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FX.co ★ Der Dollar verlagert seinen Fokus

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Analysen:::2026-05-25T22:49:53

Der Dollar verlagert seinen Fokus

Wenn sich ein Asset nicht dorthin bewegt, wo es eigentlich erwartet wird, stehen die Chancen gut, dass es sich in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Die Divergenz im Wirtschaftswachstum und die sich wandelnden Erwartungen der Anleger bezüglich der künftigen Fed- und EZB-Zinsen hätten den EUR/USD eigentlich unter Druck setzen müssen. Dennoch hielt sich das Hauptwährungspaar hartnäckig an der Marke von 1,16 und weigerte sich standhaft zu fallen. In der Folge legte der Euro dank Äußerungen aus dem Weißen Haus zum Frieden im Nahen Osten zu – ein möglicher Auftakt für eine breit angelegte Rally.

Der Dollar konnte sich angesichts der verbesserten globalen Risikobereitschaft nicht durchsetzen, obwohl die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran anhielt. Als Hauptgründe werden starke Unternehmensberichte amerikanischer Konzerne und die Hoffnung auf eine Deeskalation des Konflikts im Nahen Osten genannt. Auch wenn sich frühere Aussagen von Donald Trump über die Nähe eines Abkommens mit Teheran als falsch herausgestellt haben, gilt doch das Sprichwort: Wo Rauch ist, ist auch Feuer.

Positionsentwicklung von Hedgefonds und Asset Managern gegenüber dem US-Dollar

Der Dollar verlagert seinen Fokus

Als der US-Präsident begann, über die Schlussphase eines Abkommens mit Iran zu sprechen und Außenminister Marco Rubio Zuversicht äußerte, dass es zustande kommen werde, änderte sich die Stimmung der Anleger deutlich. Zudem kamen die Gerüchte über eine Einigung diesmal nicht nur aus dem Weißen Haus, sondern auch aus Teheran und von Vermittlern. In der Folge bereiten sich Hedgefonds und Vermögensverwalter, die zuvor US-Dollar gekauft hatten, nun auf Verkäufe vor.

Der Hauptgrund dürfte in einer veränderten Erwartung an die Entwicklung des Federal Funds Rate am Terminmarkt liegen. Derzeit implizieren Derivate eine Wahrscheinlichkeit von 55 % für eine Anhebung im Jahr 2026. Sollte das Weiße Haus jedoch recht behalten und der Inflationsschub sich als vorübergehend erweisen, müsste die Fed die Geldpolitik nicht straffen. Im Gegenteil: Es könnte der Zeitpunkt kommen, an dem eine Lockerung notwendig wird. Dies ist auch die Ansicht von BlackRock, einem der größten Vermögensverwalter der Welt, das erklärt, dass man sich im Falle einer Wahl zwischen Restriktion und Expansion für Zinssenkungen entscheiden würde.

Ein starkes Argument könnte die Ernennung von Kevin Warsh zum Fed-Chef sein. Donald Trump hofft, dass diese Person das FOMC von der Notwendigkeit einer geldpolitischen Lockerung überzeugen wird. Dass seine Vereidigung im Weißen Haus stattfand, war ein Novum seit der Zeit von Alan Greenspan.

Der Dollar verlagert seinen Fokus

Donald Trump hat sich zur Unabhängigkeit der Fed geäußert, doch der US-Präsident konzentrierte sich stärker auf den vorübergehenden Charakter der Abschwächung der Inflation. Dieser Prozess könnte künftig als Grundlage für eine Senkung des Leitzinses dienen. Allerdings muss die Zentralbank zunächst eine Verlangsamung der Verbraucherpreisentwicklung feststellen.

Aus technischer Sicht kehrt EUR/USD im Tageschart in die Fair-Value-Spanne von 1,1630–1,1785 zurück. Gelingt es den Bullen, die Unterstützung bei 1,1630 zu verteidigen, steigt das Risiko einer anhaltenden Aufwärtsbewegung. In diesem Fall sollte der Schwerpunkt auf dem Aufbau von Long-Positionen im Euro gegenüber dem US-Dollar liegen.

Analyst InstaForex
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