Rückblick auf Trades und Handelstipps für den Euro
Der Test des Preisniveaus von 1,1601 fand statt, als der MACD-Indikator bereits deutlich unter die Nulllinie gefallen war, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht verkauft.
Der Euro reagierte nur verhalten auf die heutigen Inflationsdaten der Eurozone für den Mai. Wie schon zuvor waren die Energiepreise der Haupttreiber des Inflationsanstiegs, was jedoch weitgehend erwartet und bereits vom Markt eingepreist worden war.
Als Nächstes stehen der Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen und die Zinsentscheidung des FOMC an. Es wird erwartet, dass der Zinssatz unverändert bleibt, aber die erste Pressekonferenz des neuen FOMC-Vorsitzenden, Kevin Warsh, wird weitaus wichtiger sein.
Der neue Chef der Institution, der sein Amt erst kürzlich angetreten hat, wird erstmals als Schlüsselfigur der US-Geldpolitik vor Journalisten und Öffentlichkeit auftreten. Die künftige Entwicklung des US‑Dollars wird in hohem Maße von seinen Äußerungen, seiner Rhetorik und möglichen Andeutungen zu weiteren politischen Maßnahmen abhängen. Investoren werden jede seiner Aussagen sorgfältig analysieren und nach Signalen für die Entwicklung der Inflation, das Tempo des Wirtschaftswachstums und natürlich künftige Zinsentscheidungen suchen. Besonderes Augenmerk wird auf mögliche Hinweise zum Zeitplan einer Normalisierung der Geldpolitik gelegt, nachdem derzeit in den Vereinigten Staaten ein deutlicher Preisdruck zu beobachten ist.
Vertritt der neue FOMC-Vorsitzende einen eher konservativen und moderaten Ton und betont die Notwendigkeit, die aktuellen Rahmenbedingungen beizubehalten, um eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung zu gewährleisten, könnte dies weitere Kursgewinne bei risikosensiblen Anlageklassen unterstützen und den US‑Dollar unter Druck setzen.
Für den Intraday-Handel werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute kann der Kauf des Euro in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs 1,1615 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1663. Bei 1,1663 plane ich, Long-Positionen zu schließen und in die Gegenrichtung Short-Positionen zu eröffnen, mit einem Ziel einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs aus. Weitere Kursgewinne des Euro sind wahrscheinlich nur, wenn die US-Daten schwächer als erwartet ausfallen.
Wichtig! Stellen Sie vor dem Kauf sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, nach oben zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn das Niveau von 1,1591 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Aufwärtskorrektur am Markt auslösen. In diesem Fall kann mit einer Bewegung in Richtung 1,1615 und 1,1663 gerechnet werden.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs 1,1591 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1547, wo ich Short-Positionen schließen und sofort in die Gegenrichtung Long-Positionen eröffnen möchte, mit einem Ziel einer Erholung von 20–25 Punkten. Der Druck auf das Währungspaar könnte heute zurückkehren, falls die US-Konjunkturdaten stärker als erwartet ausfallen.
Wichtig! Stellen Sie vor dem Verkauf sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, nach unten zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn das Niveau von 1,1615 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtskorrektur am Markt auslösen. In diesem Fall ist ein Rückgang in Richtung 1,1591 und 1,1547 zu erwarten.

Chart-Hinweise:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Kaufpositionen;
- Breite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau oder eine Zone, in der Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Verkaufspositionen;
- Breite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau oder eine Zone, in der Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – beim Einstieg in den Markt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Marktsituationen zu berücksichtigen.
Wichtig. Unerfahrene Forex-Trader sollten bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerste Vorsicht walten lassen. Häufig ist es am besten, sich vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie immer Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie mit hohen Volumina handeln, ohne ein angemessenes Risikomanagement anzuwenden.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Trader in der Regel eine verlustreiche Strategie.