Analyse der Trades vom Mittwoch:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD bewegt sich weiterhin in einem Seitwärtskanal, der im Stundenchart deutlich erkennbar ist. Die Trader finden nach wie vor keine belastbaren Gründe, die für Käufe oder Verkäufe des Paares sprechen würden. Das makroökonomische Umfeld wird weitgehend ignoriert, fundamentale Faktoren spielen kaum eine Rolle, und der Markt wartet eher auf wichtige geopolitische Nachrichten und Ereignisse als auf weitere Drohungen, Ultimaten und Versprechungen. Infolgedessen beobachten wir nun schon seit drei Wochen Tag für Tag dasselbe Bild: Es gibt Ereignisse und Nachrichten, aber die Marktbewegungen bleiben nahezu aus. So wurde beispielsweise gestern in den USA der ISM-Index für die Aktivität im Dienstleistungssektor veröffentlicht, der besser als erwartet ausfiel. Zudem führte der Iran neue Raketenangriffe auf Kuwait durch. Auf den ersten Blick handelt es sich um zwei bedeutende Ereignisse, von denen jedes für sich genommen einen Anstieg des US-Dollars hätte auslösen müssen. Und der Dollar ist auch gestiegen! Aber um wie viel? Lediglich um 30 Pips – und damit blieb er immer noch innerhalb des Seitwärtskanals.
5M-Chart des EUR/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Chart wurden am Mittwoch keine Handelssignale gebildet. Die letzten Verkaufssignale entstanden am Dienstag, als der Kurs zweimal von der Zone 1,1655–1,1666 nach unten abprallte. Diese Short-Positionen konnten auf Mittwoch übertragen werden, da die Volatilität derzeit gering ist und der Kurs mehr Zeit benötigt, um größere Distanzen zurückzulegen.
Handelsplan für Donnerstag:
Im Stundenchart befindet sich der Euro seit einem Monat in einer Korrektur und seit drei Wochen in einer Seitwärtsbewegung. Der Anstieg des US-Dollars hat sich wieder fortgesetzt, da der Konflikt im Nahen Osten kurz vor einer Eskalation steht, dennoch rechnen wir weiterhin nicht mit einem anhaltenden und kräftigen Aufwertungszyklus der US-Währung. Der Markt ignoriert Fundamentaldaten und Makrodaten weitgehend und reagiert auf geopolitische Themen nur sehr selektiv.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen mit Kursziel 1,1527–1,1531 eröffnen, wenn der Kurs den Bereich 1,1584–1,1591 nach unten durchbricht. Kaufpositionen können in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs vom Bereich 1,1584–1,1591 nach oben abprallt, mit Ziel 1,1655–1,1666.
Im 5-Minuten-Chart sind folgende Marken relevant: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Donnerstag ist eine Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, angesetzt, außerdem werden die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. In den USA ist der wichtigste Termin der Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Wir gehen davon aus, dass diese Ereignisse nicht einmal zu einem nennenswerten Anstieg der Volatilität führen werden.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals bemisst sich an der Zeit, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Durchbruch) benötigt wurde. Je weniger Zeit es benötigt, desto stärker ist das Signal.
- Wurden an einem bestimmten Level zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder gar keine. Technische Marken können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Liegt der Abstand zwischen zwei Levels sehr nah beieinander (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf den Einstieg (Break-even) nachgezogen werden.
Erläuterungen zu den Charts:
Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Öffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Signale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend abbilden und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit höchster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Umkehrbewegungen entgegen dem vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Handelsstrategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.