Analyse der Trades und Empfehlungen zum Handel mit der europäischen Währung
Der Test des Preises bei 1,1522 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was den korrekten Einstiegspunkt für den Verkauf des Euro bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar um nahezu 20 Pips.
Der Markt scheint derzeit stärker auf geopolitische Entwicklungen als auf die Geldpolitik fokussiert zu sein. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die Zinsen anzuheben, ist zwar ein Schritt in Richtung Normalisierung, wurde jedoch von den Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump überlagert. Seine Worte zur Deeskalation des Konflikts mit dem Iran lösten beim Euro eine deutlich stärkere Reaktion aus als die Maßnahmen der EZB. Das unterstreicht die aktuell ausgeprägte Nervosität der Investoren und ihre Tendenz, eher auf politische Signale als auf fundamentale Wirtschaftsdaten zu reagieren. Dies zeigt, dass Marktteilnehmer in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit rund um den Konflikt im Nahen Osten dazu neigen, auf Nachrichten zu reagieren, die die geopolitische Lage rasch verändern können. Die Maßnahmen der EZB, die Teil einer langfristigen Strategie zur Bekämpfung der Inflation sind, werden im Vergleich zu möglichen militärischen Aktionen oder deren Aussetzung als weniger bedeutsam wahrgenommen.
Der heutige Wirtschaftskalender verspricht besonders in der ersten Tageshälfte ereignisreich zu werden, wenn sich Händler und Analysten auf die Veröffentlichung der Verbraucherpreisindexdaten aus drei der größten Volkswirtschaften der Eurozone – Deutschland, Italien und Spanien – konzentrieren. Diese Indikatoren dienen traditionell als Barometer für den Inflationsdruck in der Region und können die Marktstimmung sowie die zukünftige Rhetorik der EZB maßgeblich beeinflussen. Von den erwarteten VPI-Daten erhofft man sich neue Erkenntnisse zur Preisentwicklung, die weiterhin ein Schlüsselfaktor für die Geldpolitik der EZB bleibt. Eine anhaltende Inflation, selbst wenn sie Anzeichen einer Abschwächung zeigt, könnte die Erwartungen an eine weitere Straffung der Geldpolitik verstärken, einschließlich der Möglichkeit, hohe Zinsen über einen längeren Zeitraum beizubehalten. All dies dürfte einen neuen Anlass bieten, den Euro zu kaufen.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute können Euro-Käufe bei Erreichen eines Kurses von etwa 1,1579 (grüne Linie im Chart) getätigt werden, mit dem Ziel, 1,1620 zu erreichen. Bei 1,1620 plane ich, aus dem Markt auszusteigen und außerdem im Gegenzug Euro zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt. Mit einem Euro-Anstieg ist heute nur nach guten Daten aus der Eurozone zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, Euro zu kaufen, falls der Kurs 1,1556 zweimal hintereinander getestet wird und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur am Markt führen. Es ist mit einem Anstieg bis zu den gegenüberliegenden Marken von 1,1579 und 1,1620 zu rechnen.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane heute, Euro zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,1556 erreicht wurde (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1510, wo ich beabsichtige, aus dem Markt auszusteigen und unmittelbar im Gegenzug zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Druck auf das Währungspaar wird heute nur bei sehr schwachen Daten zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, Euro zu verkaufen, falls der Kurs 1,1579 zweimal hintereinander getestet wird und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur am Markt führen. Es ist mit einem Rückgang bis zu den gegenüberliegenden Marken von 1,1556 und 1,1510 zu rechnen.

Was ist auf dem Chart zu sehen:
Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
Breite grüne Linie – angenommene Kursmarke für das Platzieren von Take Profit oder das manuelle Sichern der Gewinne, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
Breite rote Linie – angenommene Kursmarke für das Platzieren von Take Profit oder das manuelle Sichern der Gewinne, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, die überkauften und überverkauften Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt müssen bei Entscheidungen zum Markteintritt sehr vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es besser, dem Markt fernzubleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während der Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihren gesamten Einsatz verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading benötigen Sie einen klaren Handelsplan, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die sich nur an der aktuellen Marktsituation orientieren, sind für Intraday-Trader von vornherein eine verlustreiche Strategie.