Analyse von GBP/USD 5M

Das Währungspaar GBP/USD startete am Montag ebenfalls mit einem deutlichen Kurssprung nach oben, gab die Gewinne im weiteren Verlauf jedoch wieder ab und schloss schließlich unter dem Eröffnungsniveau. Die Gründe für die Bewegungen im Paar GBP/USD waren die gleichen wie beim EUR/USD. Das fundamentale und geopolitische Umfeld war für beide Paare identisch. Der Markt hegt derzeit nur sehr vorsichtigen Optimismus in Bezug auf die Waffenruhe zwischen Iran und den USA sowie die Öffnung der Straße von Hormus. Zudem ist das Abkommen noch nicht unterzeichnet, und die Straße bleibt weiterhin gesperrt. In dieser Woche muss sich das britische Pfund drei wichtigen Tests stellen. Erstens der Geopolitik: Sollte das Abkommen bis Freitag nicht unterzeichnet sein, könnte der Markt wieder zum Dollar-Kauf übergehen, da das Vertrauen in die Waffenruhe im Nahen Osten erneut schwinden könnte. Zweitens steht die Sitzung der Bank of England an. Drittens die Sitzung der Federal Reserve. Auch wenn die Zentralbanken derzeit keine weitere Straffung der Geldpolitik planen, könnte der Markt dennoch deutlich auf diese Ereignisse reagieren.
Aus technischer Sicht wurde der Abwärtstrend aufgehoben, da der Kurs die Linien des Ichimoku-Indikators nach oben durchbrochen hat. Ob die Aufwärtsbewegung jedoch anhalten wird, ist weiterhin äußerst fraglich. Alles wird von der geopolitischen Entwicklung abhängen. Sollte sich herausstellen, dass die Waffenruhe erneut gescheitert ist, dürfte der Dollar steigen und das britische Pfund unter Druck geraten. Iran und Pakistan haben die Einigung bestätigt, doch am Montag drohte Trump Iran erneut mit Angriffen, falls das Land künftig nicht einem Atomabkommen zustimmt.
Im 5-Minuten-Chart wurde am Montag ein Kaufsignal generiert, woraufhin das Paar um etwa 40 Pips zulegte. Der Kurs prallte von der Senkou-Span-B-Linie nach oben ab, doch vermutlich hatten Trader keine Zeit mehr, auf dieses Signal zu reagieren. Weitere Signale bildeten sich im Tagesverlauf nicht. Die Zielzone bei 1,3465–1,3480 wurde ebenfalls nicht erreicht. Die Volatilität war gering.
COT-Report

Die COT-Berichte zum Britischen Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial-Trader in den letzten Jahren ständig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen der Commercial- und Non-Commercial-Trader darstellen, schneiden sich häufig und bewegen sich überwiegend in der Nähe der Nulllinie. Aktuell entfernen sich die Linien voneinander, und die Non-Commercial-Trader dominieren weiterhin mit … Short-Positionen. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten überrascht es nicht, dass die Nachfrage nach Risikowährungen gering ist.
Langfristig schwächt sich der Dollar infolge der Politik von Donald Trump weiter ab, was im Wochen-Chart (Abbildung oben) deutlich zu erkennen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, wobei Trumps Politik sowohl direkt als auch indirekt auf eine Schwächung der US-Währung abzielt. Derzeit stehen jedoch geopolitische Faktoren im Vordergrund, die den Dollar zuletzt gestärkt haben. Da der Konflikt im Nahen Osten noch nicht gelöst ist, könnte der US-Dollar weiterhin Wachstumspotenzial zeigen. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 9. Juni) hat die Gruppe der „Non-commercial“ 7.900 Buy-Kontrakte geschlossen und 4.000 Sell-Kontrakte eröffnet, wodurch sich die Netto-Position innerhalb einer Woche um 11.900 Kontrakte verringerte.
Analyse von GBP/USD im 1H-Chart

Im Stunden-Chart hat das Währungspaar GBP/USD vor dem Hintergrund einer Entspannung in den Beziehungen zwischen Iran und den USA begonnen, einen neuen Aufwärtstrend auszubilden. Der makroökonomische und fundamentale Hintergrund hat weiterhin nur geringen Einfluss auf die Kursbewegungen des Paares (mit wenigen Ausnahmen). Ohne eine tatsächliche Eskalation des Konflikts im Nahen Osten ist es unwahrscheinlich, dass der Dollar einen ausgeprägten Trend zeigt, während eine Deeskalation und ein Friedensabkommen das weitere Wachstum des Paares stützen würden.
Für den 16. Juni heben wir die folgenden wichtigen Niveaus hervor: 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3301–1,3309, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681 und 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3396) und die Kijun-sen-Linie (1,3389) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Dienstag stehen im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse oder Veröffentlichungen auf dem Kalender, während in den USA Daten aus dem Bausektor veröffentlicht werden, die als nachrangig gelten können. Daher dürfte sich die Aufmerksamkeit des Marktes erneut vollständig auf die geopolitischen Entwicklungen richten.
Handelsempfehlungen:
Heute können Händler Short-Positionen mit Ziel 1,3301–1,3309 in Betracht ziehen, falls sich das Paar unterhalb der Zone 1,3369–1,3377 etabliert. Long-Positionen können im Falle eines Abpralls von der Senkou-Span-B-Linie mit Ziel 1,3465–1,3480 relevant werden.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
Unterstützungs- und Widerstandspreisniveaus (Widerstand/Unterstützung) – dicke rote Linien, an denen eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien – Ichimoku-Indikatorlinien, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stunden-Chart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
Extreme Levels – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.
Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige charttechnische Formationen.
Indikator 1 in den COT-Charts – die Größe der Netto-Position jeder Händlerkategorie.