Trade-Breakdown und Handelsempfehlungen für den Euro
Ein Test des Kursniveaus von 1,1540 erfolgte zu dem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen. Das bestätigte einen gültigen Einstiegspunkt für eine Short-Position im Euro. In der Folge fiel das Währungspaar um 15 Punkte.
Zusätzlich zur EZB-Entscheidung gehört die Veröffentlichung des US Producer Price Index (PPI) zu den wichtigsten Ereignissen. Ein Anstieg des PPI kann auf steigende Kosten für Unternehmen hinweisen, was sich wiederum in höheren Preisen für Endverbraucher niederschlagen und den US-Dollar stützen kann. Darüber hinaus liefern die wöchentlichen Daten zu den Initial Jobless Claims aktuelle Informationen zum US-Arbeitsmarkt. Ein Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kann auf eine Verlangsamung der Einstellungen oder sogar auf zunehmende Entlassungen hindeuten, während anhaltend niedrige Werte auf eine weiterhin robuste Lage am Arbeitsmarkt schließen lassen würden.
Zu beachten ist auch die Lage im Nahen Osten, wo neue US-Luftschläge gegen Iran den Euro stark unter Druck setzen und Käufe des US-Dollars begünstigen könnten.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute können Euro-Käufe in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs das Niveau von 1,1554 (grüne Linie im Chart) erreicht, mit dem Ziel eines Anstiegs in Richtung 1,1620. Bei 1,1620 plane ich, den Markt zu verlassen und zudem Verkäufe in die Gegenrichtung in Erwägung zu ziehen, mit der Erwartung einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs. Ein weiterer Anstieg des Euro wird nur nach schwachen US-Daten möglich sein. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich werde den Kauf des Euro ebenfalls in Betracht ziehen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,1522 gibt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Umkehr nach oben auslösen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus bei 1,1554 und 1,1620 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er das Niveau von 1,1522 (rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Ziel liegt bei 1,1455, wo ich plane, den Markt zu verlassen und sofort Käufe in die Gegenrichtung zu tätigen (in Erwartung einer Erholung um 20–25 Punkte von diesem Niveau). Abwärtsdruck könnte heute bei einem starken Anstieg der Inflation zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, sich nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich werde den Verkauf des Euro ebenfalls in Betracht ziehen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,1554 gibt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus bei 1,1522 und 1,1455 ist dann zu erwarten.

Was im Chart zu sehen ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Trading-Instruments
- Breite grüne Linie – erwartetes Take-Profit-Level bzw. Bereich zum manuellen Sichern der Gewinne, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Trading-Instruments
- Breite rote Linie – erwartetes Take-Profit-Level bzw. Bereich zum manuellen Sichern der Gewinne, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- MACD-Indikator – überkaufte und überverkaufte Marktsituationen sollten als zentrale Signale für den Einstieg in Trades verwendet werden
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten beim Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Volatilität zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Schutz können Sie Ihr gesamtes Konto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn kein angemessenes Money-Management angewendet wird und mit großen Positionsgrößen gehandelt wird.
Bedenken Sie, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind grundsätzlich eine verlustreiche Intraday-Strategie.