen Januar und März ausschließlich durch geopolitische Faktoren getrieben war. Sobald sich die USA und Iran auf einen Waffenstillstand geeinigt hatten, zogen sich die Bären sofort zurück, und seit über einem Monat dominieren die Bullen klar das Marktgeschehen. Der Waffenstillstand bleibt derzeit fragil, doch die Verhandlungen laufen weiter, und die Chancen auf eine Befriedung bestehen weiterhin. Ich habe wiederholt gesagt, dass ich nicht daran glaube, dass der Aufwärtstrend beendet ist – weder durch den Bruch wichtiger, trendbestimmender Verlaufstiefs noch durch den Konflikt im Iran.

Der Markt preist häufig sofort das pessimistischste Szenario ein und versucht, die extremste Kette möglicher Ereignisse vorwegzunehmen. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Marktteilnehmer den geopolitischen Konflikt im Nahen Osten bereits vollständig eingepreist haben könnten. Falls dies zutrifft, könnten sich die Bären auf längere Sicht zurückgezogen haben.

Das übergeordnete Chartbild ist derzeit sehr klar. Der Aufwärtstrend ist intakt, benötigt aber Unterstützung. Idealerweise käme diese Unterstützung von der geopolitischen Seite – konkret durch weitere Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Doch selbst ohne einen derartigen News-Impuls sind die Bullen in der Lage, die Rallye fortzusetzen, wenn auch vermutlich in einem gemäßigteren Tempo.

Die wirtschaftlichen Daten vom Freitag boten den Bären eine Chance, einen Teil ihrer jüngsten Verluste wettzumachen. Die Nonfarm Payrolls fielen doppelt so stark aus wie vom Markt erwartet. Im April wurden 115.000 neue Stellen geschaffen, während die Prognose bei lediglich 62.000 lag. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 %. In der aktuellen Phase lässt sich jedoch sagen, dass die Marktteilnehmer selbst diese Daten weitgehend ignoriert haben. Die Bullen setzen ihren Angriff fort, getragen von wachsenden Erwartungen an eine Unterzeichnung eines Memorandums zwischen Teheran und Washington.

Die Bullen haben weiterhin viele Gründe, auch 2026 aktiv zu bleiben, und selbst der Ausbruch des Krieges im Nahen Osten hat diese Argumente nicht wesentlich geschwächt. Strukturell und im globalen Kontext haben sich die politischen Leitlinien von Trump – die im vergangenen Jahr maßgeblich zum starken Rückgang des Dollar beigetragen haben – nicht geändert. In den kommenden Monaten kann die US-Währung phasenweise aus einem Sicherheitsbedürfnis der Anleger heraus aufwerten, doch dieser Faktor setzt eine anhaltende Eskalation des Konflikts im Nahen Osten voraus. Ich rechne nach wie vor nicht mit einem nachhaltigen Abwärtstrend im EUR/USD. Der Dollar hat vom Markt nur vorübergehend Unterstützung erhalten – welche fundamentalen Treiber sollten es den Bären ermöglichen, auf lange Sicht die Kontrolle zu übernehmen?

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

  • USA – Verkäufe bestehender Häuser (14:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 11. Mai enthält nur ein Ereignis, das nicht als besonders wichtig einzustufen ist. Daher dürfte der Einfluss der Nachrichtenlage auf die Marktstimmung am Montag sehr begrenzt bleiben. Der Markt mag am Wochenende geschlossen sein, doch die Geopolitik legt samstags und sonntags keine Pause ein.

EUR/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Meiner Ansicht nach befindet sich das Währungspaar weiterhin im Prozess der Ausbildung eines Aufwärtstrends. Die Nachrichtenlage hat sich vor drei Monaten schlagartig verändert, doch der Trend selbst kann noch nicht als aufgehoben oder abgeschlossen gelten. Folglich können die Bullen ihre Aufwärtsbewegung in naher Zukunft durchaus fortsetzen – vorausgesetzt, die geopolitische Lage eskaliert nicht plötzlich erneut.

Trader hatten die Möglichkeit, auf Basis des Signals aus Imbalance 12 Long-Positionen zu eröffnen, und die Aufwärtsbewegung kann sich in Richtung der Jahreshochs fortsetzen. Auch Imbalance 13 hat sich ausgebildet und könnte in naher Zukunft ein weiteres bullisches Signal liefern. Damit der Euro seinen Anstieg ungehindert fortsetzen kann, muss sich der Konflikt im Nahen Osten in Richtung eines dauerhaften Friedens entwickeln, und erste Anzeichen einer Deeskalation sind bereits zu erkennen. Den Bullen fehlt zwar noch eine ausreichende fundamentale Unterstützung für einen neuen, dynamischen Impuls, doch sie können die Aufwärtsbewegung auch ohne diesen zusätzlichen Rückenwind fortsetzen.

Analyst InstaForex
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